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Bamberg
Basketball

Bamberg mit klarem Sieg über Frankfurt

Die Bamberger Basketballer haben mit ihrem 99:83 (58:36)-Sieg über die Fraport Skyliners Frankfurt einen großen Schritt Richtung Viertelfinale im Bundesliga-Final-Turnier in München gemacht.
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Bambergs Kapitän Elians Harris (am Ball) setzt sich gegen den Frankfurter Aaron Kayser durch. Foto: Daniel Löb
Bambergs Kapitän Elians Harris (am Ball) setzt sich gegen den Frankfurter Aaron Kayser durch. Foto: Daniel Löb
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Vor allem in der ersten Hälfte überzeugte das Team von Trainer Roel Moors gegen die Hessen, die auf ihren verletzten amerikanischen Aufbauspieler Lamont Jones und den in diesem Turnier wegen eines Muskelfaserrisses noch überhaupt nicht zum Einsatz gekommenen Center Leon Kratzer verzichten mussten. Moors ließ aus seinem 13 Mann großen Kader Nelson Weidemann aussetzen, der in der letzten Vorbereitungswoche noch mit einer Mandelentzündung kaum trainieren konnte.

"Ich bin froh über den Sieg, nicht so sehr aber über die Art und Weise, wie er zustande gekommen ist", sagte Moors, der mit der Leistung seines Teams in der zweiten Hälfte nicht zufrieden war. "Wenn wir hier etwas erreichen wollen, dann müssen wir Konstanz finden und diese auch über 40 Minuten zeigen", blickte er schon voraus auf das Spiel am Montag (16.30 Uhr) gegen Vechta.

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Bundesliga

Brose Bamberg -

Fraport Skyliners 99:83

(29:18, 29:18, 26:30, 15:17)

Die Bamberger ließen gegen die Hessen den Ball von Beginn an gut laufen. Center Assem Marei erzielte die ersten fünf Punkte. Danach trugen sich fast alle Bamberger in die Scorerliste ein. Besonders die Trefferquote von der Dreierlinie, die gegen Ludwigsburg mit 31 Prozent noch schwach war, stimmte diesmal (46 Prozent). Jordan Crawford versenkte schnell zwei Distanzwürfe, Paris Lee zum 19:11 und Kameron Taylor zum 26:13 trafen ebenfalls von draußen. Trainer Moors hatte bereits nach sechs Minuten zehn Spieler eingesetzt. Sein Team drückte weiter aufs Tempo und hatte nach einem Drei-Punkte-Spiel von Retin Obasohan bereits 29 Punkte nach zehn Minuten auf dem Konto.

Bamberg baut die Führung aus

Den Skyliners ging in ihrem vierten Spiel sichtlich die Puste aus, während die Bamberger Lust hatten, ihre schwache Leistung zwei Tage zuvor vergessen zu machen. Tré McLean schraubte den Vorsprung per Dreier in der 13. Minute bereits auf 15 Punkte. Fünf Minuten später markierte der auch im dritten Spiel überzeugende Kapitän Elias Harris mit einem Drei-Punkte-Spiel das 52:31. Taylor setzte mit der Sirene zum 58:36 den Schlusspunkt unter eine starke erste Hälfte (15 Assists bei nur drei Ballverlusten), in der man lediglich im Defensivrebound Schwächen zeigte, da Frankfurt siebenmal zu zweiten Wurfgelegenheiten kam.

Moors mit zweiter Hälfte unzufrieden

"Wir haben in den zwei Spielen zuvor zwei verschiedene Gesichter gezeigt, diesmal haben wir die in einem Spiel gezeigt", sagte Trainer Moors nach der Partie, denn was er in der zweiten Halbzeit von seinem Team sah, stimmte ihn nicht zufrieden. Die Hessen starteten furios. Frankfurts Dauerläufer Quantez Robertson versenkte drei Dreier in Folge, dazu nutzte Akeem Vargas drei Freiwürfe nach einem Foul im Distanzwurf. Damit war das Bamberger Polster auf 13 Zähler (61:48) geschrumpft. Moors wollte schon seine Mannen zur Auszeit rufen, doch der stark verbesserte Christian Sengfelder traf zweimal von draußen, Crawford fügte fünf Zähler dazu und Obasohan setzte nach einem Ballgewinn ein Drei-Punkte-Spiel zum 75:52 (26.) drauf.

Frankfurt hatte nun aber ins Spiel gefunden und spielte - zeitweise mit vier U21-Jungs auf dem Feld - selbstbewusst auf. So erzielte der 19-jährige Maximilian Begue bei seinem Bundesliga-Debüt vier Punkte.

Seric mit starker Leistung

Auf der Gegenseite bewies der 21-jährige Mateo Seric erneut seine Bundesliga-Tauglichkeit mit zehn Punkten und drei Rebounds. Er hielt in dieser Phase die Hessen mit fünf Punkten auf Distanz, konnte aber auch nicht verhindern, dass Frankfurt das dritte Viertel mit 30:26 für sich entschied. Nach dem zweiten Seric-Dreier zum 91:74 schien sechseinhalb Minuten vor Schluss die Messe gelesen zu sein. Das dachten wohl zumindest die Bamberger, doch die Frankfurter, bei denen alle zwölf eingesetzten Spieler punkteten, wollten sich nicht ergeben.

Frankfurt verkürzt auf neun Punkte

Nach schlechten Bamberger Entscheidungen und einigen Ballverlusten war das Brose-Polster zwei Minuten später auf zehn geschmolzen, und als Joe Rahon zum 83:92 (38.) verkürzt hatte, musste man sich sogar noch Sorgen um den Bamberger Sieg machen. "Das darf uns nicht passieren", sagte Elias Harris hinterher. "35 Minuten waren konstant und in Ordnung, dann gab es aber wieder fünf, in denen wir in eine nicht zu erklärende Hektik verfallen sind."

Sieben Bamberger punkten zweistellig

Taylor und Obasohan (jeweils mit 13 Punkten Topscorer ihrer Mannschaft) sorgten in der Schlussphase noch mit wichtigen Körben, dass Bamberg mit einem 16-Punkte-Sieg ins letzte Gruppenspiel am Montag gegen Vechta gehen kann. Zuversichtlich für das vierte Spiel binnen sieben Tagen stimmt bei den Bamberger, dass sieben Spieler zweistellig punkteten. Der bisherige Topscorer Jordan Crawford traf diesmal nur vier seiner zwölf Versuche und kam wie McLean und Sengfelder jeweils auf zwölf Zähler.