Der Titelkandidat aus der bayerischen Landeshauptstadt stoppte den Höhenflug der bis dahin auswärts noch ungeschlagenen Wagnerstädter mit 100:86 (51:35).

"Wir müssen vorne wie hinten viel konzentrierter spielen. 51 Punkte bis zur Halbzeit zu kassieren, ist inakzeptabel", kommentierte Medi-Center Andreas Seiferth auf dem Weg in die Halbzeitpause sichtlich unzufrieden. Das erste Viertel hatten die Bayreuther noch halbwegs ausgeglichen gestalten können (23:17, 10.). Bis zur Pause (51:35, 20.) gerieten sie dann jedoch deutlich ins Hintertreffen, weil immer wieder der Ball verloren ging, Offensivaktionen mehrfach Stückwerk blieben und man auch im Rebound-Duell mit bis dato 16:10 deutlich das Nachsehen hatte.

"München hat uns aus unserer Struktur gebracht, und wir haben es zu oft mit Einzelleistungen versucht. Das müssen wir ändern, sonst werden wir hier nichts zu bestellen haben", gab Medi-Trainer seinen Mannen mit auf den Weg in die zweite Spielhälfte. Doch die Bayreuther konnten dem Spiel gegen die gut aufgelegten Münchner auch nach dem Seitenwechsel keine Wende geben, mussten sich deutlich mit 86:100 geschlagen geben und warten damit weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis gegen den FC Bayern München in einem Pflichtspiel.

Positiver Aspekt auf Bayreuther Seite war die couragierte Leistung von Youngster Robin Amaize, der als Topscorer auf einen persönlichen Karrierebestwert von 25 Punkten kam. "Ich hätte lieber gewonnen und selbst keine Punkte gemacht", kommentierte Amaize seinen sehenswerten Auftritt.


"Eine Klasse stärker"

Raoul Korner vermied es, nach Spielschluss die Keule auszupacken: "Das war heute ein Lernprozess für meine Mannschaft. Wir haben gekämpft, aber München war einfach eine Klasse stärker. Wir haben uns aber dennoch nicht hängen gelassen und am Ende dann bessere Lösungen gefunden."

Am Freitagabend können die Bayreuther eine neue Serie starten, wenn die BG Göttingen in der Oberfrankenhalle gastiert.


Bayern München - Bayreuth 100:86 (23:17, 28:18, 26:24, 23:27 )
München: King, Lucic (11), Johnson (8/1), Redding (9/1), Barthel (6), Gavel (20/4), Booker (14), Taylor (17/2), Kleber (15/2).
Medi Bayreuth: Anderson (14/3), Linhart (3/1), Doreth (3/1), Seiferth (2), Lewis (7/1), Wachalski (18/4), Amaize (25/3), Brooks (4), Marei (10) .