FC Fuchsstadt - SV Riedenberg 6:0 (4:0). Tore: 1:0 Johannes Feser 15.), 2:0 Patrick Stöth (20.), 3:0 Nikolai Wolf (23.), 4:0 Simon Bolz (32.), 5:0 Johannes Feser (49.), 6:0 Patrick Stöth (70.).
Mit einer deftigen Klatsche für den Gast endete die einseitige Begegnung auf dem Kohlenberg, die nach dem Abpfiff zwei Trainer mit unterschiedlichen Gefühlswelten erlebte. FC-Coach Dirk Züchner sah seine Ziele voll erfüllt. "Wir wollten gewinnen, vor allem wieder einmal keinen Gegentreffer zulassen und unsere Chancenverwertung verbessern." Seine Hoffnungen wurden erfüllt, wobei der Aufsteiger ein gehöriges Scherflein dazu beitrug. "Denn wir hätten heute lieber im Bett liegen bleiben sollen", so ein frustrierter SV-Trainer Marius Kubo, dem bei seinem Ex-Verein die schwache Vorstellung seiner Mannschaft ein Rätsel war. Wie in den vergangenen Wochen gerieten die Grün-Weißen auch diesmal unglücklich in Rückstand, eine Flanke von Johannes Feser fälschte Thomas Schaab ins kurze Eck ab. "Solche Gegentreffer zehren am Nervenkostüm der Spieler", erkannte SV-Co-Trainer Stefan Dorn zur Pause, bis dahin hatte es noch dreimal hinter Keeper Florian Dorn eingeschlagen.

Schnelle Entscheidung

Beim 2:0 segelte eine weite Flanke auf den Kopf von Lukas Lieb, der die Kugel auf den Schlappen des anstürmenden Patrick Stöth legte, der mit seinem präzisen Flachschuss den SV-Goalie auf dem falschen Fuß erwischte. Dieser war drei Minuten später wieder machtlos, nach einer schnellen Kombination landete das Leder beim aufgerückten Nikolai Wolf, der sich das Eck aussuchen konnte. Die Gäste bemühten sich zwar um eine Ergebnisverbesserung, doch aus dem Mittelfeld kam zu wenig, das aggressive Pressing des Kontrahenten sorgte immer wieder für Ballverluste.
Als Simon Bolz, der neuerlich auf der linken Außenverteidigerposition agierte, nach einer halben Stunde einen Freistoß über die Mauer hinweg in den Winkel zirkelte, war das Derby schon entschieden. Eine ähnliche Situation gab es in der 42. Minute auf der Gegenseite, mit dem feinen Unterschied, dass der Freistoß von Christoph Dorn am Toreck vorbeiflog. Ein Schuss von Thomas Vorndran an den Außenpfosten (53.) und ein Alu-Treffer von Christian Hergenröder (88.) gehörten zu den wenigen Höhepunkten der zweiten Halbzeit. Zuvor hatten für die "Füchse" Johannes Feser nach Steilpass von Patrick Stöth und der Vorlagengeber des 5:0 nach weitem Schlag von Florian Thurn den Endstand erzielt. "Das war ein Spieltag für uns", jubelte FC-Kapitän Wolf nach dem Abpfiff der fairen Partie, da noch nicht wissend, dass der Rückstand auf den Tabellenführer Schwebenried/Schwemmelsbach durch einen Last-Minute-Treffer von DJKler Thomas Cäsar stabil blieb.
Fuchsstadt: Rösler - Heinlein, Thurn, Plehn, Bolz - Lieb,Wolf (66. Tretter), P. Stöth, Ch. Mützel (56. Baldauf) - Feser, Höppner (46. Bold).
Riedenberg: Fl. Dorn - Schultheiß, Schaab, Galloway (56. Schuhmann), D. Dorn - Krapf (66. Ch. Hergenröder), Carton (72. Seuring), Ch. Dorn, Vorndran - S. Hergenröder, Ph. Dorn.

TSV Münnerstadt - TSV/DJK Wiesentheid 2:0 (0:0). Tore: 1:0, 2:0 Julian Göller (73., 92.).
Obwohl die Gastgeber nach den letzten negativen Ergebnissen mit leichtem Fracksausen in die Partie gingen, gelang dem weiter ersatzgeschwächten Kader ein bemerkenswerter Erfolg gegen den Tabellenzweiten. "Die Spieler haben sich an die ausgegebene Taktik gehalten", freute sich Abteilungsleiter Günter Scheuring, "vor allem stand unsere Defensivreihe ordentlich und hat die hochgelobten Angreifer der Gäste kaum zur Entfaltung kommen lassen". Dasselbe galt aber auch für die gegnerische Abwehrreihe, die vor dem Seitenwechsel wenig zuließ, so dass beiderseits kaum klare Möglichkeiten herausgespielt wurden. Mit Laufe des Spieles erkannten die Schützlinge von Adrian Gahn, dass die Steigerwälder auch nur mit Wasser kochen, forcierten nach einer Stunde das Tempo und gingen nach präziser Flanke von Philipp Müller durch einen Kopfball in den Winkel durch Julian Göller in Führung. "Julian hat als Angriffsspitze eine starke Leistung gezeigt, vor allem immer auch nach hinten gearbeitet", so das Sonderlob Scheurings. Der Rückstand rief natürlich die Mannen von Marc Reitmaier auf den Plan, die ihren Torjäger Marcel Hartmann allerdings weitgehend abgemeldet sahen. In der Schlussphase ergaben sich so Konterchancen für die Lauertaler, die letzte nutzte Göller eiskalt. "Das Spiel sollte der Mannschaft Mut für die nächsten Wochen machen", hofft Scheuring, am Sonntag reist man zum Derby nach Garitz.
Münnerstadt: Wolf - D. Mangold, Kanz, Nöthling, Müller - Kröckel, Schmitt, Markart (63. Kiros), Kraus (79. M. Halupczok) - Göller (93. Bott), Coprak.

FC 06 Bad Kissingen - TSV Unterpleichfeld 0:6 (0:2). Tore: 0:1 Marcial Weisenseel (21.), 0:2 Dominik Oßwald (43.), 0:3 Johannes Göbel (63.), 0:4 Dominik Oßwald (73.), 0:5 Manuel Örtel (74.), 0:6 Louis Scheller (77.).
"Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung unserer Feldspieler", kommentierte FC-Pressesprecher Helmut Hahn die Vorstellung der Gastgeber sarkastisch, "sie waren alle gleich schlecht". Eine Woche nach dem Sieg in Garitz ließen die 06-er im Sportpark alle Tugenden vermissen, die sie im Stadt-Derby noch ausgezeichnet hatten. Es fehlte an Aggressivität in den Zweikämpfen, an Laufbereitschaft und am geordneten Spielaufbau. Alles Mängel, die dem Aufsteiger in die Karten spielten. Der trat selbstbewusst auf, versteckte sich in keiner Minute und wurde den Vorschusslorbeeren absolut gerecht. Als Marcial Weisenseel auf Pass des umtriebigen Johannes Göbel die Schützlinge von Thomas Redelberger in Führung schoss, wunderte dies keinen der 80 Zuschauer, der Treffer war zu diesem Zeitpunkt überfällig. Es folgte die erste von nur zwei FC-Chancen im gesamten Match, doch der Freistoß von Christian Laus verfehlte das Ziel. Als Dominik Oßwald eine von vielen Schlafeinlagen der heimischen Deckung noch vor der Pause zum 0:2 nutzte, entsprach dies absolut dem Spielverlauf. "Man hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, die Gäste hätten zwei bis drei Spieler mehr auf dem Platz", so Hahn. Die Kabinenworte von FC-Coach Thomas Lutz, der so hoffnungsvoll in das Spiel gegangen war, verhallten nach dem Wiederanpfiff schnell, seine weiter pomadig agierenden Mannen sahen meist nur die Hacken ihrer Gegenspieler. Diese arbeiteten konzentriert am dritten Treffer, den schließlich Göbel mit platziertem Schuss erzielte, ehe Schiedsrichterin Marina Bachmann drei Treffer binnen vier Minuten für die TSVler notierte. "Das Fehlen einiger Spieler darf für das schlechteste Saisonspiel keine Entschuldigung sein. Das nächste Spiel kann nur besser werden", beendete Hahn seinen Bericht.
Bad Kissingen: Weltz - Hofmann, Hamzic, Wedlich, Wehner - Schultheis, Laus, Heilmann, Ament (60. Stockerl) - Karch (72. Limpert), Porombka (79. Klug).

SV Mühlhausen/Schraudenbach - SV Garitz 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Konstantin Papadopoulos (21.), 0:2 Tobias Ehrenberg (51.), 0:3 Manuel Krieter (65., Foulelfmeter). Gelb-rot: Michael Hart (64., Mühlhausen), Tobias Ehrenberg (90., Garitz).
Dem bislang leidgeprüften Pressesprecher Johannes Werner machte der Bericht diesmal hörbar Spaß, konnte er doch fast nur Gutes von den Grün-Weißen berichten. Diese gingen engagiert zur Sache, "waren in allen Belangen besser als gegen die 06-er" (Werner), versteckten sich nicht und gingen nach der zu erwartenden Sturm- und Drangphase der Gastgeber, die nach zehn Minuten ein frühes Ende fand, selbst in die Offensive. Als Konstantin Papadopoulos auf Vorlage von Laufwunder Tobias Ehrenberg zur Führung einschoss, tat dies dem Spiel der Gäste sichtlich gut.

Mit Glück und Krieter

Grundlage des Erfolges war die sattelfeste Deckung, in der Manuel Krieter dem heimischen Torjäger Jens Rumpel keinen Stich ließ, und Marco Niebling als kompromissloser Abräumer vor der Viererkette. Dazu kam das bisher vermisste Glück, als nach einer halben Stunde ein Freistoß von Jens Rumpel vom Pfosten ins Feld zurücksprang. "In der Kabine hat man aber gemerkt, wie verunsichert die Spieler sind, denn es wurde mehr über die Gefahr eines Gegentreffers als über ein mögliches 0:2 gesprochen", so Werner. Die Bedenken lösten sich wenig später in Wohlgefallen auf, als das Duo Papadopoulos-Ehrenberg die gegnerische Abwehrreihe ein zweites Mal düpierte. Was nun überraschte, war das fehlende Aufbäumen der Forner-Elf, die nach der Ampelkarte für Michael Hart nach Foul an Ehrenberg nicht nur in Unterzahl geriet, sondern nach dem folgenden Strafstoß frühzeitig die Flügel hängen ließ. Als Steffen Rumpel am souveränen Philipp Werner scheiterte, hissten die Gastgeber endgültig die weiße Fahne und hatten kurz darauf Glück, dass Marcel Rudolph das 0:4 verpasste. Einziger Wermutstropfen beim Sieg war die Verletzung von Simon Herold, den Interims-Coach Franz-Karl Baier noch in der ersten Halbzeit vom Platz nehmen musste. "Es ist schade, dass die Elf sich unter Detlef Schäfer nur selten zu solchen Leistungen aufraffen konnte", so der Schlusskommentar von Werner. Der Klub will in den nächsten Tagen einen Schäfer-Nachfolger präsentieren.
Garitz: Werner - Rüth, Krieter, Schmitt, Lang - Schießer (87. Alles), M. Niebling, Herold (41. Schober), Papadopoulos (77. Bieber) - Rudolph, Ehrenberg.