"Das Ergebnis ist in dieser Form zu akzeptieren", sagt Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Er verweist darauf, dass nach dem letzten Bürgerentscheid zum Kostenvergleiche ein Arbeitskreis gegründet und - wie gewünscht - ein Gutachten erstellt wurde. "Wir sind froh, dass die Leute zur Wahl gegangen sind", sagt er. Denn normalerweise würden in solchen Fällen hauptsächlich die zur Wahlurne gehen, die ein Interesse daran haben, in diesem Fall also die Hallenbadfreunde. "Sonst gewinnen meist die Bürgerbegehren", sagt er. Beim Hallenbad war es anders.

Allerdings waren es nach dem vorläufigen Ergebnis lediglich 57 Stimmen, die die Entscheidung bei der Stichfrage herbeiführten. 1608 Münnerstädter wollten, dass das Ratsbegehren (Abriss) gilt, 1551 Bürger, dass das Bürgerbegehren (Sanierung) gilt. Zum Tragen kam die Stichwahl, weil beide Bürgerentscheide mit "Ja" beantwortet wurden. Bürgermeister Helmut Blank verweist aber auf einen Unterschied. Beim Abriss stimmten 55,26 Prozent der Wähler für "Ja", bei der Sanierung waren es nur 51,92 Prozent. Damit sieht er das Endergebnis bestätigt. Als Grund dafür, dass beide Entscheide mit "Ja" beantwortet wurden, nennt er, dass viele Wähler nur eine Frage mit "Ja" beantwortet haben, bei der anderen gar kein Kreuz gemacht haben. Helmut Blank ist mit dem Ausgang zufrieden.