Die JVA soll aus der Bamberger Altstadt verschwinden. Das bestätigt das bayerische Justizministerium. Bei Burgebrach soll ein Neubau entstehen. Entsprechende Verhandlungen laufen bereits seit einiger Zeit.

Zurück bleibt in der Bamberger Altstadt ein großes Gebäude in bester Lage. Das weckt Begehrlichkeiten. Beste Chancen darf sich darauf die Universität ausrechnen, denn der Freistaat deckt zunächst Eigeninteressen, bevor Immobilien veräußert werden. Vorgespräche hat es bereits gegeben.

Uni-Präsident Godehard Ruppert betont zwar, dass noch nichts fix sei, aber er hält die JVA in Händen der Hochschule für eine "ideale Lösung". So könnten verwandte Fachrichtungen konzentriert, Anmietungen verringert, Platzprobleme entschärft und die Uni in der Stadt gestärkt werden.

Die Stadt Bamberg weiß, dass sie wohl nicht zum Zug kommen wird. Zweiter Bürgermeister Christian Lange (CSU) sieht die Uni-Lösung als etwas Gutes und wünscht sich, dass dabei auch Kulturräume entstehen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Eine Kulturachse entlang des Wasser schwebt dem Politiker vor.

Der Bürgerverein im Sand will die JVA am liebsten behalten. Die Uni sei das kleinste Übel - als schlimmste mögliche Lösung sehen die Anwohner ein Hotel.

Sebastian Schanz