"Es ist ein Schandfleck und es bleibt ein Schandfleck." Mit diesen Worten beschreibt Günter Schaub den Zustand der so genannten Schweiz, also das Haus Marktplatz 11. Dieses Gebäude gehört seiner Familie und seit langer Zeit ist geplant, das Hotel Bayerischer Hof, das ebenfalls der Familie Schaub gehört, um die Häuser Marktplatz 10 (Lutz-Haus) und die Schweiz zu erweitern. Mehr als fünf Millionen Euro wird dies kosten, wobei der Preis wegen der Hochkonjunktur in der Baubranche inzwischen auch schon höher liegen könnte. Weil die Häuser direkt am Marktplatz liegen, die Schweiz ein Einzeldenkmal ist und das ganze Ensemble ortsbildprägend ist, erhoffen sich die Schaubs natürlich Zuschüsse für das Vorhaben. Im Moment sieht es da allerdings nicht allzu gut aus.

Günter Schaub nimmt kein Blatt vor den Mund: "Ich werde immer älter, langsam habe ich die Schnauze voll." So lange es keine ordentliche Finanzierung für das Objekt gebe, könne er auch nicht anfangen. Voraussetzung für die mögliche Gewährung von Fördermitteln im Rahmen des Städtebaus war ein Wirtschaftlichkeitsgutachten. Das ist inzwischen vom Hotel- und Gaststättenverband erstellt worden und vor gut einem halben Jahr an die Regierung von Unterfranken gegangen. Beantragt werden Zuschüsse im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms immer von der Stadt Münnerstadt. "Wir haben noch keine Antwort", sagte Bürgermeister Helmut Blank (CSU) dazu.