• Bundestagswahl am Sonntag (26. September 2021): Vorläufiges Endergebnis steht fest - so hat Bamberg gewählt
  • Silberhorn (CSU) verteidigt Direktmandat - auch Schwarz (SPD) und Badum (Grüne) bleiben Abgeordnete 
  • "Nicht zufrieden": Wahlergebnis enttäuscht CSU-Kandidat Silberhorn
  • SPD-Kandidat Schwarz nicht unzufrieden: "Müssen schauen, wo wir hergekommen sind"
  • CSU verliert Stimmen, bleibt aber stärkste Kraft im Wahlkreis Bamberg
  • Badum am Wahlabend: "Bamberg bleibt eine grüne Hochburg" 

Bei der Bundestagswahl 2021 in Bamberg wählten die Bürger und Bürgerinnen im Wahlkreis Bamberg-Forchheim ihre*n Direktkandidat*in und mit der Zweitstimme eine Partei. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte Thomas Silberhorn (CSU) mit über 20 Prozent Vorsprung das Direktmandat geholt.

Bundestagswahl 2021 in Bamberg: Das sind die Ergebnisse im Wahlkreis 236 (fortlaufend aktualisiert)

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die CSU im Wahlkreis Bamberg-Forchheim stets das Direktmandat erlangen können. Bei der Bundestagswahl 2017 gewann Thomas Silberhorn (CSU) mit 42,1 Prozent vor Andreas Schwarz (SPD) mit 20,4 Prozent. Die Grünen-Kandidatin Lisa Badum erreichte am Ende 9,2 Prozent der Stimmen. Alle Bamberger Kandidaten und ihre Ziele findet ihr in diesem Artikel. 

Wahlkreis Bamberg 2021 Ergebnisse Erst- und Zweitstimmen

Wahlkreis Bamberg 2017 - Ergebnisse Erststimmen

Spannend wie lange nicht mehr: Wer hat die Bundestagswahl 2021 gewonnen? Hier findest du die aktuellen Hochrechnungen und Ergebnisse bundesweit. 

Wahlkreis Bamberg 2017 - Ergebnisse Zweitstimmen

Live-Ticker aus Bamberg zur Bundestagswahl 2021: So lief die Wahl

Montag, 27.09.2021

+++ 15.20 Uhr: Dank Landesliste - Schwarz und Badum bleiben Bundestagsabgeordnete 

Bei der Bundestagswahl musste die CSU auch im Wahlkreis Bamberg Einbußen verkraften. Direktkandidat Thomas Silberhorn zeigte sich ob des Wahlergebnisses enttäuscht. Sein Direktmandat konnte der 52-Jährige aber trotzdem verteidigen. 

Auch Silberhorns Mitbewerber Andreas Schwarz (SPD) und Lisa Badum (Grüne) bleiben Bundestagsabgeordnete für die Region Bamberg-Forchheim. Beide wurden aufgrund ihres hohen Rangs in den Landeslisten ihrer Parteien erneut in den Deutschen Bundestag gewählt.

+++ 11.05 Uhr: Wahlkreis Bamberg - vorläufiges Endergebnis der Bundestagswahl 

Im Wahlkreis Bamberg steht inzwischen das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl 2021 fest. 81 Prozent der Wahlberechtigten in der Region Bamberg-Forchheim gaben am Sonntag ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung ist damit etwas höher als vor vier Jahren. Bei der Bundestagswahl 2017 betrug sie 80,08 Prozent. 

Gewählter Wahlkreisbewerber ist laut Angaben der Stadt Bamberg Thomas Silberhorn. Der CSU-Kandidat, der für die Region Bamberg-Forchheim seit 2002 im Berliner Bundestag sitzt, konnte sein Direktmandat verteidigen. Der 52-Jährige galt zuvor bereits in Wahlkreisprognosen als klarer Favorit. Mit der Wiederwahl Silberhorns bleibt es dabei, dass der Wahlkreis Bamberg bei sämtlichen bisherigen Bundestagswahlen von der CSU gewonnen wurde.

Für die Christsozialen bleibt dennoch ein Wehrmutstropfen: Mit seinem erreichten Erststimmenanteil von 37 Prozent hat Silberhorn im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl deutlich verloren. 2017 hatte der CSU-Politiker noch 42,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler in der Region von sich überzeugen können. 

SPD-Direktkandidat Andreas Schwarz landet - wie zuvor schon bei der Bundestagswahl 2017 – auf dem zweiten Platz. Der 56-Jährige, der dem Bundestag seit 2013 angehört, erreichte 19 Prozent der Wählerstimmen. Schwarz muss damit leichte Verluste gegenüber der letzten Wahl hinnehmen. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2017 entschieden sich 20,4 Prozent der Wahlberichtigten im Wahlkreis Bamberg für den SPD-Abgeordneten. 

Rang 3 in der Region geht an die Grünen. Deren Direktkandidatin Lisa Badum erreichte ein Ergebnis von 15,4 Prozent – im Vergleich zur vorherigen Bundestagswahl ein deutliches Plus. 2017 hatte der Erststimmenanteil der Grünen in der Region noch 9,2 Prozent betragen. Die 37-Jährige erzielte mit ihrem Resultat (+6,2) damit die größten Zuwächse aller Bundestagskandidaten des Wahlkreises. 

Die AfD hat dagegen leichte Verluste zu verkraften. Gewann die Partei mit ihrem damaligen Kandidaten Jan Schiffers 2017 noch 11,5 Prozent, schafft sie es dieses Mal auf 9 Prozent. AfD-Direktkandidat Michael Weiß (52) erringt mit diesem Ergebnis den vierten Platz im Wahlkreis Bamberg.

Platz 5 geht an die FDP und ihren Bundestagskandidaten Sven Bachmann. Dem 46-Jährigen gelang es, 6,6 Prozent der Wahlberechtigten in der Region von sich zu überzeugen. Bachmanns Parteifreund Sebastian Körber gewann vor vier Jahren 6,5 Prozent für seine Partei. 

Der Direktkandidat der Freien Wähler, Jens Herzog, schaffte es mit einem Wahlergebnis von 5,9 Prozent auf den sechsten Rang. Der 38-Jährige gewann für seine Partei damit deutlich Wählerstimmen hinzu. Bei der Wahl 2017 betrug der Erststimmenanteil der Freien Wähler lediglich 2,9 Prozent. 

Jan Jaegers (Die Linke) konnte 2,5 Prozent der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger von sich und seinem Parteiprogramm überzeugen. Gleichwohl fielen bei der letzten Bundestagswahl im Wahlkreis Bamberg noch 5,2 Prozent der Erststimmen auf die Linke. Mit dem aktuellen Resultat erreicht der 26-Jährige aber immerhin Platz 7 in der Region.

Sabine Wezel (dieBasis) und Paul Mari (Die PARTEI) erzielten mit ihren jeweiligen Wahlergebnissen von 1,6 beziehungsweise 1,1 Prozent Achtungserfolge. Alle weiteren der insgesamt 14 Direktkandidaten des Wahlkreises Bamberg-Forchheim blieben unter einem Erststimmenanteil von einem Prozent. 

Sonntag, 26.09.2021

+++ 22.35 Uhr: Erststimmen im Wahlkreis Bamberg - vorläufiges Wahlergebnis steht fest

Für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Bamberg steht am späten Sonntagabend ein vorläufiges Wahlergebnis fest (ausgezählte Gebiete: 332 von 332, 26.09.2021, 22:17:11; Quelle: btw2021.bamberg.de). 

CSU-Kandidat Thomas Silberhorn verteidigt demnach sein Direktmandat. Der 52-Jährige gewinnt nach derzeitigem Stand den Wahlkreis mit einem Stimmenanteil von 37 Prozent. Auf Platz 2 landet wie bei der vergangenen Bundestagswahl Andreas Schwarz von der SPD. Der 56-Jährige beansprucht 19 Prozent der Zweitstimmen. Grünen-Kandidatin Lisa Badum erreicht mit 15,4 Prozent den dritten Rang. 

Michael Weiß von der AfD (9 Prozent) landet auf dem vierten Platz. FDP-Bewerber Sven Bachmann (Platz 5) schafft es auf 6,6 Prozent. Knapp dahinter landet Jens Herzog von den Freien Wählern, der 5,9 Prozent der Erststimmen für sich gewinnt (Platz 6). 

Eine ausführliche Präsentation der Wahlergebnisse der Erst- und Zweitstimmen im Wahlkreis Bamberg folgt. 

+++ 21.27 Uhr: Badum nach ersten Hochrechnungen sicher: "Bamberg bleibt grüne Hochburg"

Die Grünen kommen laut einer Hochrechnung des ZDF von 20.30 Uhr auf einen Zweitstimmenanteil von 13,8 Prozent. Dies würde für die Partei einen Zugewinn von 4,9 Prozent. So mancher Parteifan hatte sich gleichwohl im Vorfeld der Bundestagswahl gewiss mehr Zuspruch erhofft.  "Das ist das beste Ergebnis, das wir bei einer Bundestagswahl je hatten", sagt Lisa Badum, Grünen-Kandidatin im Wahlkreis Bamberg, am Sonntagabend inFranken.de. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt indes auch ihr zufolge. "Aber natürlich hätten wir am liebsten ein noch stärkeres Zweitstimmen-Ergebnis - für ein Klimamandat - bekommen."

In Bezug auf ihr vorläufiges persönliches Wahlresultat zeigt sich die gebürtige Forchheimerin zufrieden. "Grob lässt sich schon jetzt sagen: Bamberg bleibt eine grüne Hochburg." Mit den bislang eingegangen Erststimmen-Ergebnissen sei sie "sehr zufrieden", erklärt Badum. Ihr eigenes Resultat bezeichnet die Grünen-Abgeordnete, die seit 2017 im Bundestag sitzt, als "sehr positiv". 

+++ 20.56 Uhr: Silberhorn: CSU habe stärker als andere Parteien unter Corona gelitten

CSU-Direktkandidat Thomas Silberhorn hat auf die massiven Stimmenverluste der Union bei der Bundestagswahl zurückhaltend, aber doch merklich enttäuscht reagiert. Zwar bilde die CSU weiterhin die stärkste Kraft in Bayern - "aber insgesamt können wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein", sagt Silberhorn am Sonntagabend inFranken.de. "Wir sind diesbezüglich sicher unter unseren Möglichkeiten geblieben."

Gänzlich überraschend kam die Wahlschlappe seiner Union aber offenbar nicht. "Es ist das erwartete Wimpernschlagfinale eingetreten", hält der 52-Jährige fest. Wie es für die Parteien in Berlin weitergeht, ist demnach zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen. "Wer jetzt mit wem Gespräche führt, muss erst noch sondiert werden."

Dennoch stellt sich für viele CSU-Anhänger gewiss die Frage: Wäre ein Kanzlerkandidat Söder am Ende für die Union nicht doch besser gewesen? "Wir sind sicherlich später als andere Parteien in den Wahlkampf gestartet", konstatiert Silberhorn - etwas ausweichend. Die Debatte über die Kanzlerkandidatur habe den beiden Schwesterparteien Zeit gekostet. Von einer Diskussion, ob man mit Armin Laschet schlussendlich auf das falsche Pferd gesetzt hat, hält der langjährige Bundestagsabgeordnete für die Region Bamberg-Forchheim gleichwohl nichts.

"Es ist eine klare Entscheidung getroffen." Diese Entscheidung nachträglich infrage zu stellen, sei letzten Endes nicht zielführend. Mit Blick auf den unionsintern nicht unumstrittenen Spitzenkandidaten Laschet erklärt Silberhorn lakonisch: "Ich beteilige mich nicht an Schuldzuweisungen."

Für die Verluste seiner CSU macht Bambergs Direktkandidat zugleich einen anderen Umstand aus. "Wir haben mehr als andere Parteien unter den Corona-Einschränkungen gelitten", erklärt Silberhorn. Aufgrund der pandemiebedingt vielfach ausgefallen Volksfeste, Kirchweihen und anderer Veranstaltungen habe die Nähe zum Bürger mitunter nicht richtig gepflegt werden können, argumentiert der CSU-Abgeordnete. "Das war eineinhalb Jahre nicht möglich."

Um seine persönliche politische Zukunft muss sich Silberhorn dagegen ersten Ergebnisse zufolge höchstwahrscheinlich keine allzu großen Sorgen machen. Auch wenn es vermutlich noch ein paar Stunden dauern wird, bis das endgültige Erststimmen-Wahlergebnis des Wahlkreises Bamberg-Forchheim feststeht, strahlt Silberhorn durchaus Zuversicht aus. "Es zeichnet sich ab, dass ich wieder das Direktmandat gewonnen habe. Ich werde meine Arbeit für den Wahlkreis Bamberg-Forchheim auf jeden Fall mit Elan fortsetzen - sei es erneut auf Regierungsseite oder auf der Oppositionsbank."

+++ 19.30 Uhr: CSU stärkste Partei in Bamberg

In den ersten lokalen Hochrechnungen für Bamberg führt die CSU bei den Erst- und Zweitstimmen. Im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl muss die CSU laut den bisherigen Zahlen allerdings erhebliche Einbußen verkraften. Im Jahr 2017 hatte die CSU noch 42,1 Prozent bei den Erstimmen sowie 38,9 Prozent bei den Zweitstimmen erringen können, in den aktuellen Hochrechnungen liegt sie erheblich darunter (siehe Grafik oben).

+++ 18.43 Uhr: Aktuelle Zahlen - SPD und CDU/CSU bundesweit gleichauf 

Gegenüber inFranken.de zeigt sich Bambergs Bundestags-Direktkandidat Andreas Schwarz in einer ersten Reaktion trotzdem nicht unzufrieden. "Wir müssen schauen, wo wir hergekommen sind. Wir als SPD lagen da bei 20 Prozent", betont der 56-Jährige. "Jetzt haben wir 25 Prozent erreicht – genau wie die Union." Der Wahlabend sei außerdem noch lang.

+++ 18.19 Uhr: Erste Hochrechnungen - Verhaltene Reaktionen bei SPD

Bei der Bekanntgabe des vorläufigen Bundestagswahl-Ergebnisses anhand der Prognose herrscht im SPD-Bürgerbüro in der Bamberger Luitpoldstraße vergleichsweise verhaltene Begeisterung. Zwar können die Sozialdemokraten im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 deutlich Zuwächse für sich verbuchen - alles in allem hat sich das Bamberger Team aber wohl insgeheim einen größeren Vorsprung zu CDU und CSU erhofft. 

+++ 17.50 Uhr: Nervosität bei SPD

Nur kurz vor der ersten bundesweiten Zweitstimmen-Prognose macht sich durchaus auch bei der Bamberger SPD ein wenig Nervosität breit. Im Innenhof vor dem Wahlbüro in der Luitpoldstraße fiebern die Sozialdemokraten dem vorläufigen Ergebnis entgegen. "Die Erwartungshaltung ist die, dass wir hoffen, dass sich das Stimmungsbild, dass wir in den letzten Wochen an den Wahlständen erlebt haben, bewahrheitet", sagt SPD-Direktkandidat Andreas Schwarz inFranken.de

+++ 17.40 Uhr: Grünen-Wahlparty im Bamberger Bootshaus

Im Bamberger Bootshaus steigt am frühen Sonntagabend die Spannung. Nach und nach finden sich immer mehr Mitglieder, Sympathisanten und Wahlhelfer der Grünen dort ein. Auch die Direktkandidatin der Partei im Wahlkreis Bamberg, Lisa Badum, stößt knapp eine Dreiviertelstunde vor der ersten Prognose zur Bundestagswahl in der altehrwürdigen Gaststätte an der Regnitz dazu. Die 37-Jährige sitzt seit 2017 für die Region Bamberg-Forchheim im Berliner Bundestag. Geht es nach ihr, soll die vergangene Legislaturperiode nicht ihre letzte gewesen sein. Dank ihres guten Listenplatzes hat Badum auch realistische Chancen, erneut in das Parlament einzuziehen. 

+++ 16.47 Uhr: Bundestagswahl - In Bamberg zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab

Das Ergebnis der Bundestagswahl wird mit Spannung erwartet. Die rund 60.000 Wahllokale in Deutschland haben seit 8 Uhr geöffnet. Nach derzeitigem Stand zeichnet sich bundesweit eine hohe Wahlbeteiligung an der Bundestagswahl ab. Dies ist auch in Bamberg der Fall. Die Stadt hat am Sonntagnachmittag einen entsprechenden Zwischenstand mitgeteilt. Demnach liegt die Wahlbeteiligung im Stadtgebiet aktuell bei rund 74,3 Prozent (Stand: 15 Uhr) - in dieser Zahl seien sowohl Urnenwähler als auch Briefwähler eingerechnet. Zu beachten ist laut Bambergs Pressesprecher Steffen Schützwohl hierbei, dass die tatsächliche Zahl der Briefwähler noch abnehmen kann.

Der Grund: Die bisherige Briefwähler-Anzahl orientierte sich an den ausgegebenen Wahlunterlagen. "Wir werden aber erfahrungsgemäß keine hundertprozentige Rücklaufquote haben", erläutert Schützwohl inFranken.de die Sachlage. Aus diesem Grund könne letztlich auch die Wahlbeteiligung insgesamt noch leicht sinken. "Fest steht aber schon jetzt, dass sich in Bamberg eine hohe Wahlbeteiligung abzeichnet", berichtet Schützwohl.

Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2013 betrug die Wahlbeteiligung in der kreisfreien Stadt Bamberg bei 76,02 Prozent. Im gesamten Wahlkreis Bamberg-Forchheim lag die Quote seinerzeit bei 79,57 Prozent.

In Sachen Briefwahl verzeichnet Bamberg 2021 derweil einen neuen Rekord. Von den 54.900 Wahlberechtigten in der Domstadt gab laut vorläufigen Angaben etwa die Hälfte ihre Stimme per Brief ab.

+++ 15.03 Uhr: Security-Kräfte vor Wahllokalen im Raum Bamberg-Forchheim - das ist der Grund

Im Wahlkreis Bamberg-Forchheim bot sich vielen Wählerinnen und Wählern am Sonntag ein ungewohntes Bild: Vor den Wahllokalen der Region zeigten vielerorts Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten Präsenz. inFranken.de hat sich bei der Stadt Bamberg nach dem Grund der Security-Einsätze erkundigt.

"Das hat mit dem Hygienekonzept zu tun", erklärt Bambergs Pressesprecher Steffen Schützwohl. Im Blickpunkt steht demnach insbesondere die Menschenanzahl im Innern des Wahllokals. "Es sollen sich möglichst nur so viele Wählerinnen und Wähler dort aufhalten, wie es Wahlkabinen gibt." Darüber hinaus weisen die Sicherheitskräfte die Bürgerinnen und Bürger vor Betreten des Wahllokals auf die im Innern geltende Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-Maske) hin. Der Pressesprecher der Stadt hat am Mittag diesbezüglich mit dem Wahlamt Kontakt aufgenommen. Vorläufiges Fazit: "Bislang sind keinerlei Störungen oder Auffälligkeiten festzustellen", konstatiert Schützwohl.

Das in Hinblick auf die Corona-Pandemie entwickelte Schutz- und Hygienekonzept sieht laut Angaben der Stadt Bamberg zudem einen Mindestabstand von 1,5 Metern im Wartebereich vor den Wahllokalen. Die Wählerinnen und Wähler könnten ferner auch eigene Schreibstifte bei der Stimmabgabe im Wahllokal verwenden - allerdings keine Bleistifte. Die 3G-Regel gilt in Wahllokalen indes nicht. Der Nürnberger Wahlbeauftragte hatte sich im Vorfeld gegen entsprechende 3G-Fake-News gewehrt.

+++ 14.38 Uhr: Wahlkampf-Abschluss - Infostände der Parteien prägen Straßenbild in Bambergs Zentrum

Der Wahlkreis 236 ist einer von 16 Bundestagswahlkreisen in Franken. Bei der diesjährigen Wahl stehen im Wahlkreis der Region Bamberg-Forchheim 14 Direktkandidaten zur Auswahl. Kurz vor der für Deutschland als richtungsweisend geltenden Bundestagswahl mobilisierten die regionalen Wahlkampfteams noch einmal alle Kräfte. Am Samstag (25. September 2021) prägten dementsprechend die Infostände der Parteien das Straßenbild in der Bamberger Innenstadt.

Zwischen Grünem Markt, Maxplatz und Kettenbrücke warben die Politiker und ihre Mitstreiter bei spätsommerlichen Temperaturen die Wahlberechtigten um Ihr Vertrauen. Vertreter von CSU, SPD, Grünen, FDP, AfD, MLPD, dieBasis und Co. gaben auf den sprichwörtlich letzten Metern vor der Bundestagswahl noch einmal alles. 

+++ 13.55 Uhr: SPD-Kandidat Schwarz ruft zur Stimmabgabe auf: "Bitte gehen Sie wählen!"  

Andreas Schwarz, der Direktkandidat der SPD im Wahlkreis Bamberg, hat am Sonntag noch einmal kräftig die Werbetrommel für seinen Parteifreund Olaf Scholz gerührt. Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten darf auf ein gutes Ergebnis seiner Partei hoffen. In den letzten Meinungsumfragen vor der Wahl lag Scholz‘ SPD knapp vor der Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU).

Der in Strullendorf (Landkreis Bamberg) aufgewachsene Schwarz appelliert derweil auf seiner Facebook-Seite: "Heute ist Wahltag. Bitte gehen Sie wählen!" Seine eigene Partei sieht er mit Blick auf eine mögliche Führungsrolle innerhalb der neuen Bundesregierung thematisch und personell gut aufgestellt. "Wir als SPD haben Ideen für unser Land und wir haben Olaf Scholz: Vom ersten Tag an wird er als Kanzler unser Land zukunftssicher machen - innerhalb eines starken Europas", zeigt sich Schwarz überzeugt.

Scholz bewirbt sich im Wahlkreis Potsdam um ein Direktmandat. Das Brisante: Im selben Wahlkreis buhlt auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock als Direktkandidatin um die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Dass zwei Kanzlerkandidaten im selben Wahlkreis antreten, stellt in der Geschichte der Bundestagswahl ein absolutes Novum dar.

+++ 13.29 Uhr: Silberhorn und Huml bei Wahlkampf-Endspurt in Bamberger Innenstadt

CSU-Direktkandidat Thomas Silberhorn sitzt für die Region Bamberg-Forchheim schon seit 2002 im Deutschen Bundestag. Auch wenn die Verteidigung seines Direktmandats als vergleichsweise sicher gilt, ist die Bundestagswahl und der damit verbundene Wahlkampf für den 52-Jährige keineswegs Routine, sagt er am Vortag der Wahl inFranken.de. "Es ist immer wieder neu. Die Bürger und Bürgerinnen wollen bei jeder Wahl neu überzeugt werden."

Der Hauptunterschied zu den vergangenen Bundestagswahlen: "Dieses Mal ist es besonders spannend." Sein Credo im Wahlkampf. "Meine Parole an die Mitstreiter war: Wer noch Luft hat, der kann noch laufen. Wir laufen bis zur letzten Minute."

"Es ist wichtig, um jede Stimme, um jedes Vertrauen der Bürger zu kämpfen", ergänzt Staatsministerin Melanie Huml, die wie ihr Parteifreund Silberhorn am Samstag (25. September 2021) am Stand der CSU in der Bamberger Innenstadt persönlich zugegen war. Laut der gebürtigen Bambergerin gelte es, bis zum letzten Augenblick präsent zu bleiben - "damit wir auch wieder die Direktmandate erlangen."

Ihrer Erfahrung zufolge seien die Menschen auch einem Tag vor der Wahl mitunter noch unentschieden. "Viele hatten ihre Briefwahlunterlagen zwar schon seit Tagen oder Wochen zu Hause. Aber abgegeben haben sie sie zum Teil erst heute." Das Ergebnis der Wahl erwarte auch sie mit Spannung, erklärt Huml.

"Angeblich sind ja 30 Prozent der Wählerschaft noch unentschlossen", sagt Thomas Silberhorn. Ihm zufolge könne man daher eins sagen: "Die Unentschlossen entscheiden diese Wahl."

+++ 12.00 Uhr: Grünen-Kandidatin Badum nennt "Highlight" ihres Wahlkampfes

Grünen-Kandidatin Lisa Badum hat am Sonntagvormittag in ihrem Wahllokal in der Forchheimer Annaschule vor Ort gewählt - anders als ihre Kollegen von CSU und SPD, die ihre Stimme per Briefwahl abgaben. "Wählen am Wahltag ist für mich der Königsweg. Ich bin persönlich hier. Das ist ein erhebenderes Gefühl als das Ausfüllen der Wahlunterlagen zu Hause", erklärt sie kurz nach ihrer Stimmabgabe inFranken.de

Hinter der 37-Jährigen liegt - wie bei den meisten ihrer Mitbewerber - ein langer, mitunter kräftezehrender Wahlkampf. Am Tag der Wahl überwiegt für Badum indes Freude und Erleichterung. "Ich freue mich in erster Linie. Mein Team und ich haben alles gegeben. Jetzt können wir nur noch abwarten." Zugleich verspürt die Bundestagsabgeordnete für die Region Bamberg-Forchheim "auch ein erleichterndes Gefühl heute". 

Wie viele Wahlkampfauftritte Badum insgesamt absolviert hat, müsse sie selbst noch nachschauen, berichtet sie. "Die genauen Zahlen wollte ich heute noch zusammenschreiben. Wir haben auf jeden Fall an 6000 Türen geklingelt." Geholfen haben der Grünen-Politikerin dabei rund 150 Freiwillige. Als Highlight ihres Bundestagswahlkampfes bezeichnet Badum den Aufritt von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auf dem Bamberger Maxplatz im August.

+++ 08.15 Uhr: Wann liegen die ersten Ergebnisse im Wahlkreis Bamberg vor? Stadtsprecher erklärt Ablauf

Für die heutige Bundestagswahl hat die Stadt Bamberg 33 Wahllokale im Stadtgebiet eingerichtet. Hinzu kommen zahlreiche Briefwahllokale. Hinsichtlich der Briefwahl verzeichnete das Wahlamt bereits gut eineinhalb Wochen vor der Wahl einen neuen Rekord. Noch nie stimmten in Bamberg so viele Wählerinnen und Wähler per Brief ab wie in diesem Jahr.  

inFranken.de hält euch bezüglich der Ergebnisse im Wahlkreis Bamberg-Forchheim heute den ganzen Tag in diesem Live-Ticker auf dem Laufenden. Die Wahllokale schließen am Wahlabend um 18 Uhr. "Nach etwa einer halben Stunde liegen die ersten Auszählungen vor", erklärte Steffen Schützwohl, Pressesprecher der Stadt Bamberg, inFranken.de

Welcher Kandidat gewinnt im Wahlkreis 236 das Direktmandat? Welche Partei fährt die meisten Zweitstimmen ein? Sämtliche Hochrechnungen, Ergebnisse und Reaktionen findet ihr in diesem Live-Ticker.

Samstag, 25.09.2021

+++ 10.45 Uhr: Silberhorn und Schwarz nutzen Briefwahl - Badum wählt vor Ort

Der Wahlkampf der Parteien zur Bundestagswahl 2021 befindet sich auf der Zielgeraden. Am morgigen Sonntag (26. September 2021) wird endlich gewählt. Die Ergebnisse stehen in Kürze fest. Der Wahlabend verspricht, spannend wie lange nicht mehr zu werden. Im Wahlkreis Bamberg kämpfen insbesondere die Spitzenkandidaten der drei großen Parteien – CSU, SPD und Grüne – um den unmittelbaren Einzug in den Deutschen Bundestag in Berlin. 

Der seit 1949 existierende Bundestagswahlkreis Bamberg (Wahlkreis 236) wurde bei sämtlichen bisherigen Bundestagswahlen vom jeweiligen Direktkandidat der Christsozialen gewonnen. Der CSU-Politiker Thomas Silberhorn gehört dem Deutschen Bundestag seit 2002 an. Bei der Bundestagswahl 2017 fielen 42,1 Prozent der Erststimmen auf ihn. Andreas Schwarz (SPD) und Lisa Badum (Grüne) schafften es indes über die Landeslisten ihrer Parteien in das Parlament.

Während Badum am morgigen Sonntag in ihrem Heimatort Forchheim vor Ort wählen wird, haben ihre beiden Mitbewerber ihre Stimmen bereits abgegeben - per Briefwahl. So hat Thomas Silberhorn seine Briefwahlunterlagen schon Ende August am Rathaus Hirschaid aufgegeben. 

Andreas Schwarz hat bei der diesjährigen Bundestagswahl ebenfalls bereits per Brief abgestimmt.

Auch viele Bürgerinnen und Bürger taten es dem SPD-Angeordneten gleich. Viele deutsche Städte und Gemeinden verzeichnen in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung in Sachen Briefwahl. Auch in Bamberg gingen rund anderthalb Wochen vor der Wahl im Wahlamt der Stadt so viele Anträge ein wie nie zuvor.

Freitag, 24.09.2021

+++ 17.10 Uhr: Stadt Bamberg weist auf Hygienekonzept in Wahllokalen hin

Die Stadt Bamberg weist darauf hin, dass aufgrund der nach wie vor bestehenden Corona-Pandemie alle Wahllokale einem Schutz- und Hygienekonzept unterliegen und vor Beginn der Wahlhandlung durch den Wahlvorstand entsprechend vorbereitet werden. Die 3G-Regel gelte in Wahllokalen nicht. Während des Aufenthaltes im Wahllokal gelte grundsätzlich Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-Maske). Vom Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung befreite Personen hätten dies durch ein schriftliches Attest nachzuweisen. In regelmäßigen Abständen würden die Wahllokale gelüftet und alle benutzten Oberflächen sowie Schreibmaterialien werden durch den Wahlvorstand regelmäßig desinfiziert.

Zudem sei es für Wählerinnen und Wähler möglich, eigene Schreibstifte bei der Stimmabgabe im Wahllokal zu verwenden, jedoch keine Bleistifte. Bei den Wahllokaleingängen stünden Desinfektionsmittelspender bereit. Es sollten sich nach Möglichkeit nur so viele Wählende im Wahllokal aufhalten, wie Plätze zur Stimmabgabe vorhanden seien. Der Mindestabstand von 1,5 Metern solle auch im Wartebereich vor den Wahllokalen stets eingehalten werden. Die Auszählung der Briefwahl findet wie gewohnt in der Graf-Stauffenberg-Schule, Kloster-Langheim-Straße 11, 96052 Bamberg, statt. Das Schutz- und Hygienekonzept gelte auch für die Briefwahlvorstände sowie für alle, die der Auszählung beiwohnen möchten. 

+++ 15.58 Uhr: 117.000 Wahlberechtigte für die Bundestagswahl im Landkreis Bamberg 

Am kommenden Sonntag sind über 117.000 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bamberg aufgerufen, sich an der Bundestagswahl 2021 zu beteiligen. Der Landkreis Bamberg ist in zwei Wahlkreise aufgeteilt. Zum einen in den Wahlkreis Kulmbach (Wahlkreis 240). Hierzu gehören neben den Landkreisen Kulmbach und Lichtenfels auch die Verwaltungsgemeinschaften Baunach und Steinfeld die Gemeinden Bischberg, Breitengüßbach, Gundelsheim, Heiligenstadt i. OFr., Kemmern, Litzendorf, Memmelsdorf, Oberhaid sowie Rattelsdorf, Scheßlitz, Viereth-Trunstadt und Zapfendorf. Hier wählen rund 57.000 Landkreisbürgerinnen und -bürger, wie das Landratsamt mitteilt.

Knapp 60.000 Wahlberechtigten des Landkreises Bamberg gehören zum Wahlkreis Bamberg (Wahlkreis 236). Dieser umfasst zusätzlich zur Stadt Bamberg und Teilen des Landkreises Forchheim auch die Verwaltungsgemeinschaften Lisberg, Ebrach und Burgebrach sowie die Gemeinden Altendorf, Buttenheim, Frensdorf, Hallstadt, Hirschaid, Pettstadt, Pommersfelden, Schlüsselfeld, Stegaurach, Strullendorf und Walsdorf. Das endgültige Wahlergebnis stelle der Kreiswahlausschuss des Wahlkreises 236 Bamberg am 29. September 2021 bzw. der Kreiswahlausschuss des Wahlkreises 240 Kulmbach am 30. September 2021 fest.

Vorschaubild: © Ralf Welz / inFranken.de