Bei einem Brand in der Bayreuther Altstadt sind am Sonntagnachmittag vier Menschen verletzt worden. Die Feuerwehr musste eine Drehleiter einsetzen.
Im Bayreuther Stadtteil Altstadt hat ein Brand am Sonntagnachmittag, 3. Mai 2026, für Aufsehen gesorgt. Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und des Ortsverbands des Bayerischen Roten Kreuzes hervorgeht, wurden dabei insgesamt vier Menschen verletzt.
Auslöser für den Einsatz war demnach ein Kellerbrand, der gegen 15.10 Uhr in einem Wohngebäude in der Schwindstraße ausbrach, einer Wohn- und Anliegerstraße im Bayreuther Stadtteil Altstadt.
Brand in Bayreuth am Nachmittag: Dichter Rauch aus Doppelhaushälfte
Wie die Blaulichtorganisationen berichten, seien die Kameraden der Abteilung Ständige Wache in der Pottensteiner Straße noch mit der Rettung einer Person aus einem Aufzug beschäftigt gewesen, als der Notruf aus der Schwindstraße in der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach einging.
Demnach sollte bereits schwarzer Rauch aus dem Keller einer Doppelhaushälfte dringen; umgehend wurden die örtlich zuständigen Abteilungen Altstadt, Meyernberg und Innere Stadt zur Einsatzstelle alarmiert.
Dank zügiger Aufzug-Rettung konnten dann auch die Kräfte der Ständigen Wache der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth nur wenige Minuten nach Alarmierung die nahegelegene, zweite Einsatzstelle anfahren. Die erste Erkundung bestätigte der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth zufolge die Alarmmeldung: Aus der Haustür drang dichter Rauch, der offensichtlich seine Ursache im Keller des Gebäudes hatte.
"Nur bedingt gehfähige Person" rettet sich auf Balkon
Drei Personen hatten sich nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth aus eigener Kraft in Sicherheit bringen können, eine "nur bedingt gehfähige Person" hatte sich im ersten Obergeschoss auf den Balkon gerettet.
Nach Eintreffen der ersten beiden Löschfahrzeuge drang laut Freiwilliger Feuerwehr Bayreuth umgehend ein Atemschutztrupp mit C-Rohr zur Brandbekämpfung über den Treppenraum in den Keller vor. Ein zweiter Atemschutztrupp bahnte sich der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth zufolge parallel den Weg ins Obergeschoss, um die Patientin am Balkon mit einer Fluchthaube zu sichern und zu betreuen. Ein dritter Trupp unter Atemschutz ging über einen äußeren Kellerabgang vor, um ebenfalls den Brandherd auszumachen und den Bereich nach Personen abzusuchen.
Die Rettung der Patientin vom Balkon erfolgte laut Freiwilliger Feuerwehr Bayreuth über die Drehleiter. Anschließend wurde sie dem Rettungsdienst übergeben. Alle vier Betroffenen wurden nach Untersuchung durch einen Notarzt mit Rauchgasintoxikation mittels Rettungs- beziehungsweise Krankenwagen in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Die zwischenzeitliche Meldung, dass sich noch eine weitere Person im Gebäude befinden könnte, bestätigte sich laut Freiwilliger Feuerwehr Bayreuth glücklicherweise nicht.
Geschmolzene Kabel, beschädigte Photovoltaik
Schnell stellte sich laut Freiwilliger Feuerwehr Bayreuth heraus, dass es sich bei dem Brandherd um eine Elektroinstallation handelte. Das Feuer sei mit wenigen Sprühstößen unter Kontrolle gewesen, habe aufgrund des Rauchs und der Hitzeentwicklung aber bereits erhebliche Schäden verursacht.
So hingen nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth bereits abgeschmolzene Kabel von der Decke, was das Vorgehen der Trupps in den ohnehin beengten Raumverhältnissen zusätzlich schwerer und gefährlicher machte. Durch den frühzeitigen Einsatz eines Überdrucklüfters wurde das Vorgehen der Trupps im Inneren unterstützt.
Durch die Hitze waren laut Freiwilliger Feuerwehr Bayreuth auch Komponenten einer Photovoltaikanlage im Keller in Mitleidenschaft gezogen worden und mussten durch eine Fachkraft außer Betrieb genommen werden. Ein Raum mit einem Öltank war nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth durch eine Brandschutztür gesichert und blieb unversehrt, zwei Gasflaschen wurden zur Sicherheit ins Freie gebracht.
Über 50 Rettungskräfte im Einsatz
Nach etwa einer Stunde waren die Arbeiten vor Ort beendet und die 41 Feuerwehrkräfte konnten nach dem Rückbau der Gerätschaften zu ihren Standorten zurückkehren, so die Freiwillige Feuerwehr Bayreuth. Vonseiten des BRK Bayreuth und der SKS-Ambulanz waren zwölf Kräfte vor Ort. Die Polizei war laut der gemeinsamen Mitteilung von Feuerwehr und Rotem Kreuz mit mehreren Streifenwagen angerückt.