"Zum Einstieg ein Klassiker" - so Frontmann Gerald "Jerry" James- und mit den ersten Gitarrenakkorden zu Albert Hammonds "It never rains in Southern California" legte die bekannte Band "The Jets" den Grundstock für ein unterhaltsames Open-Air im Innenhof des Luitpoldbades als Einstieg in das reduzierte Rakoczy-Wochenende.

In der lauen Sommernacht hatten die Organisatoren von Stadt und Staatsbad ein passendes Ambiente im Innenhof arrangiert, das sowohl den Wünschen der Gäste als auch den Corona-Rahmenbedingungen entsprach. Die Bühne stand im Abendlicht zwischen den Querriegeln, davor ein Freiraum und dann im mittleren Besucherbereich die durchnummerierten Tische mit jeweils vier Stühlen, die von Bistrotischen mit Barhockern links und rechts flankiert wurde. "So konnten wir die Abstände einhalten und haben trotzdem Platz für fast 500 Gäste", sagte Thomas Lutz von der Stadt.

Er und Bruno Heynen von der Staatsbad hatten damit den richtigen Riecher, denn nach 200 Karten im Vorverkauf lockte das gute Wetter und - natürlich - die "The Jets" weitere Gäste, so dass jeder Tisch besetzt und sich fast 400 Gäste im weiten Rund bei Oldies aus den 60er bis 90er Jahren vergnügten.

Nicht lange hielt es die Gäste auf ihren Plätzen und einige Paare nutzten bereits die freien Räume am Rande des Festivalbereichs, bevor zum Disco-Fox "Love is in the air" von Paul Young auch die Freifläche vor der Bühne von 20 bis 30 Tanzpaaren erobert wurde. Ausgelassenheit und die Freude am Tanzen waren dabei spürbar, ebenso aber auch Disziplin und Vorsicht. Diese Disziplin sorgte auch dafür, dass beim Eingang oder beim Anstehen am Getränkestand die Abstände eingehalten und die Masken getragen wurden.

Für den Rest sorgten Jerry James und seine vier Mitstreiter an der Gitarre, dem Keyboard und dem Schlagzeug, die mit "A Steel Guitar and a Glass of Wine" (Paul Anka) oder "Massachusetts" (Bee Gees) oder "When a Man loves a Women" (Percy Sledge) nicht nur den Rhythmus für die Füße der Gäste bereitstellten, sondern auch die Gäste zum Mitsingen animierten. Live-Musiker Jerry James gestand: "Wir haben euch vermisst".

Nach knapp 50 Minuten mit einer bunten Mischung aus Rock, Pop, Blues und Reggae ging es in die erste Pause. Es folgten noch zwei weitere lange Sessions, in denen "Proud Mary" von Creedence Clearwater Revival, "Afrca" von Toto, "Rock around the Clock" von Bill Haley, "Born to be Wild" von Steppenwolf oder "Schickeria" von Spider Murphy Gang die Gäste zum Tanzen und zum Mitsingen animierten, bevor kurz vor 23 Uhr die vielstimmig geforderte Zugabe mit "Purple Rain" von Prince erklang, sich die Gäste mit Applaus bedankten und ihr Smartphone wieder in den Jacken und Taschen verstauten, auf dem sie die digitale Erinnerung an diesen vergnüglichen Abend mit nach Hause nahmen.