Anders als beispielsweise in Würzburg (Residenz) oder in Bayreuth (Opernhaus), besteht das Welterbe in Bad Kissingen nicht aus einem einzelnen Gebäude, sondern aus vielen Elementen. Dazu gehören Quellen, Kurbauten, Parkanlagen, Promenadewege. Die Schutzzone in Bad Kissingen ist deshalb sehr weitläufig. Sie ist 212 Hektar groß und zieht sich vom Kaskadental im Norden bis zum Golfplatz im Süden.

Der Großteil konzentriert sich aber auf den Bereich rund um den Regentenbau und den Kurgarten, also um die zentralen Kuranlagen. Hier befinden sich die Max-, die Rakoczy- und die Pandurquelle - gewissermaßen die Keimzelle, aus der sich das Kurwesen in Bad Kissingen entwickelt hat. Wer sich die Welterbezone und alle wesentlichen, von der Unesco ausgezeichneten Bestandteile anschauen möchte, sollte dafür etwas Zeit einplanen. Diese Bildergalerie gibt Ihnen einen Überblick und viele Eindrücke, was zum Welterbe in Bad Kissingen dazugehört und wo es liegt.

Welterbe-Managerin Anna Maria Boll erklärt, dass es auch darum geht, wie die einzelnen Elemente von den Erbauern stadtplanerisch aufeinander abgestimmt wurden. Deshalb gehört etwa das Kurviertel im Bereich Von-der-Tann-Straße und im Bereich Kurhausstraße zur Welterbezonezone. Und: "Es geht um die Anordnung der Grünflächen, um historische Sichtachsen", sagt sie. So wurden Aussichtspunkte um die Stadt so gewählt, dass von dort aus möglichst die zentralen Kuranlagen zu sehen sind. Auch um die Schutzzone herum gibt es viel zu entdecken.