FC Fuchsstadt - TSV Gochsheim (Samstag, 16 Uhr)

Von der Papierform her müssten die Fuchsstädter (4./10), die weiter ungeschlagen sind, vor dem nächsten Heimsieg stehen, denn der Gast aus Gochsheim (17./2) wartet nach fünf Spieltagen immer noch auf den ersten Saisonerfolg. "Aber das ist, wie ich meine Pappenheimer kenne, genau der Gegner, der unterschätzt wird, obwohl es dafür keine Veranlassung gibt", so FC-Coach Martin Halbig. Dieser hofft, dass die erste halbe Stunde vom Dienstagabend in Dampfach (2:2) lehrreich war. "Da haben wir völlig unkonzentriert agiert, den Gegner regelrecht durch Fehler aufgebaut, was dieser zu zwei frühen Toren genutzt hat." Dass letztlich noch ein Punkt heraussprang, war einer Leistungssteigerung zu verdanken, "die ich gegen die Gochsheimer vom Anpfiff weg sehen will". Dass die Schützlinge von Stefan Riegler immer noch auf den ersten Dreier warten, ist deswegen überraschend, weil der TSV-Coach einen sehr erfahrenen Kader mit gestandenen Routiniers zur Verfügung hat. Zu nennen wären die auf dem Kohlenberg bestens bekannten Mirza Mekic, die Brüder Tino und Nico Kummer, der unberechenbare Angreifer Yannick Sprenger sowie Freistoßexperte Daniel Meusel. Aber diese standen bislang in der Abwehr nicht stabil (zwölf Gegentreffer) und rissen in der Offensive (vier Tore) auch noch keine Bäume aus. Im Gegensatz zu den "Füchsen", deren Torbilanz (13:4) die gute Tabellensituation erklärlich macht. Für die nächsten Wochen muss Martin Halbig auf Patrick Helfrich verzichten, der sich in Dampfach einen Außenbandriss im Knie zugezogen hat. Nicht einsatzfähig dürfte auch Steffen Schmidt sein, der das Training verletzungsbedingt abbrechen musste. Die Verletzung von Marcel Frank hat sich dagegen als nicht schwerwiegend erwiesen. In den Kader kehrt der zuletzt fehlende Michael Emmer zurück.

FC 06 Bad Kissingen - SG Heidenfeld/Hirschfeld (Samstag, 16 Uhr)

"Das erste Heimspiel der Saison wollen wir natürlich gewinnen", sagt Tim Herterich, dessen Schützlinge zum Saisonstart eine Nullnummer in Trappstadt hinlegten gegen einen Gegner, "der mit viel Kampf und dem notwendigen Glück seinen Kasten sauberhalten konnte". Einen kämpferischen Kontrahenten erwartet der FC-Coach auch im Sportpark. Das neuformierte Team (acht Abgänge, zehn Neuzugänge) des Gastes will dabei die 0:2-Niederlage im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Großbardorf II reparieren. "Ich vermute, dass der Gegner recht defensiv auftritt. Da müssen wir mit Geduld agieren und unsere Chancen besser nutzen als zuletzt", so Herterich, der sich in personeller Hinsicht kaum zu Veränderungen genötigt sieht. Lediglich die Urlauber Lukas Halbig und Keeper Tedi Kokalari, für den der junge Lucian Creanga zwischen den Pfosten stehen wird, gilt es zu ersetzen. "Bei uns macht sich der breite Kader bezahlt. Ich habe viele Akteure im Aufgebot, die sich im Training anbieten, wobei das Zusammenspiel zwischen den Routiniers und den vielen jungen Spielern positiv zu Buche schlägt", sagt Herterich. Sorgen plagen dagegen SG-Coach Martin Schendzielorz, der zuletzt den FC WMP Lauertal trainierte und früher selbst für die Kurstädter auflief. Leistungsträger wie Stefan Nöthling, Danny Djalek, Marcel Hartmannn und Christian Bollstädter haben dem neuformierten Klub Adieu gesagt, während Mario Knaup (Kreuzbandriss) für längere Zeit ausfällt.

TSV Münnerstadt - TSV Essleben (Sonntag, 17 Uhr)

Den zweiten Spieltag schließen zwei Verlierer des ersten Spieltages ab. Nach der Niederlage in Abtswind hat sich die personelle Situation bei den Münnerstädtern nur unwesentlich verbessert. "Wir müssen einfach das Beste aus der unerfreulichen Situation machen und die Spiele im August einigermaßen unbeschadet überstehen", fordert und hofft Co-Trainer Simon Snaschel, der mit den Gästen einen weiteren unbequemen Aufsteiger erwartet. Der letztjährige Vizemeister der Schweinfurter Kreisliga 1 setzte sich recht souverän in der Relegation durch und bewies dabei sowohl spielerische wie auch kämpferische Qualitäten. Gerade die Routiniers Julian Göbel und Julian Hart erwiesen sich als Stützen. Ganz zu schweigen von Spielertrainer Dominik Seufert, der frühere Unterspiesheimer Goalgetter bewies schon bei früheren Auftritten "Am Kleinfeldlein", dass mit ihm schlecht Kirschen essen ist. Große Sorgen dürfte diesem da eher seine Defensivabteilung machen, diese erwies sich bei der 1:5-Niederlage gegen die Oberschwarzacher als löchrig. Das Karriereende von Abwehrchefs Sebastian Schenk, früher für die Würzburger Kickers aktiv, scheint nicht kompensiert worden zu sein. "Ich habe den Gegner zweimal beobachten können. Das ist eine solide Elf, die den Kombinationsfußall pflegt und auf Hauruck-Aktionen verzichtet", so Snaschels Erkenntnisse.