"Lernen für das Leben in ganz praktischer Art und Weise" - unter diesem Stichwort soll "Service Learning" Schülern ein praxisnahes Lernerlebnis liefern und gleichzeitig soziales Engagement fördern. Die staatliche Berufsschule III integrierte das Konzept in ihren Lehrplan. Am 28. Oktober schließlich präsentierte das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim gemeinsam mit der staatlichen Berufsschule III die Resultate ihres Service Learning-Projekts, begleitet von der Professur für Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg.

"Service Learning ist eine Lehrform, die gesellschaftliches Engagement mit fachlichem Lernen verbindet", sagt Professor Karl-Heinz Gerholz, Professur Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg. So behandelten vom 24. September 2016 bis zum 20. Februar diesen Jahres Berufsschüler mögliche Vorteile und Risiken einer Social-Media-Präsenz für das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim.

Untersucht wurden unter anderem die damit zu erreichende Zielgruppe, wann die Nutzer der Plattformen aktiv sind oder die Einhaltung welcher christlichen Werte es zu beachten gelte. Ziel war es, die Ergebnisse der Schüler im Anschluss umzusetzen. Diese fanden beispielsweise heraus, dass die Mehrheit der Twitternutzer männlich oder die beste Zeit einen Post abzusetzen, am frühen Morgen oder am späten Abend sei. Weitere Erkenntnisse brachten schließlich das Resultat: Eine Social-Media-Präsenz hätte große Vorteile für die Diakonie. Diese bezeichnet die Zusammenarbeit als "absoluten Gewinn" und wird im Oktober ihre Facebook-Seite starten. Auch im nächsten Projekt setzt das Diakonische Werk auf die Berufsschüler: Sie sollen einen möglichen Umstieg auf Elektromobilität untersuchen.