Baunach
Mountainbike

WM-Titel geht nach Baunach

Das Team Messingschlager setzt sich bei der 12-Stunden-Weltmeisterschaft durch.
Die Baunacher mit ihren WM-Medaillen (von links): Sascha Lieberenz, Marco Beetz, Matej Meyer, Simon Dörner, Benjamin Herold und Uli Schmittlutz. Fotos: privat
Die Baunacher mit ihren WM-Medaillen (von links): Sascha Lieberenz, Marco Beetz, Matej Meyer, Simon Dörner, Benjamin Herold und Uli Schmittlutz. Fotos: privat
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Im oberbayerischen Weilheim fand die 12-Stunden-Mountainbike-Weltmeisterschaft statt. Das Team Messingschlager aus Baunach setzte sich dabei gegen 33 Teams durch und wurde Weltmeister.
Die rund 150 Starter mussten auf einem sechs Kilometer langen Rundkurs 100 Höhenmeter überwinden. Weltmeister sollte am Ende das Team sein, das innerhalb von zwölf Stunden die meisten Runden sammeln würde. Nach 288 Kilometern und 4800 Höhenmetern war es das Team Messingschlager I, das mit 48 Runden die ersten Verfolger deutlich distanzierte. Mit einer Runde weniger belegte das Team Valcook Giant den zweiten Platz. Dritter wurde das Team Messingschlager II mit 46 Runden.

Dabei sah es kurz nach dem Start nicht nach einem WM-Titel für die Baunacher aus.
Die Fahrer des Teams Valcook Giant fuhren bärenstark, setzten sich rasch an die Spitze des Feldes und hatten nach wenigen Runden einen komfortablen Vorsprung von rund zwei Minuten auf die ersten Verfolger herausgeholt.

Rennplan beibehalten

"Zugegeben, wir waren ein klein wenig nervös zu Beginn des Rennens, als Valcook so brutal aufs Tempo drückte, blieben aber trotzdem konsequent bei unseren vorab geplanten, recht statischen Rundenzeiten. Oberstes Gebot bei einem Zwölf-Stunden-Rennen: Ruhe bewahren. Ein solches Rennen wird nicht auf den ersten Kilometern entschieden", erklärte Messingschlager-Fahrer Uli Schmittlutz die Taktik des Teams und ein wichtiges Erfolgsgeheimnis bei einem Zwölf-Stunden-Rennen ganz allgemein.

Nach rund vier Rennstunden fiel die Vorentscheidung auf dem Weg zum Weltmeistertitel, als Matej Meyer vom Team Messingschlager den Fahrer an der Spitze überholte. "Wir sind im Verlauf des Rennens Valcook immer näher auf die Pelle gerückt. Und wenn der Sichtkontakt erstmal da ist, bist du als Verfolger psychologisch in der besseren Situation. Da wachsen dir auch nach vier Stunden Schinderei auf einmal Flügel - und dem anderen werden die Beine schwer", erinnert sich Meyer an den Moment im Rennen, der schließlich zum WM-Titel führte.
Team Messingschlager I: Uli Schmittlutz, Simon Dörner, Benjamin Herold, Matej Meyer
Team Messingschlager II: Sascha Liebrenz, Marco Beetz, Michael Grüb, Volker Albert (die beiden Letztgenannten waren Gastfahrer vom Team FX Sports/Sparkasse Mainfranken)