Rund 100 Beschäftigte des Autohändlers Scholz haben gestern in Bamberg für eine Stunde ihre Arbeit niedergelegt. Mit dem von der IG Metall organisierten Streik wollen die Arbeitnehmer für eine Fortführung des Haustarifs sowie mehr Lohn kämpfen. Inhaber und Geschäftsführer Michael Eidenmüller wirft der Gewerkschaft Verleumdung und Stimmungsmache vor, die sein Unternehmen gefährde. Das Autohaus Scholz hat mehrere Niederlassungen in Oberfranken, auch in Bayreuth und Kulmbach wurde gestreikt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 1300 Mitarbeiter, in der Region Bamberg sind es 370. Eidenmüller setzt statt den Tarifverträgen auf individuelle Einzelverträge. Über die Hälfte der Belegschaft habe bereits an entsprechenden Gesprächen teilgenommen. Betriebsrat und Gewerkschaft warnen hingegen vor den Individualverträgen.

Warum die bisherigen drei Verhandlungsrunden gescheitert sind und welche Argumente Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft für ihre Position vorbringen, lesen Sie bei inFranken-Plus.