Die "Füchse" kassierten im Spitzenspiel des Tages die erste Heimniederlage, wehrten sich vor einer Rekordkulisse aber bis zum Abpfiff. In einem eher durchschnittlichen Bezirksliga-Match traten die Platzherren schwer gehandicapt an, das Fehlen der vier Stammkräfte Simon Bolz, Marcel Plehn, Johannes Feser und Andreas Ermisch war eine schwere Hypothek. Trotzdem zeigten die Schützlinge von Marius Kubo, der selbst auf dem Spielbogen als Ersatzmann aufgeführt war, eine kämpferisch ordentliche Leistung. In der Offensive fehlte es freilich erwartungsgemäß an Durchschlagskraft.

Der Gast verzeichnete durch einen Kopfball von Manuel Weißenberger, den Keeper Florian Rottenberger reaktionsschnell über die Latte lenkte, die erste Gelegenheit (6.) und ging auch durch Weißenberger in Führung nach einer Kombination über David Fleischmann und Michael Maar.
Den FClern bot sich die Ausgleichschance bei einem Vorstoß von Sebastian Heinlein (23.) und einem Schrägschuss von Tobias Bold (33), doch beide Male wehrte DJK-Goalie Frank Fella ab. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Fleischmann das 0:2 auf dem Schlappen, nach Vorarbeit von Pascal Stürmer und dem einzigen Lapsus des starken Tobias Stöth setzte er die Kugel aus sieben Metern am Tor vorbei. "Uns fehlt im Angriff mit Johannes Feser eine Anspielstation", klagte Fuchsstadts Betreuer Dieter Schaupp zur Pause, der sich aber über den Ausgleich freuen durfte. Ein Diagonalpass von Tobias Bold riss die DJK-Deckung auf, Lukas Lieb schob abgeklärt ins kurze Eck ein. Die Gäste brachten mit Michael Fischer für Mario Schindler umgehend eine frische Kraft, die schnell auf sich aufmerksam machte. Nachdem der DJKler zwei Mal an Rottenberger gescheitert war, klappte es beim dritten Versuch. Nach Pass von Felix Zöller tunnelte Fischer den herausstürzenden Torwart.

Doch die Führung hielt gerade drei Minuten, dann schlug der Ex-Hammelburger Lukas Lieb wieder zu. Nachdem er mit einer geschickten Körpertäuschung Michael Fischer und Florian Kempf verladen hatte, überraschte er Fella mit einem Schlenzer ins Torwarteck. Die Partie wurde nun kampfbetonter, was zu einigen gelben Karten führte. Nachdem Maar nach Hereingabe des aufgerückten Verteidigers Alexander Müller das Leder aus Nahdistanz über den Kasten gesetzt hatte, machte es der ausgebuffte David Fleischmann besser. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß setzte sich Maar, der Philipp Sauermann über neunzig Minuten schwer beschäftigte, bis zur Grundlinie ab, passte flach nach innen, wo der Goalgetter zum Siegtreffer eingrätschte.

Die Schützlinge von Marius Kubo, der mit der kämpferischen Leistung seiner Mannen zufrieden sein durfte, hätten in den Schlussminuten noch weitere Gegentreffer hinnehmen müssen, wenn nicht Tobias Bold einen Fischer-Schuss von der Torlinie geholt hätte und Fleischmann nach sehenswertem Solo nicht an Fuchsstadts Torhüter gescheitert wäre. Der Sieg der DJK war letztlich nicht unverdient, sollte die Platzherren aber nicht allzu lange frustrieren.

Torfolge 0:1 Manuel Weißenberger (15.), 1:1 Lukas Lieb (49.), 1:2 Michael Fischer (60.), 2:2 Lukas Lieb (63.), 2:3 David Fleischmann (77.).

Zuschauer 330.

Fuchsstadt Rottenberger - Sauermann, T. Stöth, Thurn, Baldauf - Bold, Wolf (73. Bayer), P. Stöth, Heinlein - Wahler (68. J. Volpert), Lieb.

Schwebenried Fella - Müller, Stürmer, Ziegler, Kempf , Schindler (57. Fischer), Zöller, Cäsar - Weißenberger (75. Engert), Fleischmann, Maar.

TSV Münnerstadt - TSV Bergrheinfeld 8:5 (2:5) - Torfolge: 0:1 Frank Schneider (10.), 1:1 Michael Knysak (Foulelfmeter/12.), 1:2 Patrick Müller (19.), 1:3 Florian Walter (34.), 1:4 Patrick Müller (Foulelfmeter/36.), 2:4 Julian Göller (38.), 2:5 Felix Kilian (43.), 3:5 Michael Knysak (54.), 4:5 Ahmet Coprak (68.), 5:5 Julian Göller (76.), 6:5/7:5 Tobias Kröckel (80./88.), 8:5 Michael Knysak (90.).

"Wir waren zur Pause mausetot", berichtete Münnerstadts Abteilungsleiter Günter Scheuring von einem Spiel, das hohen Erinnerungswert für beide Seiten haben dürfte. Der Tabellenvorletzte überraschte die Gastgeber mit aggressivem Pressing und ging durch Oldie Frank Schneider in Führung. Zwei Minuten später holte Bergrheinfelds Keeper Benni Stöcker Münnerstadts Julian Göller von den Beinen. Der von Michael Knysak verwandelte Strafstoß hätte dem Favoriten eigentlich Sicherheit geben müssen, doch der verriet ungeahnte Deckungsschwächen, die der Landesliga-Absteiger kaltblütig zu drei weiteren Treffern nutzte. Als Göller einen Stöcker-Fangfehler zum 2:4 nutzte, kam bei den Platzherren Hoffnung auf einen Punktgewinn auf, die kurz vor dem Seitenwechsel Felix Kilian scheinbar zunichte machte. "Die zweite Halbzeit war der absolute Wahnsinn", so ein enttäuschter Gäste-Trainer Berthold Göbel. Das 3:5, Knysak war mit einem Schuss aus der Drehung erfolgreich, führte zum großen Zittern bei den "Bergern", die laut Scheuring in den letzten zwanzig Minuten stehend K.o. waren. Der Anschlusstreffer durch Ahmet Coprak nach neuerlichem Stöcker-Fehler beflügelte die Schönhöfer-Elf, mit Unterstützung der Fans gab es nun kein Halten mehr. Nachdem Göller per Flugkopfball ausgeglichen hatte, setzte sich der Ex-Poppenröther Tobias Kröckel in Szene. Nach einem Solo platzierte er das Leder zur Führung in den Winkel und netzte beim vorentscheidenden 7:5 nach Vorlage von Henok Kiros ein. Den Schlusspunkt der geradezu berauschenden zweiten Halbzeit setzte Michael Knysak, der in einem Getümmel im Sechzehner eine Woche vor dem Spitzenspiel in Schweinfurt den Überblick behielt.
Münnerstadt: Wolf - Scheuring, Schmitt, D. Mangold (88. Keßler), Müller - Geis (46. Coprak), Knysak, Kröckel, Kiros - Göller, Erhard (46. Krell).

TSV Bad Königshofen - FC 06 Bad Kissingen 4:2 (0:0) - Torfolge:
1:0 Alexander Sarwanidi (46.), 2:0 Frederic Werner (64.), 2:1 Arek Porombka (67.), 2:2 Matthias Karch (76.), 3:2 Thorsten Eckart (82.), 4:2 Frederic Werner (87.).

Nach drei Siegen in der Fremde klappte es diesmal nicht mit dem Auswärtsdreier. Zumindest ein Punkt hätte es sein können für die ersatzgeschwächte Elf von Rüdiger Klug, die vor dem Wechsel absolut auf Augenhöhe war in einem bis dato chancenarmen Spiel. Und die nach der Halbzeit einen 0:2-Rückstand egalisierte mit den Treffern von Arek Porombka und Matthias Karch. Am seidenen Faden hingen nun die Punkte, die sich mit dem besseren Endspurt die Grabfeld-Elf sicherten. "Vorne waren die Kissinger immer flink und gefährlich, in der Defensive haben sich die Gäste aber nicht immer sattelfest präsentiert", fand TSV-Abteilungsleiter Wolfgang Knies.
FC 06: Schaffelhofer, Schmitt (67. Winkler), Günther (80. Schultheis), Wehner, Hamzic, Laus, Karch, Wirth, Porombka, Heilmann, Bayer.

TSV Abtswind - SV Garitz 4:1 (3:0) - Torfolge: 1:0 Jürgen Endres (1.), 2:0/3:0 Pascal Kamolz (20./38.), 3:1 Manuel Krieter (Foulelfmeter/55.), 4:1 Pascal Kamolz (80.).

Als die Garitzer dem Gegner Paroli boten, war es bereits zu spät. Im Vorfeld war vor dem wieselflinken TSVler Sandro Wolf hinreichend gewarnt worden, doch Stefan Glöckler und Marius Renninger ließen über außen Wolf zu viel Luft, sodass dessen Hereingabe den einschussbereiten Jürgen Endres fand. Damit war das Defensivkonzept von SV-Spielertrainer Andrzej Sadowski früh über den Haufen geworfen. Die Abtswinder setzten nach, scheiterten aber mehrmals am neuerlich glänzend aufgelegten Christoph Werner. Doch die Garitzer Lebensversicherung war machtlos, als Goalgetter Pascal Kamolz nach einem herrlichen Spielzug abgebrüht auf 2:0 erhöhte.

Offensivaktionen der Grün-Weißen hatten vor der Pause Seltenheitswert, vor allem fehlte es an Durchschlagskraft. Wie man es besser macht, zeigte erneut Kamolz, der nach einem Riesenbock von Renninger erneut einschob. Loben muss man dann die Einstellung der Gäste im zweiten Durchgang, die jetzt unermüdlich in die gegnerische Hälfte vorstießen und sich den Anschlusstreffer verdienten. Nach Foul an Bastian Schober erzielte Vize-Kapitän Manuel Krieter seinen dritten Saisontreffer vom Kreidepunkt aus. Nach einer Stunde ergab sich die Möglichkeit zu einem weiteren SV-Treffer, vor dem leeren TSV-Kasten fand das Zuspiel von Henrik Wijn jedoch keinen Abnehmer.

Nach einem Patzer von Manuel Krieter, der das Leder in den Fuß des Gegners spielte, ließ sich Kamolz nicht lange bitten und sorgte mit seinem dritten Tagestreffer für den Endstand. Dass die Kugel dabei von Pfosten zu Pfosten prallte und dann über die Torlinie rollte, zeigt zudem, welche Seite derzeit mehr auf das Fußballglück bauen darf.
Garitz: Werner - Rüth, Krieter, Schmitt, Renninger - Voll, Sadowski (75. M. Niebling), Wijn (80. Ozorio), Glöckler - Böhm, Schober (65. Schlereth).