Nachdem die Ortsumgehung Nüdlingen vom Tisch ist, soll ein lärmdämmender Asphalt auf der Ortsdurchfahrt dazu führen, den Geräuschpegel im Dorf zu verringern. Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) hatte darüber mit dem staatlichen Bauamt Schweinfurt Gespräche geführt. Damit die Behörde die Planungen zum Asphalt fortsetzen kann, sammelten die Gemeinderatsmitglieder ihre Veränderungsvorschläge für die Straße.

"Wir wünschen uns ja alle einen Kreisel und haben innerorts bestimmte Gehwege, die sehr schmal sind", sagt Hofmann. Für den Kreisel liegen bereits Pläne vor uns gebe mündliche Zusage für bestimmte Finanzierungshilfen.

Verbreiterung der Gehwege

Verbreiterte Gehwege solle es am ehemaligen Schülerlotsenüberweg an der Kapellenstraße geben, sowie an der Metzgerei Düring. Veränderungen an der Kreuzung am Wurmerich und nebenliegender Bushaltestelle hatte das Staatliche Bauamt geprüft, jedoch dann verworfen. Die Busbuchten bleiben erhalten.

Gemeinderatsmitglied Florian Wilm (Bürgerblock) schlägt eine weitere Gehwegverbreiterung in der Kissinger Straße zwischen der Hausnummer 23 und 31 vor. Es sei ein gefährliches Eck: auf ganzer Länge sei der Gehweg hier schmal. "Ich würde sogar empfehlen da einen hohen Bordstein zu machen, damit derjenige, der meint da auf den Gehweg fahren zu müssen, das auch richtig spürt", meint Wilm.

Bunter Straßenbelag

Zudem fordert er Veränderungen an der Schenkgasse. Diese Überlegungen werden jedoch in einem gesonderten Gespräch des Gemeinderates behandelt werden, da diese Straße nicht in die Planungen des Bauamtes zur Bundesstraße hineinfällt.

Burkard Diez (UWH) gibt folgende Idee in die Runde: "Ich wollte mal fragen, ob es möglich ist, den Fahrbahnbelag ab der Raiffeisenbank bis zur Apotheke hoch in anderen Farbe zu machen? Dass der Fahrer sieht, "hallo du bist hier in einem Ortszentrum, fahr mal ein bisschen langsamer". Eine andere Farbe hätte hier eine Signalwirkung. Hofmann bezeichnet den Vorschlag als sinnvoll. "Ob das zulässig ist, müssen wir nachfragen."

Die Kostenfrage

Uwe Beer (CSU) wendet ein, dass es sich um einen bereits vorgeplanten und in sich schlüssigen Vorentwurf des Staatlichen Bauamtes handelt. "Wenn wir noch Veränderungen wollen, wer übernimmt die Kosten? Wir dürfen nicht vergessen, das ist nicht unsere Straße.

Aber: Es sind unsere Gehwege", sagt er. Letztere müsste die Gemeinde zahlen. "Wir sind hier jetzt nicht bei wünsch dir was", mahnt er daher. Die Kosten des Kreisels übernehme das Staatliche Bauamt nach mündlichen Zusagen um 54 Prozent.

Rad- und Fußwege, sowie eine Ampel

Einen weiteren Vorschlag macht Wilm zum Kreisel. Er fordert die Fahrrad- und Fußgängertechnische Anbindung an den geplanten Supermarkt, der von Winkels kommend rechts des Kreisels geplant ist. Hofmann erläutert, dass ein Gehweg auf der Seite des Riedwegs geplant sei.

Dies sei jedoch erst seit kurzem möglich, nachdem die Gemeinde das Grundstück "Riedweg 2" für die Kanalbauarbeiten kaufen konnte. Mit diesem Grundstück könne ein Gehweg vom Riedweg in Richtung Kreisel erschlossen werden.

Gemeinderatsmitglied André Iff schlug abschließend eine Ampel am ehemaligen Schülerlotsenüberweg an der Kapellenstraße vor. Der Gemeinderat beschloss die Verbesserungen mit den aufgenommenen Vorschlägen einstimmig und beauftragte die Verwaltung, einen Vertrag mit dem Staatlichen Bauamt über den Bau des Kreisels abzuschließen.

Weitere Themen as dem Gemeinderat:

- Ortsjubiläum Julia Trägner (Agentur MOMix) wird die Gemeinde bei der Planung der 1250-Jahrfeier unterstützen.

- Depoträume Die Gemeinde unterstützt den Heimatverein bei seinem Bau von Lagerräumen mit höchstens zehn Prozent, also 400 Euro.

- Förderung Der Bau von Zisternen und Photovoltaikanlagen soll sich lohnen. Ein ausführlicherer Bericht folgt.