Würzburger FV II - SV Garitz 2:0 (1:0) - Torfolge: 1:0/2:0 Patrick Hofmann (5./50.).

"Ausgerechnet im vielleicht wichtigsten Spiel der bisherigen Saison haben wir unsere bisher schlechteste Leistung gezeigt", klagte SV-Coach Andrzej Sadowski, der selbst wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht im Einsatz war. Schon die Anfangsphase verlief aus Sicht der Grün-Weißen unerfreulich, denn die jungen Domstädter gingen mit dem ersten Angriff in Führung. Warum die Gegenwehr der Gäste ausblieb, die sich bislang von Rückständen nicht aus der Bahn hatten werfen lassen, war unerklärlich. In der Offensive ging wenig zusammen, was auch daran lag, dass im Spielaufbau zu viele Ungenauigkeiten zu notieren waren.

Im ersten Durchgang besaßen die Sadowski-Schützlinge jedenfalls keine nennenswerte Torchance und durften sich bei ihrem Keeper Christoph Werner bedanken, dass nicht weitere Gegentreffer
kassiert wurden. Nach Wiederanpfiff sah es nach einer Besserung im Spiel der Grün-Weißen aus, die jetzt aggressiver in die Zweikämpfe gingen. Doch eine Unaufmerksamkeit in der Deckung führte kurz nach Wiederanpfiff zum Endergebnis. Danach schien die Moral bei den SVlern nicht für eine Aufholjagd zu reichen. "Wir haben uns ein paar Halbchancen erarbeitet, aber klare Aktionen in der gegnerischen Hälfte habe ich weiter vermisst", so Sadowski, der es zwar mit frischen Kräften versuchte, die aber ebenfalls nicht für eine Wende sorgten.

Die Gastgeber ihrerseits, die auch erst einen Saisonerfolg feiern konnten, beherrschten weitgehend die Szenerie, machten aber deutlich, dass sie das Toreschießen nicht erfunden haben. Die Partie plätscherte in der letzten halben Stunde ohne weitere Höhepunkte dahin. "Solche Leistungen dürfen wir nicht allzu oft zeigen, und schon gar nicht gegen Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe sind", zog Sadowski ein Fazit, das ihm selbst nicht gefallen konnte. Die Nähe zu den Abstiegsplätzen ist wahrlich kein Ruhekissen.
Garitz: Werner - Lang, Krieter, Schmitt, Rüth - Herold, Wijn (65. Cazzella), Papadopoulos, Glöckler (46. Böhm) - Schlereth (46. Schober), Rudolph.

FC Fuchsstadt - TSV Bergrheinfeld 2:1 (1:0) - Torfolge: 1:0 Johannes Feser (42.), 1:1 Felix Kilian (62.), 2:1 Marcel Plehn (65.).

Mit dem fünften Sieg in Folge, und neuerlich mit dem Standardergebnis von 2:1, setzten sich die "Füchse" durch die gleichzeitige Saison-Niederlage des bisherigen Spitzenreiters Schweinfurt 05 II an die Tabellenspitze. Darüber dürften sich die Zuschauer wundern, denn die Gastgeber zeigten gegen das weiter punktlose Schlusslicht eine bescheidene Leistung. Die mit großen Personalsorgen angetretenen "Berger", bei denen der 39-jährige Spielertrainer Berthold Göbel die Liberoposition wahrnahm, und der 41-jährige Co-Trainer Norbert Reichert auf der Bank saß, hielten aufgrund vieler Fehler der Kohlenbergler im ersten Durchgang gut mit, vermochten allerdings die sattelfeste Abwehr um die besten FC-Akteure, Marcel Plehn und Tobias Stöth, nicht auszuhebeln. Da aber auch die Offensive der Kubo-Mannen lahmte, hatten Torgelegenheiten Seltenheitswert. Aus Sicht der FCler waren es nur drei, wobei Johannes Feser mit Kopfball an Bergrheinfelds Keeper Benni Stöcker scheiterte (32.) und Simon Bolz die Kugel aus bester Schussposition an die Latte schlenzte (37.). So war der Führungstreffer der Platzherren glücklich. Nach einem weiten Schlag aus der FC-Hälfte heraus umkurvte Feser zwei Gegenspieler und schoss flach ins lange Eck ein. Nach der Pause wurde das Spiel nicht besser, allerdings chancenreicher. Der nun muntere Gast kam durch Felix Kilian, der zuvor noch an Florian Rottenberger gescheitert war, zum nicht unverdienten Ausgleich. "Ihr müsst näher am Gegner stehen", forderte lautstark Marius Kubo von der Bank aus. Sah allerdings mit Genugtuung, dass sein Team wenig später neuerlich in Führung ging. Nach Ecke von Lukas Lieb schoss Plehn das Leder vom Elferpunkt aus in den Winkel.

Gute Gelegenheiten vergeben

In den letzten zwanzig Minuten ergaben sich einige Konterchance für die Einheimischen, die aber zum Teil kläglich vergeben wurden. So hatte der eingewechselte Harald Bayer, nachdem er Göbel das Leder abgeluchst hatte, freistehend das 3:1 auf dem Fuß. Nachdem ein abgefälschter Schuss des diesmal indisponierten Simon Bolz am langen Eck vorbeistrich, vergaben Bayer per Kopfball sowie Feser unter Bedrängnis weitere gute Gelegenheiten. Letztlich mussten die Fans um die drei Punkte bis zum Abpfiff zittern, ein offensivstärkerer Kontrahent hätte den FClern wohl große Schwierigkeiten bereitet.
Fuchsstadt: Rottenberger - Heinlein, T. Stöth, Plehn, Baldauf - Lieb, Wolf (54. Bayer), Bold (70. Thurn), Bolz - Ermisch (58. Wahler), Feser.

TSV Großbardorf II - FC 06 Bad Kissingen 2:3 (2:1) - Torfolge: 0:1 Marcel Klug (3.), 1:1 Christian Wondra (11.), 2:1 Dominik Firnschild (18.), 2:2 Ervin Gergely (82.), 2:3 Adnan Hamzic (84.) - Rote Karte: Dominik Firnschild(Großbardorf/93.).

"Heute bin ich bedient", schimpfte TSV-Coach Karsten Schilling, der sich über eine unnötige Niederlage ärgerte und dem der Platzverweis seines Leistungsträgers Dominik Firnschild im Magen lag. Die 06er gingen trotz personeller Probleme die Angelegenheit forsch an und durch einen platzierten Schuss von Marcel Klug auch in Führung. Doch die Grabfelder schlugen zügig zurück und ließen bei einigen Ballstafetten die gegnerische Deckung schlecht aussehen. Christian Wondra nach einer Kombination über Matthias Leicht und Johannes Katzenberger sowie Firnschild per Freistoß sorgten erst einmal für die Wende. "Bis zur Pause haben wir es verpasst, die Führung auszubauen, ein 3:1 oder 4:1 wäre absolut möglich gewesen", so Schilling. Der sah in der letzten halben Stunde "aufmüpfige" Kurstädter, die auch ohne Christian Laus (Urlaub) nicht als Verlierer vom Platz gehen wollten. Und den Ausgleich schafften, als Ervin Gergely nach einem Einwurf seinen Gegenspieler düpierte und aus der Drehung einnetzte. Für Schilling "eine stümperhafte Defensivaktion". Zwei Minuten später jagte Adnan Hamzic einen Freistoß in die Maschen. Am Samstag steht für die 06er nun das brisante Derby gegen die Münnerstädter im Sportpark an.
Bad Kissingen: Schaffelhofer, Klug, Hamzic, Wedlich, Wehner - Ament, Wirth, Heilmann, Bayer. Karch (75. Schmitt) - Ger gely.