Bad Kissingen gehört zur absoluten Spitze der deutschen Heilbäder und Kurorte. Das gilt nicht nur, weil die Stadt immer noch mit dem inoffiziellen Titel des bekanntesten Kurorts werben kann. Es stimmt auf jeden Fall auch preislich. Höher als im Sehnsuchtsort der Kaiser, Könige und Kanzler des 19. Jahrhunderts, hieß es schon vor ein paar Jahren, sei die Kurtaxe nirgendwo in der Republik. Und damit sich das auch nicht entscheidend ändert, hat der Freistaat Bayern den pro Tag fälligen Betrag zum Jahresbeginn erhöht.

Statt 3,50 Euro sind jetzt 3,60 Euro Normalsatz fällig. Schwerbehinderte bezahlen 3,10 Euro. Für Tagungs- und Seminargäste sowie für Personen, die sich laut bayerischer Kurtaxverordnung "ausschließlich aus Anlass ihrer Berufsausübung im Kurbezirk aufhalten", gilt eine Ermäßigung auf 1,80 Euro. Kranke, die ihre Unterkunft nicht verlassen können, unter 18-Jährige, bestimmte Auszubildende und Begleiter von Schwerbehinderten sind befreit.

Ungewöhnlich ist, dass die Kissinger Alarmsysteme im Falle dieser Erhöhung nicht funktioniert haben. Sonst ist in der Stadt das Heulen und Zähneknirschen in der Regel schon Monate vor dem Stichtag der Erhöhung laut zu vernehmen. Die Stadt hat früher sogar schon mal beim Freistaat gegen eine Erhöhung interveniert.