Nüdlingen
Gemeinderat

Nüdlingen: Supermarkt auf gutem Weg

Lange war unklar, ob sich im Ried am Ortseingang von Nüdlingen ein neuer Einzelhändler ansiedelt. Jetzt hat der Gemeinderat Fakten geschaffen. Wie der Markt an den geplanten Kreisel anschließt, zeigt das Bild im Artikel.
Blick von Bad Kissingen kommend nach Nüdlingen: An der Kreuzung soll ein Kreisel kommen. Auf der Fläche rechts der Straße, zwischen dem Feldweg und den Häusern, soll ein Lebensmitteleinzelhandel entstehen.
Blick von Bad Kissingen kommend nach Nüdlingen: An der Kreuzung soll ein Kreisel kommen. Auf der Fläche rechts der Straße, zwischen dem Feldweg und den Häusern, soll ein Lebensmitteleinzelhandel entstehen. Foto: Ellen Mützel
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Das Dorf hat immer mehr Durchgangsverkehr - zum Leidwesen der dort Wohnenden. Doch genau das ist für einen Supermarkt an der Straße die beste Voraussetzung. Um den Bürgern eine neue Einkaufsmöglichkeit zu bieten, ist die Gemeinde derzeit dabei, Baurecht zu beantragen: An der Fläche am Ortseingang (von Bad Kissingen kommend) zwischen dem Feldweg auf der rechten Seite und den ersten Häusern des Riedweges soll ein Einkaufsladen entstehen.

Baurecht nötig

Das hat eine Vorgeschichte: Die Fläche war bereits länger im Gespräch. "Unser Supermarkt hatte uns mitgeteilt, dass sie den bestehenden Laden gerne schließen und am nächsten Tag im neuen aufmachen wollen. Das haben sie uns mündlich zugesagt", sagt Nüdlingens Bürgermeister Harald Hofmann (CSU). Dafür muss jedoch auf der Fläche Baurecht geschaffen werden, die notwendige Planung kostet Geld. Das hat die Gemeinde selbst in die Hand genommen.

So hat Eckhard Bökenbrink vom gleichnamigen Planungsbüro den Entwurf des geänderten Flächennutzungsplanes in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt. Dem stimmte der Gemeinderat geschlossen zu. Dieser wird nun durch die Träger öffentlicher Belange begutachte. Beispielsweise prüfen das Wasserwirtschaftsamt oder die Untere Naturschutzbehörde, ob es Einwände in Sachen Wasserschutz gibt. Zu diesem Thema hatte Gemeinderat Florian Wilm (Bürgerblock) sich in der Sitzung erkundigt.

Verkaufsfläche bis zu 1200 Quadratmetern möglich

Anschließend stellte Bökenbrink den ersten Entwurf zum Bebauungsplan "Sondergebiet Riedweg" vor, ging damit also in etwas detailliertere Planung. Im Entwurf ist festgehalten: "Ausschließlich zulässig ist ein Lebensmitteleinzelhandel mit einer Verkaufsfläche von bis zu 1200 Quadratmetern und eine Bäckereifiliale mit einer Verkaufs- und Gastrofläche von bis zu 100 Quadratmetern sowie die erforderlichen Stellplätze und Nebenanlagen." Welcher Laden letztendlich auf der Fläche bauen wird, ist noch nicht fest geregelt.

Anbindung für Autos, Fußgänger und Radfahrende

Ein Kreisverkehr an der Kreuzung (weiteres dazu lesen Sie hier) soll zum einen die Geschwindigkeit der einfahrenden Autos verringern, zum anderen gewährleistet er die Zufahrtsstraße zum Parkplatz. "Für den fußläufigen Verkehr ist auf der Südseite der Bad Kissinger Straße ein Gehweg vorgesehen, auf dem der Radverkehr zukünftig erlaubt sein wird", sagt Bökenbrink.

Der Weg vom Industriegebiet kommend zum Supermarkt soll einen Fußweg und eine Querungshilfe über die Straße bekommen. Der Bachlauf des Riedbachs soll erhalten bleiben. Das Planungsbüro rechnet damit, bis Ende des Jahres das Baurecht für diese Planung zu erhalten.

Vorschläge des Gemeinderates

Anschließend brachten die Gemeinderatsmitglieder ihre Gedanken mit ein. Klaus Beck und Christian Höfler (beide Bürgerblock) zeigten sich erfreut, dass die große Weide erhalten bleibt. Volker Schäfer (SPD) sprach die Straßenquerung auf südlicher Seite zur Friedenskapelle in Richtung Winkels an. Diesen Weg würden beispielsweise Hundebesitzer nutzen.

Er befürworte eine kleine Insel inmitten der Straße als Querungshilfe. Er und Florian Wilm schlugen vor, den Gehweg an der Südseite des Ladens noch zu verlängern, damit der von den Feldwegen kommende Fußverkehr dort sicher unterwegs ist. Dies werde Bökenbrink mit in die Planung aufnehmen.

Planungen liegen bald aus

Der 2. Bürgermeister Edgar Thomas (CSU) sprach die S-Kurve des Wirtschaftsweges ortsauswärts an. Dieser sei für Landwirtschaftliche Fahrzeuge schwer zu befahren. Darüber müsse man mit dem Staatlichen Bauamt sprechen, das für die Planung des Kreisverkehres zuständig ist, erwidert Bökenbrink.

Sebastian Schäfer (SPD) erkundigte sich, wann die Planung für die Bewohner ausliegen würden. Dies sei etwa von Mitte Juni bis Mitte Juli der Fall, im Oktober wäre das dann ein zweites Mal, so der Planer. Der Gemeinderat stimmte der Aufstellung des Bebauungsplans einhellig zu.

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