SG Oerlenbach/Ebenhausen - TSV Aubstadt II 2:4 (0:1). Tore: 0:1 Luka Maric (41.), 1:1 Joachim Hofmann (51.), 1:2 Luka Maric (66.), 2:2 Nils Halbig (74.), 2:3 Philipp Kleinhenz (86., Foulelfmeter), 2:4 Luka Maric (90.).

"Das war eine ärgerliche Niederlage", meinte nicht nur SG-Coach Frank Halbig, "denn in einem weitgehend ausgeglichen Spiel haben wir uns durch einen dicken Fehler, der zum Strafstoß führte, selbst um die Früchte gebracht". Gäste-Coach Julian Grell war dagegen happy, gestand allerdings zu, auf einen starken Gegner gestoßen zu sein. Die Grabfeld-Elf hatte in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz als die Heimelf, wusste sich aber keine klaren Gelegenheiten herauszuspielen. Zur Führung reichte es dennoch, weil der überragende Luka Maric zu einem 25-Meter-Schuss ansetzte.

Das flatternde Leder schlug über Keeper Sebastian Leidner ein. Eine feine Kombination führte zu Beginn des zweiten Durchgangs zum Ausgleich. Nach Pass von Daniel Franz legte Nils Halbig quer auf Joachim Hofmann auf, der einschoss. Der neuerlichen Führung der Gäste ging ein Einwurf an der Mittellinie voraus. Nach langem Schlag von Nils Voigt überlief Maric seinen Gegenspieler, um dann mit einem überlegten Heber über Leidner hinweg einzunetzen. Doch die nimmermüden Platzherren schlugen auf dem ordentlich präparierten Geläuf wenig später zurück. Nach einer Freistoßflanke von Kai Halbig nickte Nils Halbig ein. Zehn Minuten vor dem Abpfiff hätte derselbe Spieler sogar seine Farben in Führung bringen können. Doch seinen Schrägschuss lenkte TSV-Goalie Erik Poluschny bravourös aufs Tornetz. Mit einer unglücklichen Abwehraktion wurde Andre Rumpel in Ballbesitz gebracht. Dieser wurde von Frank Schmitt an der Grundlinie gefoult. Philipp Kleinhenz schob das Leder vom Punkt aus flach ins Toreck. Den Sack endgültig zu machte Maric.

TSV-DJK Wülfershausen - FC WMP Lauertal 5:2 (3:1). Tore: 1:0, 2:0 Patrick Warmuth (2., 9.), 2:1 Leon Kilian (17.), 3:1 Ronny Roggatz (37.), 4:1 Patrick Warmuth (56.), 5:1 Björn Will (60.), 5:2 Andre Keßler (83.).

Bei Kreisligaspielen in Wülfershausen sind Tore vorprogrammiert. Im Gegensatz zur Vorwoche, als die Wülfershäuser beim 3:6 gegen Oerlenbach/Ebenhausen chancenlos gewesen waren, durften diesmal aber wieder die Gastgeber jubeln. "Auch in der Höhe verdient" bezeichnete Gerold Büttner den 5:2-Erfolg gegen den FC WMP Lauertal. Die Gäste, bei denen einige Abwehrspieler fehlten, waren mit der Empfehlung von drei Siegen aus drei Spielen nach Wülfershausen gekommen. Es dauerte allerdings gerade einmal neun Minuten, da lagen sie nach zwei Toren von Patrick Warmuth bereits mit 0:2 zurück.

Bei zwei weiteren großen Chancen hätten die Hausherren den Vorsprung in der Anfangsphase sogar noch ausbauen können. Stattdessen verwertete Leon Kilian auf der anderen Seite die erste Chance der Gäste zum 1:2. "Lauertal war danach optisch leicht überlegen, sie sind allerdings kaum in die gefährlichen Räume gekommen", so Büttner. Effektiver waren da die Wülfershäuser, die durch Ronny Roggatz noch vor der Pause zum 3:1 kamen und durch Warmuths dritten Treffer (Foulelfmeter) die Partie nach dem Seitenwechsel früh entschieden. "Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und eine klare Steigerung zu letzter Woche", lobte Büttner.

TSV Bad Königshofen - FC Thulba 1:3 (0:0). Tore: 0:1, 0:2 David Betz (50., 56.), 0:3 Elias Pump (78.), 1:3 Niklas Dömling (90. + 2). Bes. Vorkommnis: Andreas Hofmann (Bad Königshofen) hält Fouelfmeter von Santo Schneider (78.).

Am fünften Spieltag ist beim Bezirksliga-Absteiger FC Thulba der Knoten geplatzt. Nach vier Niederlagen feierten sie mit dem 3:1 beim TSV Bad Königshofen den ersten Saisonsieg und reichten die rote Laterne an den FC Reichenbach weiter. "Der Sieg der Gäste ist auf jeden Fall verdient. Wir haben zu wenig investiert und sind eigentlich nie so richtig ins Spiel gekommen", bilanzierte TSV-Sprecher Gerhard Hart. Er sah in den ersten 45 Minuten eine sehr zerfahrene Partie mit vielen Abspielfehlern und kaum Torchancen.

Als Knackpunkt des Spiels bezeichnete Harth das 0:1 nach 50 Minuten. Ein TSV-Verteidiger wollte den Ball abschirmen und ins Toraus trudeln lassen. Dieses Vorhaben misslang allerdings und so konnte David Betz nach einem Querpass die Gäste-Führung erzielen. Sechs Minuten später legten die Gäste, die über ihre schnellen Außenspieler immer wieder für Gefahr sorgten, das 2:0 nach. Wieder erreichte ein Rückpass von der Grundlinie David Betz, der überlegt vollendete. In der 78. Minute parierte TSV-Keeper Andreas Hofmann erst noch einen von Santo Schneider geschossenen Elfmeter, den Nachschuss drückte dann aber Elias Pump über die Linie.

SV Ramsthal - VfR Sulzthal 3:3 (1:2). Tore: 1:0 Enrico Ott (32.), 1:1 Philipp Hesselbach (44.), 1:2 Fabian Weber (45.), 1:3 Luca Hartmann (70.), 2:3 Enrico Ott (75.), 3:3 Philipp Schmitt (84.).

250 Zuschauer wurde fußballerische Magerkost geboten oder wie Gäste-Coach Thomas Pfeuffer ausdrückte: "Die Leistungen beider Teams sind ausbaufähig". Der Punktgewinn kann weder für die Heimelf noch für die "Sulzler", die die Rote Laterne abgaben, als Befreiungsschlag gewertet werden. Die Führung der Hausherren beruhte auf einer feinen Einzelaktion von Enrico Ott, der das Leder satt ins lange Eck setzte. "Eigentlich haben wir dann aus dem Nichts den Ausgleich geschafft", so Pfeuffer. Nach einer Freistoßflanke nickte Philipp Hesselbach ein. Aus Sicht der Gäste wurde es noch besser, denn gleich nach Wiederanpfiff verschlampte die Knauer-Elf einen Rückpass; Profiteur war Fabian Weber.

Im zweiten Durchgang wurde die Partie nickliger. Bei einem Lattenschuss hatte der Sulzthaler Martin Gropp das 1:3 auf dem Fuß. Andererseits hatte die Pfeuffer-Elf Glück, als Timo Kaiser bei einem Freitoß nur Alu anvisierte. 20 Minuten vor Abpfiff schien das Derby entschieden, als nach der schönsten Kombination im Spiel das Leder auf den eingewechselten Luca Hartmann durchgesteckt wurde, der es kurz entschlossen versenkte. Die Platzherren rannten verzweifelt an, operierten mit vielen langen Bällen aus der eigenen Hälfte und erwischten die Gäste-Defensive doppelt auf dem falschen Fuß. "Wenn du mit zwei Toren in Führung liegst, musst du gewinnen", sagte Pfeuffer, attestierte dem Gegner aber große Moral.

SV Riedenberg - FC Rottershausen 0:3 (0:0). Tore: 0:1 Maximilian Seufert (48.), 0:2, 0:3 Julian Göller (60., 64.).

"Bei uns hat endgültig der Abstiegskampf angefangen", meinte nach dem Abpfiff SV-Pressesprecher Mario Rüttiger, der die Niederlage als verdient, wenn auch als zu hoch bezeichnete. Großes Manko der Heimelf ist die fast schon katastrophale Personalsituation, die sich verschärft hat, weil der einzig aufgebotene Stürmer, Nils Tong, bereits nach zwanzig Minuten wegen einer Muskelverletzung vom Rasen genommen werden musste. Vor der Pause hatte der Informant eine Chance für die Leiber-Schützlinge notiert. Dabei setzte Maximilian Spahn die Kugel nach Hereingabe von Kilian Markert freistehend am Tor vorbei. Die Gäste, die vor dem Seitenwechsel überhaupt keine Torgefahr ausstrahlten, gingen mit der ersten klaren Gelegenheit sofort in Führung.

Maximilian Seufert setzte das Spielgerät mit der Pike von der Strafraumkante aus ins lange Eck. Die Gastgeber zeigten sich vom Rückstand ziemlich beeindruckt, ihr Spiel geriet nun aus den Fugen. Erst recht, als Julian Göller, der von der Aupßenlinie nach innen zog und clever ins lange Eck einnetzte, die Führung der "Spirken" ausbaute. Vier Minuten später entschied Göller, der wieder von außen nach innen zog, diesmal aber Richtung kurzes Eck abdrückte und dabei Keeper Lars Schaab auf dem falschen Fuß erwischte, die Partie, die sich bis zum Abpfiff dann hinschleppte, endgültig. "Ich bin mal gespannt, wer nächste Woche bei uns gegen die Rannunger aufläuft, wahrscheinlich alles, was zwei Beine hat", vermutete der Informant.

SG Urspringen/Sondheim - FC Untererthal 1:3 (0:2). Tore: 0:1 Lukas Tartler (8.), 0:2 Elias Bergander (42.), 0:3 Mathias Tartler (66.), 1:3 Ferdinand Fischer (71.).

Eine 1:3-Heimniederlage kassierte in der Kreisliga Rhön die SG Urspringen/Sondheim gegen den FC Untererthal. "Wir haben verdient verloren", sagte Spartenleiter Marcel Hey, der selbst mitwirkte. "Zu keinem Zeitpunkt sind wir richtig ins Spiel gekommen, standen defensiv nicht kompakt genug und offensiv fehlte uns die Durchschlagskraft." Ihren Grundstein zum Sieg legten die Gäste bereits im ersten Spielabschnitt mit ihren beiden Treffern nach Standards.

Per Kopf sorgte Lukas Tartler nach einem Eckball für die Führung, Elias Bergander legte per Freistoß aus 22 Metern noch vor dem Seitenwechsel nach. Bis auf eine Hereingabe von David Heuring, die Jannik Stäblein um Zentimeter verpasste (27.), traten die Hausherren im ersten Spielabschnitt offensiv überhaupt nicht in Erscheinung. "Die FC'ler waren aggressiver und gedanklich schneller. Sie wollten den Sieg einfach mehr als wir", so Hey. Als Mathias Tartler nach gut einer Stunde einen Abwehrschnitzer zur 3:0-Gästeführung ausnutzte, war die Partie entschieden.

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen - FC Strahlungen 0:0. Bes. Vorkommnis: Felix Hochrein (Strahlungen) schießt Foulelfmeter an den Pfosten (40.), Florian Erhard (FV) pariert Foulelfmeter von Marco Nöth (63.).

Trotz der zweiten Nullnummer binnen acht Tagen zeigen sich die Gastgeber mit dem Punktgewinn zufrieden "Erstens ist Strahlungen keine Laufkundschaft, zweitens mussten wir auf Stammkräfte (Daniel Kraus, Maximilian Bindrim) verzichten und drittens hat der Gegner zwei Elfer versemmelt", so FV-Pressesprecher Ludwig Berninger. Anders natürlich die Gefühlslage beim Gast, ihr Informant Bernhard Nöth sprach von einem "gebrauchten Nachmittag". Diese Aussage betraf nicht nur die verschossenen Strafstöße, sondern auch die Verletzungen, die sich Coach Benedikt Bötsch (Nasenbeinbruch) und vor allem Felix Hochrein (Verdacht auf Bänderriss im Knie) zuzogen. Die Gäste gingen zudem gehandicapt in die Begegnung, mussten sie doch neben den Urlaubern Daniel Leicht und Tim Krais auch auf den kurzfristig erkrankten Markus Neder verzichten.

Auf der Gegenseite lief Regisseur Benjamin Kaufmann an Stelle von Maxi Bindrim in der Innenverteidigung auf. Tormöglichkeiten blieben rar. Die beste Chance hatte noch Hochrein nach Foul von Dominik Gehrig auf dem Fuß, traf bei seinem Strafstoß aber nur den Außenpfosten. Im Gegenzug ergab sich für Andre Wetterich die Chance zur Führung, nach Umkurven von zwei Gegenspielern scheiterte er mit seinem Schuss aus spitzem Winkel am vorher und nachher nicht mehr geprüften Keeper Johannes Bömmel. Dessen Gegenüber Florian Erhard wurden da schon mehr zugemutet. Nach einem von ihm selbst verursachten Foul fischte er den halbhoch abgefeuerten Elfmeter von Marco Nöth aus dem Toreck. "In der zweiten Halbzeit war Strahlungen dominant", meinte Berninger, "insgesamt war es aber kein gutes Spiel von uns", kommentierte sein Gegenüber Nöth den Spielausgang.