Für Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth bleibt der Bonner Hardtberg ein schlechtes Pflaster. Die Wagnerstädter kassierten dort in ihrem zweiten Hauptrundenspiel der noch jungen Saison 2018/19 eine 84:94 (46:54)-Niederlage. Es war die nunmehr neunte Niederlage bei den Telekom Baskets Bonn seit dem Bayreuther Erstligaaufstieg 2010. Telekom Baskets Bonn - Medi Bayreuth 94:84 (54:46) "Wir müssen offensiv viel geduldiger spielen. Das Hauptproblem ist aber die Defensive - wir müssen näher an Bonns Schützen stehen und hier einen besseren Job machen", legte Steve Wachalski zur Pause den Finger in die Wunde. Bis dahin war der Routinier mit zehn Punkten bester Bayreuther auf dem Parkett und maßgeblich daran beteiligt, dass die Wagnerstädter nach einem schwachen Auftaktviertel (31:18, 10.) und einem zwischenzeitlichen 49:34-Rückstand (16.) bis zur Pause wieder auf acht Punkte herankommen konnten.

Auch nach dem Seitenwechsel kombinierten die Bonner zunächst weiter gefällig und konnten sich gegen defensiv wenig engagierte und offensiv schlampige Bayreuther schnell wieder auf 68:51 (26.) absetzen. Raoul Korner hatte genug gesehen und bat zur Auszeit, ohne jedoch den Hebel in die richtige Richtung umlegen zu können: Beim Stand von 72:58 (30.) ging es in den Schlussabschnitt.

Bayreuth führt mit 80:79

Deutlich fokussierter starteten die Bayreuther in den Schlussabschnitt und meldeten sich mit einem furiosen 17:0-Lauf zum 79:77 (36.) zurück. Nach einer Auszeit von Bonns Trainer Predrag Krunic konnte Hrovat sogar kurzzeitig die Führung für Medi Bayreuth markieren (79:80, 37.), ohne die Bonner damit jedoch nachhaltig beeindrucken zu können.

Charles Jackson am Brett mit Zusatzfreiwurf und Josh Mayo von der Dreierlinie antworteten für Bonn (86:80).

Beim Stand von 87:82 ging es in die letzten beiden Spielminuten. Die Bonner ließen sich nun nicht mehr "die Butter vom Brot nehmen", begünstigt von einem ärgerlichen Fehlpass im Spielaufbau von Kapitän Doreth und der auch in dieser Phase erschreckenden Rebound-Unterlegenheit (21:43).

Viel Zeit für die Analyse der Niederlage bleibt den Bayreuthern nicht. Bereits am morgigen Dienstagabend gastieren die Wagnerstädter im 2. Hauptrundenspiel der Basketball-Champions League beim französischen Spitzenclub SIG Strasbourg.