Uhu- und Eulengehege, Rotwild-Plattform und Fischotter - das sind die Projekte, die der Verein "Freunde des Wildparks Klaushof e. V." unter der neuen Vorsitzenden Gudrun Heil-Franke angehen und umsetzen möchte. Hierzu steht ein finanzielles Polster zur Verfügung, das sich in den letzten drei Jahren aufgebaut hat und mit dem der Verein die Projekte im fünfstelligen Bereich unterstützen möchte.

"Wir sind in Verzug", so begrüßte stellvertretender Vorsitzender Gerald Klemm die 18 Anwesenden bei der Mitgliederversammlung. Die letzte Versammlung fang im Oktober 2019. Gerald Klemm würdigte in seinem Bericht das Engagement von Dr. Ekke Haupt, der den Verein zehn Jahre bis zu seinem überraschenden Tod im Februar 2022 mit Umsicht geführt habe: "Es ist eine schmerzhafte Lücke entstanden." Corona habe die Aktivitäten der Jahre 2020 und 2021 ausgebremst, so Gerald Klemm. Zwar konnte man in den vergangenen beiden Jahren noch die beliebten Nikolausfeste im Wildpark feiern, aber "unsere übrigen Aktivitäten gingen gegen Null". Die Mitgliederversammlungen seien ebenso ausgefallen wie das Jubiläum "50 Jahre Wildpark Klaushof".

Nikolausfest am 11. Dezember

Innerhalb des Vereins beschränkte sich die organisatorische Arbeit auf Online-Kontakte, um anstehende Aufgaben zu bewältigen, denn "im Klaushof gehen die Arbeiten nicht aus". Erst im Jahre 2022 habe man sich wieder verstärkt getroffen, um einerseits die anstehenden Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen und damit die anstehenden Vorstandswahlen vorzubereiten und andererseits die Projekte zu besprechen, die man finanziell, ideell und ganz praktisch unterstützten möchte - so beispielhaft beim diesjährigen Nikolausfest, das am Sonntag, 11. Dezember, von 13 bis 18 Uhr im Wildpark stattfinden wird und sehr kinderbezogen mit Basteln, Fackelwanderungen und selbst geröstetem Stockbrot ausgerichtet werden soll.

Schatzmeisterin Martina Licht erläuterte die finanziellen Veränderungen und erfreute die Anwesenden mit einem gewachsenen Kassenbestand. Hintergrund hierfür waren regelmäßige Beitragszahlungen der 97 Vereinsmitglieder, eine stabile Spendenbereitschaft und Zuschüsse der Stadt aus der Vereinsförderung. Dagegen sanken die Ausgaben, weil wenige Aktivitäten stattgefunden haben. "Alles perfekt dokumentiert", so lautete das Urteil der Kassenprüfer. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig und somit stand der Neuwahl nichts im Wege. In den nächsten beiden Jahren führt Gudrun Heil-Franke den Verein "Freunde des Wildparks Klaushof e. V.", stellvertretender Vorsitzender wurde Markus Albert.

Martina Licht wurde im Amt bestätigt und neue Schriftführerin wurde Patricia Knüttel. Zu Kassenprüfern wurden Werner Heinze und Wolfgang Lutz gewählt. Zudem unterstützen den Verein weitere Personen in beratender Funktion.

Lob für Engagement

Axel Maunz, verantwortlich für den Wildpark Klaushof, erläuterte den aktuellen Stand beim Uhu-Gehege und beim Eulen-Biotop-Gehege. "Wir sind gut vorangekommen", so seine Bilanz, "doch leider gehen aktuell die Preise durch die Decke und man findet keine Firmen für die Maßnahmen." Diese Problematik betreffe vor allem die geplante Beobachtungsstation für das Rotwildgehege, die man "als besonderes Erlebnis" in der gemeinsamen Baumkrone von sechs Weiden errichten möchte, und für die Schadensbehebung bei der Fischotter-Anlage. Der Klaushof sei nicht nur "Erholungsgebiet für diejenigen, die zur Ruhe kommen wollen, sondern auch ein pädagogische Umweltbildungseinrichtung für die kommende Generation" - deshalb sei es wichtig, dass man sich weiter entwickele und für die Verwirklichung neuer Ideen sei der Verein eine tragende Säule. Lob gab es von ihm für "unsere Leute vom Klaushof" und deren überdurchschnittliches Engagement sowie für die Unterstützung durch Bund Naturschutz, die Universität Würzburg und die Lebenshilfe Schweinfurt. Dankbar war der scheidende Stadt-Förster "für die Unterstützung des Vereins in vielerlei Hinsicht" und sein Wunsch beendete die Versammlung: "Mögen sich weiterhin Menschen finden, die den Wildpark Klaushof tatkräftig unterstützen."