Bad Kissingen
Fußball Bezirksliga

FC 06 will vieles besser machen

Warum sich TSV-Co-Trainer Simon Snaschel nur ungern an das Vorjahres-Match in Trappstadt erinnert und welche Spieler endlich wieder zur Verfügung stehen.
In der Tabelle noch weiter nach unten soll es für Julius Albert vom FC 06 Bad Kissingen natürlich nicht gehen. Nach zwei Niederlagen in Folge soll im Heimspiel wieder ein Erfolg her. Foto: Hopf
In der Tabelle noch weiter nach unten soll es für Julius Albert vom FC 06 Bad Kissingen natürlich nicht gehen. Nach zwei Niederlagen in Folge soll im Heimspiel wieder ein Erfolg her. Foto: Hopf

FC 06 Bad Kissingen - SV-DJK Oberschwarzach (Samstag, 16 Uhr)

Nach zwei Niederlagen in Folge dürfte das Selbstvertrauen beim FC 06 Bad Kisisngen (9./4) leicht angekratzt sein, daran kann wohl auch der Pokalsieg in Schondra nichts ändern. In dieser Situation kommt der Gast aus Oberschwarzach (5./9) wohl zur Unzeit. Der letztjährige Vizemeister scheint nach einem Stolperstart wieder in der Form zu sein, die der zugedachten Rolle als Meisterschaftsmitfavorit nahe kommt. Dies bewiesen die Schützlinge der Spielertrainer Simon Müller und Alexander Greß, die nun seit zwölf Jahren ununterbrochen die Steigerwald-Elf auf und neben dem Platz dirigieren, eindrucksvoll am letzten Spieltag, als sie der hochgelobten Trappstädter Abwehr gleich acht Tore beim 8:1-Erfolg einschenkten.

Herterich erwartet "eine heiße Kiste"

Da lief es wie geschmiert bei Müller & Co., wobei Torgefahr nicht nur Müller, sondern auch Oldie Philipp Mend und der Linksaußen Sven Friedrich ausstrahlen. "Das wird, wie immer wenn diese Teams in der Vergangenheit aufeinanderstießen, eine heiße Kiste", ist sich FC-Coach Tim Herterich sicher, "da werden wir vor allem in der Deckung sicher stehen müssen, wenn wir etwas erben wollen". Diese wurde bei der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Ettleben früh durch den Platzverweis von Florin Popa, der nach Ablauf der Sperre wieder auflaufen kann, ausgedünnt, in Rödelmaier soll sie es der Feder-Elf bei der hohen 0:5-Pleite durch Kapitalfehler einfach gemacht haben.

"Da konntest du nur den Kopf schütteln", rekaptulierte Herterich, der aber nicht vergessen wollte, dass ihn auch das Vergeben von Hochkarätern verzweifeln ließ. Es ist also Verbesserung in allen Mannschaftsteilen angesagt, "wir gehen aber das Spiel optimistisch an, auch weil nun alle Urlauber zurück sind und die Bank gut bestückt ist".

TSV Trappstadt - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr)

"Kaum ist der Trainer in Urlaub, tanzen die Mäuse auf dem Tisch," so könnte man die 1:8-Niederlage der Gastgeber (13./2) in Oberschwarzach kommentieren. Ohne ihren Coach Martin Beck an der Außenlinie und ohne den kopfballstarken Peter Hutzler auf dem Platz hätte man sich, weil die meisten Leistungsträger doch mitwirkten, im Steigerwald besser verkaufen müssen. Die bis dahin hochgelobte Defensive mit dem starken Keeper Sominik Valtenmeier hatte in den drei Spielen zuvor erst zwei Gegentreffer kassiert und unter anderem dem FC 06 Bad Kissingen beim 0:0 standgehalten.

Von kompakter Abwehr war bei den Mannen von Martin Beck im vierten Saisonspiel nichts zu sehen, "ich befürchte, dass sich die Trappstädter kein zweites Mal abschlachten lassen wollen und auf Wiedergutmachung vor den heimischen Fans aus sind," vermutet Co-Trainer Simon Snaschel wohl nicht zu Unrecht. Die Münnerstädter (8./6) lieferten sich mit dem Schlusslicht Rapid Ebelsbach ein Scheibenschießen, das wie berichtet auch die Anzeigetafel überforderte.

Münnerstadts Berg- und Talfahrt

Bei einem Match mit Berg- und Talfahrt, die Lauertaler lagen zeitweise mit 3:1 und 4:2 in Front, schien nach dem Ausgleich zum 4:4 eine Überraschung möglich, doch dann netzten nur noch die "Nägelsieder" ein. Und das in einer Besetzung, die so wahrscheinlich nicht mehr zusammenspielen wird. Mit den AH-Spielern Johannes Wolf im Tor und Hans-Christian Schmitt im Mittelfeld musste der dünne Kader aufgefüllt werden. Im Grabfeld werden einige Akteure, nämlich Keeper Pattrick Balling, die zwei Schmittzeh-Brüder, Niklas Sperlich, Diego Rosero Quinones und Benedikt Back wieder zur Verfügung stehen. "Ich erwarte eine umkämpfte Auseinanderetzung. Im letzten Jahr haben wir in Trapptadt überhaupt nicht gut ausgesehen und hoch verloren", erinnert sich Snaschel.