TSV Steinach - FC Untererthal 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Mathias Tartler (13.), 0:2 Sebastian Heinlein (59.), 0:3 Mathias Tartler (74.). Rot: Franz-Xaver Rosshirt (81., Steinach).

Tiefe Enttäuschung bei den Hausherren, die nach dem Erfolg am Freitagabend im Landkreisderby unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet sind. Die Partie mit wenig klaren Offensivaktionen ging an die Gäste, die so einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gemacht haben. Im Abschluss und vor dem TSV-Tor ging die Viktoria cleverer zu Werke. Der Führungstreffer war aus ihrer Sicht aber insoweit glücklich, weil der Flankenball von Mathias Tartler abgefälscht wurde und so Keeper Franz-Xaver Rosshirt, der später nach Notbremse an Lukas Tartler noch die rote Karte sah, auf dem falschen Fuß erwischte. Die Voll-Schützlinge bemühten sich in der Folgezeit um den Ausgleich, doch in der gegnerischen Hälfte wurde es ihnen nicht leicht gemacht, weil die Grün-Weißen immer rechtzeitig den Ballführenden attackierten. Es ergaben sich nur einige wenige "Halbchancen", die aber nichts Zählbares einbrachten. Mehr Fortune hatte dagegen der Aufsteiger, der nach einer Stunde die Führung ausbaute: Nach einer Freistoßflanke drückte ihr Coach die Kugel aus fünf Meter höchstpersönlich über die Torlinie. Die Steinacher mussten nun notgedrungen volles Risiko gehen, brachten frische Kräfte und liefen dem Kontrahenten, der jetzt auf Konter lauerte, ins Messer. Mathias Tartler war nach einem langen Schlag zur Stelle und netzte überlegt ein. In der Schlussphase waren die Platzherren zu einer Wende nicht mehr in der Lage, auch weil die Beine nach dem Freitagsspiel zunehmend müder wurden und die Unterzahl dem Selbstvertrauen sowieso nicht gut tat.

FC Rottershausen - FC Strahlungen 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Alexander Schott (86.).

Der leicht überraschende Erfolg der "Spirken" lässt die Frage nach dem Aufstiegsreleganten weiter offen. In einer Begegnung, in der die Gäste laut Rottershausens Coach Alexander Schott "mehr Spielanteile hatten als wir", gelang den Strahlungern kein Treffer, weil die heimische Abwehrreihe kompakt stand und immer rechtzeitig ein Bein in die Flugbahn des Leders brachte. Die Hausherren, die nach einer halben Stunde Christoph Helfrich aufgrund einer Kopfplatzwunde vom Platz nehmen mussten, versuchten mit ihrer Kontertaktik zum Erfolg zu kommen, was aber zunächst keine Früchte trug. Die Bötsch-Elf rannte im zweiten Durchgang weiter an, doch entweder verhedderte sie sich in der gegnerischen Abwehr, oder die Weitschüsse waren zu unpräzise. Die Fans rechneten schon mit einer Nullnummer, da setzte Julian Göller zu einem blitzgescheiten und präzisen Pass auf seinen Coach an, der die Kugel kurzentschlossen aus spitzem Winkel versenkte. Danach hätten die Einheimischen sogar noch den zweiten Treffer erzielen können, dabei verlängerte Schott das Leder mit dem Kopf auf Göller, doch der verzog. "Ich würde unseren Sieg als leicht glücklich bezeichnen, aber aufgrund unseres Kampfgeistes ist er nicht unverdient", so das Fazit von Schott.

SV Ramsthal - TSV/DJK Wülfershausen 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Sascha Ott (39.), 1:1 Patrik Warmuth (68.).

"Ein Sieg hätte sehr wahrscheinlich den Klassenerhalt bedeutet, aber nach den 90 Minuten müssen wir froh sein, dass wir zumindest einen Punkt geholt haben, mit dem wir Wülfershausen auf Distanz halten", sagte Ramsthals Pressesprecher Jochen Hesselbach, der das Spiel vom Niveau her als "Kreisliga auf Sparflamme" betitulierte. Spannend war es dennoch, beginnend mit dem Pfostenschuss von Gästespieler Florian Balling, ehe auch Ramsthals Philipp Schmitt Alu traf mit seinem Freistoß ans Lattenkreuz. Die nötige Präzision bewies kurz vor dem Seitenwechsel Sascha Ott mit seinem schönen Lupfer über Keeper Lukas Bier, die Vorarbeit zum Führungstreffer hatte Christoph Schießer geleistet. Nach Wiederanpfiff war allerdings das angereiste Kellerkind klar im Vorteil und verdiente sich den Ausgleich durch den verdeckten Schuss von Patrik Warmuth. "Wir hatten Glück, dass unser Keeper Bastian Reusch mal wieder stark gehalten hat", wusste Hesselbach angesichts der vereitelten Hochkaräter für Nils Voigt und Florian Balling, während Timo Kaiser für seinen geschlagenen Torwart auf der Linie einen Warmuth-Schuss klärte.js

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen - SG Urspringen/Sondheim/Rhön 2:2 (1:1). Tore: 0:1

Martin Felsburg (38.), 1:1, 2:1 Andre Wetterich (40., 53.), 2:2 Felix Umla (86.).

Einen Dämpfer mussten die Gastgeber im Kampf um den Relegationsplatz hinnehmen, "wobei das Remis durchaus den Kräfteverhältnissen entsprach", meinte FV-Abteilungsleiter und Torhüter Florian Erhard. Die Hohen Rhöner knüpften kämpferisch an die Leistungen der vergangenen Wochen an, "während auf unserer Seite mit Ausnahme von Andre Wetterich niemand eine hundertprozentige Form auf den Rasen brachte." In Rückstand gerieten die Kaufmann-Schützlinge, als sie den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, Markus Herbert sich auf dem Flügel durchtankte und bei seiner folgende Flanke den Kopf von Martin Felsburg fand. Gleich nach Wiederanpfiff glichen die "Gücker" aus: Nach Pass von Marcello Weigand überlistete Wetterich Keeper Lous Kümmeth. Der Torschütze war auch nach dem Seitenwechsel zur Stelle, konnte aber wie seine Teamkollegen in den folgenden Minuten zum Teil vielversprechende Möglichkeit nicht nutzen. Der Gast kam in der Schlussviertelstunde wieder besser ins faire Match und nutzte erneut einen Fehler im Spielaufbau der Platzherren durch ein schnelles Umschaltspiel, das Felix Umla erfolgreich abschloss.

FC Reichenbach - FC Westheim 3:3 (2:3). Tore: 0:1 Yanik Pragmann (10.), 1:1 David Dietz (16.), 1:2 Yanik Pragmann (25.), 1:3 Maximilian Schaub (43., Foulelfmeter), 2:3 Jannik Schäfer (44.), 3:3 Christian Pickel (63.).

Eines kam man den Westheimer nicht vorwerfen: Trotz ihrer Ankündigung, die Liga freiwillig verlassen zu wollen, betreiben sie keine Wettbewerbsverzerrung. Zum Leidwesen der Teutonen, die den erhofften Befreiungsschlag nicht landen konnten und diesen auf das Spiel am Mittwochabend in Wülfershausen verschieben müssen. Die Noack-Elf ging in Führung, als sich Yanik Pragmann einen langen Ball erlief und mit einem platzierten Schuss Keeper Eric Reß keine Abwehrchance ließ. Wenig später war auch dessen Gegenüber Leon Wahler machtlos, als dessen Vorderleute eine Hereingabe auf David Dietz nicht unterbanden. Doch die "Waster" schlugen zurück, neuerlich durfte Pragmann nach einem Steckpass von Maxi Schaub jubeln. Der Vorlagengeber baute den Vorsprung nach Foul von Reß an Pragmann bei einem Elfer sogar aus. "Die Zwei-Tore-Führung hätten wir in die Kabine bringen müssen", ärgerte sich im Nachhinein Schaub, doch gleich nach Wiederanpfiff feuerte der beste heimische Akteur, Jannik Schäfer, einen 30-Meter-Schuss ab, der genau im Winkel einschlug. Nach der Pause erhöhten die Ludsteck-Mannen mit frischen Kräften den Druck aufs Gäste-Tor. Der nicht mehr überraschende Ausgleich wurde von Johannes Katzenberger vorbereitet, nach seinem Querpass drückte Christian Pickel die Kugel über die Linie. In der Schlussphase ergaben sich für beide Seiten Chancen zum Siegtreffer.

Spfr. Herbstadt - SV Riedenberg 4:1 (2:1). Tore: 0:1 Kilian Markart (13., Foulelfmeter), 1:1 Peter Kürschner (29.), 2:1 Jason Schmitt (35.), 3:1 Bastian Bömmel (62.), 4:1 Marco Lurz (68.). Bes. Vorkommnis: Lars Schaab (Riedenberg) parierte Foulelfmeter von Julian Ankenbrand (45.+1).

Es hatte doch alles so gut begonnen für die Riedenberger, denn nach Foul an Maximilian Spahn brachte Kilian Markart seine Elf vom Kreidepunkt aus in Führung. Wenig später vergab Peter Kürschner die Riesenchance zum Ausgleich. Danach hatte Jonas Wolf das 0:2 am Fuß, scheiterte aber am überragend rettenden Thomas Kneuer. Und im Gegenzug meldete sich Kürschner als Torschütze zurück, war nach einer abgewehrten Ecke mit dem Kopf zur Stelle zum 1:1. Nach einer feinen Vorarbeit von Marco Lurz markierte Jason Schmitt sogar das zu diesem Zeitpunkt ´völlig überraschende 2:1. Der Halbzeitstand hätte es noch nicht einmal sein müssen, weil Riedenbergs Keeper Schaab erst das Strafraumfoul an Kürschner beging, dann aber den zu schwach geschossenen Elfer von Julian Ankenbrand (40.+1) parierte. Das 3:1 meldete Dominik Firnschild (55.) mit einem Riesen-Direktschuss aus gut 20 Metern an, den Schaab aber noch parierte. Bei Bastian Bömmels dritten Versuch binnen drei Sekunden war er machtlos - 3:1. Wenig später stellte Marco Lurz (68.) durch einen Abstauber das Endergebnis von 4:1 her. rus

TSV Großbardorf II - FC WMP Lauertal 4:0 (0:0). Tore: 1:0 Manuel Leicht (59.), 2:0 Jonas Alber (72.), Florian Dietz (83.), 4:0 Benjamin Diemer (86.). Bes. Vorkommnis: Sebastian Müller (Lauertal) pariert Foulelfmeter von Florian Dietz (15.).

Laut Auskunft des Großbardorfer Teammanagers Nico Kirchner "verlief die erste Halbzeit auf Augenhöhe. Die Gäste waren in den ersten 25 Minuten sogar die deutlich bessere Mannschaft. Da hätten sie 1:0 oder sogar 2:0 gegen den Meister führen können. Erst dann kam die Truppe von Trainer Markus Bach besser ins Spiel und hätte ihrerseits zur Halbzeit schon in Führung gehen können. Hinzu kam, dass Florian Dietz nach einem Foul an Manuel Leicht mit dem Elfmeter am Gästekeeper Sebastian Müller scheiterte, der mit einigen weiteren Glanzparaden seiner Mannschaft eine unverdient höhere Niederlage ersparte. "Das hätte den Verlauf bis dahin aber auch auf den Kopf gestellt." Müller war unter anderem mit einer Fußabwehr zur Stelle, als eine Minute vor dem 1:0 viele den Kopfball von Florian Dietz schon im Tor gesehen hatten. Dann aber schlugen die vier Erfahrenen im U23-Team der Gallier, Manuel Leicht, Jonas Alber, Florian Dietz und Benjamin Diemer ab der vollen Stunde in ziemlich gleichen Zeittakten vier Mal zu und stellten das letztendlich souverän aussehende Endergebnis her. Mit dem Trainer Markus Bach nur bedingt zufrieden gewesen sein dürfte. rus

TSV Bad Königshofen - TSV Steinach 0:5 (0:2). Tore: 0:1 Aaron Friedel (17.), 0:2 Fabian Rottenberger (30.), 0:3 Fabian Schmitt (49.), 0:4 Fabian Schäfer (64.), 0:5 Aaron Friedel (67.). Bes. Vorkommnis: Maximilian Hein (Steinach) verschießt Foulelfmeter (66.).

Ihren höchsten Auswärtssieg der Saison schafften die Steinacher am Freitagabend gegen die Kurstädter, die alles vermissen ließen, was sie in den letzten Wochen ausgezeichnet hatte. Die Gastgeber, die sich im Laufe der Partie gerade einmal zwei Torgelegenheiten erarbeiteten, gerieten in Rückstand, als die Gäste eine flüssige Kombination starteten, die Fabian Schäfer in Ballbesitz brachte. Dieser scheiterte am herausstürzenden Keeper Andreas Hofmann, der gegen den Nachschuss von Aaron Friedel allerdings machtlos war. Die Abwehr der Heimelf, die ihren "Chef" Daniel Blau schmerzlich vermisste, kassierte noch in der ersten Halbzeit den zweiten Gegentreffer, als sich nach einem weiten Einwurf Fabian Rottenberger um seinen Gegner wickelte, um das Leder anschließend trocken ins Toreck zu setzen. Gleich nach Wiederanpfiff verpasste Friedel bei einem Heber das 0:3, doch drei Minuten später durfte beim Schlusslicht doch gejubelt werden, als der aufgerückte Verteidiger Fabian Schmitt den Ball nach Freistoßflanke von Joshua Jung einköpfte. Eingedenk des Sonntagsspieles wurde dann bei der Voll-Elf durchgewechselt, unter anderem lief nun Maximilian Hein auf. Kaum auf dem Rasen, wollte er nach einem Foul des heimischen Goalies an Schäfer einen Elfer vollstrecken, traf aber nur satt den Pfosten. Dies erwies sich aber nur als Momentaufnahme, denn wenig später brach Friedel bis zur Grundlinie durch und bereitete mit einem Rückpass auf Schäfer das 0:4 vor. Friedel traf dann selbst noch einmal, als er einen Freistoß über die Mauer hinweg ins Eck schlenzte. "Es wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, wenn wir uns zwei bi drei Tore für das Sonntagsspiel aufgehoben hätten", meinte Walter Voll, der Trainervater war ansonsten rundum zufrieden mit Rosshirt & Co.