TG Höchberg - FC Fuchsstadt (Samstag, 16 Uhr)

"Wir freuen uns auf das Spiel gegen unsere Freunde aus Fuchsstadt", heißt es auf der Vereinshomepage der TG Höchberg (18./1). Das ist nicht ironisch gemeint, denn seit langem verbindet beide Klubs eine Freundschaft, "auf die wir in sportlicher Hinsicht trotz der prekären Tabellensituation der Gastgeber keine Rücksicht nehmen können", hält Martin Halbig, Coach des FC Fuchsstadt (2./17), entgegen.

Derzeit trennen die Kontrahenten Welten, die "Kracken" warten immer noch auf den ersten Sieg, die Kohlenberg-Elf ist noch ungeschlagen. "Letzteres wollen wir auch nach dem Abpfiff sein, was aber nur gelingen wird, wenn wir erstens den Gegner ernstnehmen und zweitens unser spielerisches und kämpferisches Potenzial auf den Platz bringen", fordert Halbig, der bei "Platz" auf den Rasen- und nicht auf den ungeliebten Kunstrasenplatz hofft.

Seine Schützlinge gehen nach der Nullnummer gegen den TSV Karlburg, "da war die Leistung ordentlich, gegen einen erwartet spielstarken Gegner haben wir schließlich 75 Minuten lang in Unterzahl agiert", favorisiert ins Spiel. Da wäre sogar nach dem Spielverlauf ein Sieg möglich gewesen, "doch so eine knappe Kiste ist auch schnell einmal verloren, ich war zufrieden".

Von Zufriedenheit war bei seinem TG-Kollegen Dirk Pschiebl, der schon in der letzten Saison lange um den Klassenerhalt zittern musste, seit dem Saisonstart noch nie die Rede, die neuformierte Elf schien, wie zuletzt bei der 0:3-Niederlage in Lichtenfels, überfordert.

Verlust einiger Leistungsträger

"Die Höchberger haben den Verlust von einigen Leistungsträgern im Sommer noch nicht kompensieren können", hat Halbig analysiert und spielt dabei wohl auf die Innenverteidiger Tom Bretorius und Christian Ettinger an, die sich den Bayernligaklubs aus Abtswind sowie. Würzburger FV, angeschlossen haben. Die Neuzugänge waren zuletzt vorwiegend in Juniorenteams der Kickers und des WFV aktiv und müssen auf der Waldsportanlage erst einmal Erfahrung sammeln.

Über die verfügen zwar der Mittelfeldregisseur Louis Maienschein und der Stürmer Tim Eisenberger, der bislang aber auch nur zweimal Anlass zum Jubel hatte. Die niederschmetternde Torbilanz (4:19) der TG erklärt den Tabellenplatz, die des FC (20:9) aber auch. "In der Deckung lassen wir wenig zu, wobei die unterstützende Defensivarbeit des Mittelfeldes sich positiv auswirkt, in der Offensive haben unsere bisherigen Gegner Probleme mit unserem breitgefächerten hohen Anlaufen gehabt", so Halbig.

Dieser bangt noch um den Einsatz des angeschlagenen Marcel Frank, hätte aber in dem zuletzt zweimal beruflichen verhinderten Michael Emmer eine Alternative. "Wir wollen das Spiel nicht euphorisch, sondern konzentriert und mit einer Portion Selbstvertrauen angehen", verkündet Halbig.