Diese Diskussion beschäftigt die Bamberger: Wie viele Veranstaltungen verträgt die Innenstadt? Einerseits freuen sich viele Bamberger und Gäste über große Events wie die Sandkerwa, "Bamberg zaubert" oder das Blues- und Jazzfestival. Andererseits beklagen sich Anwohner über Lärmbelästigung, nächtliche Folgen und die Häufigkeit von Veranstaltungen. Auch Geschäftsleute in der Innenstadt und die Bamberger Marktkaufleute sind von den Auswirkungen der Events betroffen, positiv und negativ.

Um eine objektive Grundlage für die Diskussion zu schaffen, hat die Mediengruppe Oberfranken eine repräsentative Umfrage durchführen lassen. Beauftragt wurde das Bamberger Centrum für Empirische Studien (BACES), eine fakultätsübergreifende Einrichtung an der Otto Friedrich Universität Bamberg. Zu den Hauptaufgaben von BACES zählt die Durchführung telefonischer, schriftlicher und webbasierter Umfragen nach wissenschaftlichen Maßstäben.



"Eine wichtige Aufgabe von Medien ist es, die Öffentlichkeit objektiv aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven zu unterrichten. Daraus erwächst Glaubwürdigkeit, das höchste Gut eines Mediums", sagt Frank Förtsch, Chefredakteur der Mediengruppe Oberfranken. "Nachdem das Thema auf den unterschiedlichsten Kanälen teils sehr emotional und aus subjektiven Perspektiven beleuchtet wurde, haben wir das Bamberger Centrum für empirische Studien gebeten, ein objektives Stimmungsbild zu erstellen."

In der Umfrage wurden vom 22. April bis zum 8. Mai 1.107 Bamberger telefonisch befragt.

Demnach fühlen sich 75 Prozent durch die Veranstaltungen in der Innenstadt nicht negativ beeinträchtigt. Acht Prozent fühlen sich etwas, 3 Prozent stark und weniger als drei Prozent sehr stark negativ beeinträchtigt. 13 Prozent gaben an, dass sie sich wenig beeinträchtigt fühlten.

Auf die Frage, welche Veranstaltung abgeschafft werden sollte, antworteten sieben Prozent der Befragten mit "Public Viewing Fußball", bei den Innenstadtbewohnern 9 Prozent.

Der Aussage "Probleme in der Innenstadt gäbe es auch ohne Großveranstaltungen" stimmten 46 Prozent der Befragten voll und ganz zu, 34 Prozent stimmten eher zu, 18 Prozent eher nicht und zwei Prozent gar nicht.

Die vollständige Umfrage ist neben diesem Artikel als PDF für Sie einsehbar. 
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