Kübelstein/Bamberg
Spende an Malteser-Projekt

Dorfgemeinschaft spendet - um Herzenswünsche Totkranker zu erfüllen

Die Dorfgemeinschaft vom Scheßlitzer Stadtteil Kübelstein hat einen vierstelligen Betrag an ein Projekt der Bamberger Malteser gespendet. Durch die Spende können Herzenswünsche totkranker Menschen erfüllt werden.
Kübelstein: Dorfgemeinschaft spendet - um Herzenswünsche Totkranker zu erfüllen
Ein freudiger Abend in Kübelstein: Sonja Nüßlein übergibt im Namen der Dorfgemeinschaft den Spendenscheck an HWK-Projektleiterin Jutta Sendner-Rau. Daneben rechts (vordere Reihe) die Hauptinitiatoren der Spendenaktion Baptist Bäuerlein und Reinhold Nüßlein. Foto: Thomas Bäuerlein

Wie der Malteser Hilfsdienst e. V. der Erzdiözese Bamberg berichtet, erfahre sein „Herzenswunsch-Krankenwagen“ (HWK) großzügige Unterstützung aus einer Landkreisgemeinde: Nahezu die gesamte Dorfgemeinschaft von Kübelstein, einem Stadtteil von Scheßlitz, hat über eine Privatinitiative 2500 Euro an das stark nachgefragte Projekt gespendet. „Gerade in der momentanen Zeit, wo wir sehr viele Einsätze fahren und somit letzte Wünsche erfüllen, tut so eine Finanzspritze natürlich besonders gut“, freut sich HWK-Projektleiterin Jutta Sendner-Rau von den Maltesern in Bamberg.

Der Spende in vierstelliger Höhe geht eine durchaus ungewöhnliche Geschichte voraus: Alles fing damit an, dass die Ortskapelle von Kübelstein in den vergangenen drei Jahren wegen eines Schadens saniert werden musste. Der örtliche Kapellenbauverein war auch auf Spenden angewiesen, um das Großprojekt zu finanzieren. Die Kübelsteiner Baptist Bäuerlein und Reinhold Nüßlein gründeten sogar eine Privatinitiative, die über Andachten mit anschließenden Gartenfesten Geld zusammenbekam. Nach Abschluss der Renovierung und der sichergestellten Finanzierung veranstalteten die Kübelsteiner in diesem Jahr nochmal ein Gartenfest, bei dem sehr viele Spenden im Topf gelandet waren. „Wir waren einfach dankbar, dass die Finanzierung geklappt hat und die Sanierung unfallfrei abgelaufen ist. Und das wollten wir feiern“, betont Nüßlein.

Nun war die Frage, welcher soziale Zweck die Spende bekommen sollte? „Meiner Frau Sonja Nüßlein und meiner Schwägerin Marion Nüßlein ist dann der Herzenswunsch-Krankenwagen in den Sinn gekommen. Sie fanden es toll, schwerkranken Menschen noch einmal einen Wunsch zu erfüllen. Und so sind wir letztlich bei den Maltesern gelandet, die dieses Projekt wunderbar umsetzen“, erzählt Reinhold Nüßlein.

 

Der Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen erfüllt die Wünsche von unheilbar kranken Menschen, egal ob jung oder alt: noch einmal das Meer sehen, ein Konzert oder ein Fußballspiel besuchen, der Besuch einer Familienfeier. Das Fahrzeug ist ausgestattet und fachlich besetzt wie jeder andere Krankenwagen. Für den HWK sind alle Malteser ehrenamtlich unterwegs. Sie stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um Menschen ihre letzten Herzenswünsche zu erfüllen. „Die Fahrt kostet den Patienten und seiner Familie nichts. Das Projekt wird komplett aus Spenden finanziert und lebt vom Engagement der beteiligten Malteser“, betont Jutta Sendner-Rau, die ebenfalls ehrenamtlich für den HWK tätig ist.