Auch Fernsehsender interessieren sich zwischenzeitlich für den Fall, so der Leiter der Polizeiinspektion Bad Kissingen, Stefan Haschke.Haschke ist über diese Entwicklung gar nicht sehr glücklich. Zum einen erhalte der sogenannte Poolschlitzer damit eine große mediale Aufmerksamkeit, auf der anderen Seite würde das Sicherheitsgefühl von Eltern beeinträchtigt, weiß er aufgrund von Anrufen besorgter Mütter und Väter.
In allen bisherigen Fällen habe es aber keinerlei Gefährdungen gegeben. Der Unbekannte- sofern es nur einer ist und es keine Trittbrettfahrer gibt - hat ab 2009 immer nachts die Wasserbecken aufgeschlitzt. Nur einmal wäre er dabei fast erwischt worden. Am Wochenende wurden das erste Mal nach zwei Jahren wieder drei Pools in einer Nacht aufgeschlitzt. 2014 gab es gar keinen Zwischenfall. Deutlich aktiver war der Poolschlitzer in den Jahren vor 2014. Deshalb versteht Haschke nicht, dass das Thema ausgerechnet jetzt so hoch kocht. Bislang sind es aber mehr als 30 bekannte Schlitzattacken in sechs Jahren.

Keinerlei Hinweise

Die Polizei hat keine Anhaltspunkte, wer der Unbekannte sein könnte und was ihn antreibt. Das macht auch die Ermittlungen für die Polizei so schwierig. Bei Brandstiftern könne die Polizei von bestimmten Persönlichkeitsprofilen ausgehen. Der Fall des Poolschlitzers aber sei so einmalig, dass es darüber keine Erkenntnisse gibt.
Eltern könnten allerdings ein paar Dinge beachten, sagt Haschke. Es sei hilfreich den Garten nachts auszuleuchten, beispielsweise über einen Bewegungsmelder. Wer einen Hund oder aufmerksame Nachbarn habe, sei sicherlich im Vorteil. Ein Schutz könnte sein, wenn der Pool von der Straße her nicht einzusehen ist.
Keine Probleme hatte der Poolschlitzer in der Vergangenheit mit Zäunen. Die hat er einfach überstiegen.