• 51-Jährige aus dem Landkreis Bamberg seit Monaten verschwunden
  • Mehrere große Suchaktionen rund um den Baggersee in Ebing
  • Polizei stößt an Bahngleisen auf Leiche: Zusammenhang vermutet
  • Obduktion soll Identität der Toten klären

Bereits seit Mai gilt eine 51-Jährige aus dem Landkreis Bamberg als vermisst. Bei einer erneuten Suche stießen Polizeibeamte am Ebinger Bahnhof nun auf eine Frauenleiche.

Update vom 23. Juni 2022: Tote Frau in Ebing gefunden - Ist es die vermisste 51-Jährige?

Beamte der Kripo Bamberg haben am Mittwochmittag (23. Juni 2022) die Leiche einer Frau in der Nähe der Bahngleise im Rattelsdorfer Gemeindeteil Ebing gefunden. Dabei handle es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die seit Mitte Mai vermisste 51-Jährige aus dem Landkreis von Bamberg. Eine rechtsmedizinische Untersuchung soll nun abschließend die Frage nach der Identität der Frau klären.

Bereits am 18. Mai 2022 hatten Angehörige die 51-Jährige als vermisst gemeldet. Die Polizei Bamberg leitete daraufhin intensive Suchmaßnahmen, insbesondere im Bereich des dortigen Baggersees ein. Bei mehreren Suchaktionen waren auch Polizeihubschrauber, Tauchergruppen der Bereitschaftspolizei sowie Suchhunde und eine Drohne im Einsatz. Dabei stießen die Einsatzkräfte aber lediglich auf das Auto der Vermissten, von ihr selbst fehlte jedoch weiterhin jede Spur.

Am Mittwoch, 22. Juni, fanden nun Beamte der Kripo Bamberg bei einer erneuten Absuche die Frauenleiche, unweit des Ebinger Bahnhofs entfernt, neben den Bahngleisen und in dichtem Wildwuchs. Nach bisherigen Erkenntnissen sei davon auszugehen, dass es sich um die Vermisste handelt, heißt es vonseiten des Polizeipräsidiums Oberfranken.

Es ergaben sich keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die rechtsmedizinische Untersuchung, die abschließend Aufschluss darüber geben soll, ob es sich tatsächlich um die Vermisste handelt, soll in der kommenden Woche stattfinden.

Update vom 16. Juni 2022: Erneute Suche nach vermisster Frau im Kreis Bamberg

Am Mittwoch (15. Juni 2022) haben die Rettungskräfte einen neuen Versuch gestartet: Seit dem Verschwinden einer 51-Jährigen gab es immer wieder Suchaktionen im Kreis Bamberg, bislang jedoch ohne Erfolg. Wie Bilder vom Einsatz zeigen, haben die Polizei, DLRG und Wasserwacht erneut den Bereich des Ebinger Sees in Rattelsdorf abgesucht. 

Wie News5 berichtet, sollen auch Leichensuchhunde zum Einsatz gekommen sein. Offenbar war die Suchaktion jedoch weiterhin erfolglos. Die Ermittlungen der Polizei dauern somit an.

Update vom 30. Mai 2022: Wo ist die 51-Jährige? Letzte große Suche im Kreis Bamberg erfolglos

Am Freitag (27. Mai 2022) lief die letzte große Suchaktion, berichtet Potzel. An dieser waren erneut Taucher beteiligt und der Suchradius um den See wurde weiter ausgeweitet. 

"Die Kriminalpolizei prüft jetzt die weiteren Suchmaßnahmen und geht den vorliegenden Hinweisen nach". Wann die nächste Suchaktion geplant ist, wisse der Polizeisprecher nicht.  Die Fahndung läuft unabhängig von der Suche parallel weiter und allen nützlichen Hinweisen geht die Polizei nach. 

Update vom 23. Mai 2022: "Keine Spur" der vermissten 51-Jährigen - Suchaktion läuft weiter

Die Frage, ob sich die Vermisste im See, im Gebiet um den See oder in einem nahegelegenen Ort befindet, konnte auch am Montag (23. Mai 2022) noch nicht geklärt werden. "Heute gibt es keine größeren Suchmaßnahmen, aber weitere Vorgehensweisen werden bereits geprüft", teilt Matthias Potzel, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken, inFranken.de mit.

"Es gibt gar nichts Neues", erklärt Potzel zum Fall der vermissten 51-Jährigen, die nun bereits seit fünf Tagen als vermisst gilt. "Es läuft auch weiterhin als Vermisstenfall", sagt der Polizeisprecher und betont, dass die Suche weiterhin aufrechterhalten werde.

Trotz vereinter Kräfte bei der Suchaktion, an der sich bisher schon über 100 Einsatzkräfte beteiligt haben, gebe es "keine Spur" der Frau, deren Auto am Ebinger See bei Rattelsdorf gefunden wurde.

Erstmeldung vom 20. Mai 2022: Polizei sucht weiterhin nach vermisster Frau am Ebinger See - "Gehen allen Spuren nach"

Insgesamt beteiligten sich an der ersten Suchaktion am Mittwoch (18. Mai 2022) etwa 100 Einsatzkräfte. Auch ein Rettungshubschrauber und Personensuchhunde waren im Einsatz, so die Polizei. Die Suche begann in den frühen Abendstunden und dauerte etwa bis Mitternacht. Sie wurde am Donnerstag (19. Mai 2022) fortgesetzt. An diesem Tag lief die Suche von etwa 9 bis 23.20 Uhr und brachte ebenfalls keine wesentlichen neuen Erkenntnisse, erklärt Herrmann. 

Zwar seien die Hunde vielfach im Einsatz gewesen - "es hat sich aber keine entscheidende Fährte ergeben, auf die wir uns hundertprozentig verlassen können", erklärt Herrmann. Denn aufgrund ihres guten Geruchssinns nähmen Hund auch durchaus ältere Fährten auf. "Wir gehen allen Spuren nach, die die Hunde aufnehmen."

Am Freitagmorgen (20. Mai 2022) um 8 Uhr startete die Suche erneut. "Heute ist auch eine Tauchergruppe aus Nürnberg mit zwei Booten und Sonar dabei, um den Boden des Sees abzusuchen." Auch auf dem Main sind die Boote unterwegs, fügt der Sprecher des Präsidiums hinzu. "Daneben ist auch eine Drohne im Einsatz."

"Wir hören nicht auf, bevor wir alles Mögliche getan haben"

Bei Vermisstensuchen komme man irgendwann an den Punkt, an dem das Gebiet "erschöpfend abgesucht" ist, so der Polizeisprecher. Dann ende zwar die Suchaktion, doch die Fahndung im Zusammenhang mit Zeugenhinweisen oder Ansatzpunkten im Umfeld der Person gehe weiter. Auch parallel laufe viel. "Es geht um Menschenleben. Wir hören nicht auf, bevor wir alles Mögliche getan haben", so Herrmann.

Aktuelle Vermisstenfälle aus Franken: 15-Jährige seit Wochen verschwunden: Polizei mit neuen Hinweisen - ist die Vermisste in Frankreich?

Vorschaubild: © Matthias Hoch/Archiv