Nahverkehr-Streik trifft Bamberg: Notfall-Fahrplan teilweise ausgesetzt

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Nach der gescheiterten zweiten Verhandlungsrunde ruft die Gewerkschaft Verdi zu neuen Warnstreiks im Nahverkehr auf. Wann und wo Pendler betroffen sein werden.

Die Arbeitsniederlegungen im bayerischen öffentlichen Nahverkehr setzen sich auch während der Faschingsferien fort. In Bamberg hat die Gewerkschaft Verdi die Angestellten für Dienstag (17. Februar 2026) und Mittwoch (18. Februar 2026) dazu aufgerufen, ihre Arbeit ruhen zu lassen. Zudem erscheint es wahrscheinlich, dass es auch in anderen Städten zu weiteren Aktionen kommen wird.

In einem solchen Fall plant Verdi, rechtzeitig zu informieren. Seit 6.00 Uhr am Dienstag blieben die Busse in der oberfränkischen Stadt im Depot, sagte ein Sprecher der Stadtwerke. Mithilfe eines privaten Busunternehmen hätten die Stadtwerke einen Notfahrplan für die Linien 935 bis 938 eingerichtet, die von 6.00 bis 20.00 Uhr stündlich vom ZOB abfahren sollen.

Update vom 17.02.2026: Warnstreik in Bamberg am Faschingsdienstag: Bus-Notfahrplan "stabil"

Dieser laufe stabil, sagte ein Sprecher der Stadtwerke am Morgen. Allerdings müssten Fahrgäste mehr Zeit einplanen. Die Busse seien vor allem für diejenigen gedacht, die nicht auf andere Weise zur Arbeit oder zur Universität gelangen könnten.

Schwierig wird es am Nachmittag, wenn der Faschingsumzug durch die Stadt zieht: Zwischen 13.00 und 16.00 Uhr ruht der Busverkehr deshalb komplett. Am Mittwoch fahren die Ersatzbusse dann durchgängig zwischen 6.00 und 20.00 Uhr im Stundentakt.

Verdi begründete den Warnstreik während der Ferien mit Rücksicht auf die Fahrgäste. Besonders der Schülerverkehr sei dadurch nicht beeinträchtigt. Ende der vergangenen Woche war die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den bayerischen Nahverkehr ohne Ergebnis beendet worden.

Aktion während der Ferien soll Schüler schonen

Damals hieß es: "Die Warnstreiks müssen bis zum nächsten Verhandlungstermin am 9. März ausgeweitet werden." Dies gelte ausdrücklich auch für die Regionen außerhalb der Ballungszentren. Seit Anfang Februar hatte die Gewerkschaft bereits in mehreren Städten zu Warnstreiks aufgerufen. Verdi kritisiert Stillstand Verdi spricht von "Stillstand" bei den Verhandlungen. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern unterstrich hingegen, dass er weiterhin mit der Gewerkschaft an einer Lösung arbeiten möchte.

Die Arbeitgeber bieten Gehaltssteigerungen von insgesamt 5 Prozent in zwei Stufen bei einem Mindestbetrag von 110 Euro. Die Gewerkschaft fordert hingegen etwa 670 Euro mehr Lohn sowie eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Arbeitgeber bezeichnen diese Forderung als "nicht erfüllbar". In der aktuellen finanziellen Situation der Kommunen würden derartige Erhöhungen bei den Personalkosten "zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots" führen.

mit dpa

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