Seinerzeit, 1950, als der Ernst des Lebens begann, wurden in diesem Jahrgang 14 Mädchen und Bu ben in Steinach eingeschult. Später kamen noch ein paar "Flüchtlingskinder" dazu, erzählte Hartwig. Zwei aus dem damaligen Jahrgang konnten am jüngsten Treffen nicht teilnehmen, einer ist bereits verstorben (Wolfgang Hartwig † 2009).
"1950 kamen wir in die alte Volksschule in Steinach", erinnert sich Hartwig, "vier Klassen wurden hier in einem Raum
unterrichtet". Drei Jahre später, 1953, war die neue Schule in Steinach fertig, übrigens errichtet auf den Grundmauern der alten Steinacher Synagoge. Vor dem 2. Weltkrieg lebten in Steinach sehr viele Juden, die ein Gutteil des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in der kleinen Ortschaft prägten.
Jetzt, beim jüngsten Klassentreffen, ging es auch in ein Gotteshaus, in die Steinacher Bergkapelle nämlich. Von den Teilnehmern des Klassentreffens wohnen nämlich nur noch zwei in Steinach, der Rest ist mittlerweile über das ganze Bundesgebiet verstreut, so dass man in der gemeinsamen Runde natürlich viel Freude am gemeinsamen Erkunden alter Pfade in der Ortschaft hatte. Es hat sich doch einiges sehr verändert. Zum Ausklang ging es nach Schloss Aschach, wo Hans Lickel beim gemütlichen Ausklang einige Lieder anstimmte und man in der Runde viel zu erzählen hatte.