Mit sieben Siegen und zehn Niederlagen steht Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth auf dem elften Tabellenplatz. Mit einem Sieg gegen Schlusslicht Syntainics MBC aus Weißenfels können die Bayreuther am Freitagabend (20.30 Uhr) ihre Ambitionen auf das Erreichen der Play-off-Plätze untermauern.

"Heute dürfen wir stolz sein, ab morgen gilt unsere volle Konzentration den anstehenden Aufgaben in der Bundesliga", fokussierte Medi-Coach Raoul Korner unmittelbar nach dem überzeugenden Heimsieg am vergangenen Dienstagabend gegen den zehnfachen belgischen Meister Spirou Charleroi im FIBA-Europe-Cup und dem bereits zuvor feststehenden Viertelfinaleinzug auf den Ligaspielbetrieb.

Aus gutem Grund: Denn mit dem Mitteldeutschen BC gastiert eine Mannschaft in der Oberfrankenhalle, die mit bislang nur zwei Siegen das Tabellenende der Liga ziert, allerdings gegenüber dem deutlichen Bayreuther Hinspiel-Sieg Anfang Januar (88:102) stark verändert antreten wird. Damals fehlte den Wölfen mit dem 130-fachen NBA-Routinier Joey Dorsey, dem Serben Strahinja Micovic und Benedikt Turudic nahezu die gesamte Centerriege. Zumindest Dorsey und Micovic sollten diesmal wieder an Bord sein.

MBC holt Routinier zurück

Zudem haben die Sachsen-Anhaltiner Mitte Januar auf ihre missliche sportliche Lage reagiert und mit Unterstützung einiger Sponsoren US-Forward Tremmell Darden zurück an die Saale geholt. Der Vorzeigeathlet und Routinier stand bereits in der Saison 2018/19 im Wölfe-Kader und hatte einen maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt.

"Wir haben genug nach Ausreden gesucht. Ausreden bringen uns jetzt nicht weiter. Nur wenn wir an den Klassenerhalt glauben, können wir ihn auch bewerkstelligen. Die Kraft dazu besitzen wir, wir müssen sie jetzt endlich rauslassen. Das erwarte ich von der Mannschaft - 100 Prozent Leidenschaft, dann schaffen wir das auch", übt sich MBC-Geschäftsführer Martin Geissler vor dem Derby in Durchhalteparolen.

Nicht optimal ist die Ausgangssituation für Medi Bayreuth: Im zurückliegenden Europapkalspiel gegen Charleroi knickte Joanic Grüttner Bacoul im zweiten Viertel um. Was im ersten Moment nicht wirklich schlimm aussah, hat sich als Mittelfußbruch herausgestellt und bedeutet eine rund zehnwöchige Pause für den 24-jährigen Guard. "Die Diagnose war für uns alle ein Schock und macht unsere personelle Situation sehr schwierig. Joanic ist medizinisch in den besten Händen und wird durch seine professionelle Einstellung mit Sicherheit frühestmöglich und stärker zurückkommen", sagt Korner.

Bayreuths Gegner steht fest

Fest steht seit Mittwochabend der Bayreuther Gegner im Playoff-Viertelfinale des FIBA-Europe-Cups. Das Medi-Team muss in der ersten Märzwoche zunächst bei U-BT Cluj-Napoca antreten und erwartet den nordwestrumänischen Erstligisten eine Woche darauf zum Rückspiel in der Oberfrankenhalle. Die Bayreuther wollen international weiter auf der Erfolgswelle reiten und den Schwung mit in die Liga nehmen.