Geplant war in 2020 vieles, aber es galt in den vergangenen neun Monaten "auf Sicht" zu arbeiten - Schauen was an und wie Gruppenarbeit möglich ist. "Wir mussten viele neue Worte lernen und der Begriff der 7-Tage Inzidenz wurde zum neuen Wasserstand", sagt die Leiterin der Malteserjugend Thundorf, Bettina Heusinger.

"Die oberste Priorität war und ist natürlich die Gesundheit von uns Allen, egal ob ganz jung oder ganz alt." Zu Beginn der Pandomie war die erste Maßnahme im März die Herausgabe eines "Notfallbogens".

Dieser beinhaltete die wichtigen Nummern bei einem Notfall und eine Übersicht wichtiger Fakten für den Fall der Fälle, dass man notfallmäßig ins Krankenhaus muss. Er wurde an alle Mitbürger der drei Gemeindeteile verteilt.

Die Verantwortlichen der Gruppe engagieren sich seit Jahren für die Jugendlichen der Gemeinde und auch über die Gemeindeteile hinaus, aber 2020 wurde es leider anders.

Gruppenstunden "to go"

Die Malteserjugend konnte nur bedingt aktiv sein und - was besonders schmerzlich war - dass das Sommer-Zeltlager, aber auch die Dorfweihnacht, der Kreuzweg und die regelmäßigen Gruppenstunden abgesagt werden mussten. Sie fehlten einfach. Kurzerhand "traf" man sich "im Internet" und diskutierte, wie die Malteser Jugend trotzdem aktiv bleiben konnte. Und so entstanden die Gruppenstunden "to go" und auch "Sternstunden to go". Einen kleinen Gruß gab es zu Ostern an alle Bürgerinnen und Bürger von Thundorf, die Mitglieder erreichte ein süßer "wir vermissen Euch-Gruß".

Im August und September dann waren Gruppenstunden unter den vorgegeben Hygienemaßnahmen möglich, danach musste die Arbeit wieder eingestellt werden.

Sternstunden auf CD

Im "herbstliche Lockdown" wurde die Idee geboren, die Jugendarbeit "zum Mitnehmen" - neudeutsch: "to go" zu gestalten. Eine Gruppenstunde "to go" wurde an alle Mitglieder Ende Oktober verteilt. Diese beinhaltete ein kleines Bastelset für die Weihnachtszeit, konnte und wollte jedoch das Diözesanjugendtreffen in Wildflecken nicht ersetzen.

Auch der Nikolaus war unterwegs, so dass sich die Kids freuen konnten und für die Gruppenleiter gab es einen Adventskalender.

Die "Sternstunden für Senioren" konnten auch stattfinden, mit An- und Abstand und ebenfalls "to go". Jeder Teilnehmer trug sein Gedicht, seine musikalische Einlage nicht live vor, sondern nahm diese als Datei auf. Alle Beiträge wurden auf CD gebrannt und an die Senioren verteilt.

Halssocken und Taschen

Das "Christkind" schickte seine Vertreter (Sabrina Bieber und Martin Heusinger) und brachte für alle Mitglieder "Malteser-Halssocken" und für die Krabbelgruppe "Taschen mit Neonstreifen".

"Es wurde viel geboten". Nicht wie sonst - Face to Face, sondern mit Abstand. Trotz aller Einschränkungen und Unsicherheiten wegen Corona gelang es "Gemeinsam sind wir bärenstark" in Thundorf zu leben, denn dass wir "Aufeinander achten" und Einander beachten" gehört bei uns zur Jugendarbeit dazu, sagt Bettina Heusinger.