"Malen ist mein liebstes Hobby," sagt die zehnjährige Melissa, als sie sich beim Jugendrotkreuz und auch bei der Wasserwacht schminken lässt. Und ihr ein Jahr älterer Bruder Jakob überzeugt beim Tag der Jugend auf der Kettenbrücke mit seinem Talent auf der Slack-Line der Naturschutzjugend. "Es kostet heute gar nichts, mit der Wasserwacht auf der Regnitz zu fahren!", machen sich zwei Jungs mit ihre Mutter auf den Weg zur Anlegestelle am RMD-Kanal, nachdem sie zuvor bereits mit der Übungsspritze bei der Jugendfeuerwehr für reichlich Abkühlung gesorgt hatten.

Konzentration ist gefragt

Beim Organisator, dem Stadtjugendring Bamberg (SJR), zahlt sich Wurfgenauigkeit aus, und das Angeln bei den Sportfischern verlangt ebenfalls höchste Konzentration. Große technische Fertigkeiten sind bei den Rugby-Spielern des FC Eintracht erforderlich, während beim Turnangebot der TSG immer die notwendige Hilfestellung gegeben wird. "Die praktischen Dinge, die Jugendliche für die Arbeit beim Technischen Hilfswerk brauchen, lernen unsere Schützlinge ganz schnell. Da hat keiner mehr ein Problem, einen Nagel ins Holz zu schlagen", erklärt Petra Lang am Stand der THW-Jugend.

Stefan Lang, stellvertretender Vorsitzender des SJR, stellt fest, dass an diesem Samstag wieder enorm viele junge Menschen die Angebote eines großen Ausschnittes der Bamberger Jugendarbeit wahrnehmen. Neben dem Jugendmigrationsdienst, bei dem man beim Einbürgerungstest an Grenzen stößt, verlangen die Pfadfinderorganisationen bei anspruchsvollen Geschicklichkeitsspielen den Kindern alles ab. Die Footballer der Phantoms üben beim Nachbarn SC 1868 die Strategien des Schachspiels. Und bei der Schützenjugend kann man mit einem Blasrohr ins Schwarze treffen.

"Gut aufgehoben und willkommen"

Hanne Engert-Alt und Richard Röckelein vom Stadtjugendring müssen Höchstleistung erbringen, um die zahlreichen Urkunden und Jojos, Fahrradklingeln und Sprungseile als Belohnung an die Jugendlichen zu verteilen. "Die beteiligten Ehrenamtlichen sind Vorbilder, die mit ihrem Engagement unsere Gesellschaft stärken", betont SJR-Vorsitzende Michaela Rügheimer. Die Jugendleiter seien hervorragend ausgebildet und würden bis zu drei Mal die Woche Gruppenstunden oder Trainingseinheiten sowie Wochenendveranstaltungen oder Projekte leiten. Rügheimer: "Die Vielfalt der Jugendarbeit in Bamberg ist beeindruckend, das hat der Tag der Jugend auf der Kettenbrücke nachdrücklich bewiesen. In den Vereinen und Verbänden sind alle Kinder und Jugendlichen gut aufgehoben und herzlich willkommen."