Die zehnjährige Marie-Kristin Kunz hat schon Erfahrung als Weihnachtsengel. Bereits im letzten Jahr durfte sie als "Mürschter Engelchen" im Deutschordensschloss "Weihnachten im Schloss" eröffnen. Auch dieses Jahr waren ihre Dienste gefragt, und sie machte es wieder ganz prima.

Rund 40 Aussteller, von denen einige gleich vor Ort produzierten, was sie verkaufen wollten, waren am Samstag und Sonntag ins Schloss und Heimatspielhaus gekommen. Damit nicht genug: Am Sonntag gab es zusätzlich zum Kunsthandwerkermarkt den städtischen Markt rund ums Rathaus. Die Geschäfte waren geöffnet, und viele Ladeninhaber verwöhnten die Gäste mit Glühwein, Punsch und Plätzchen.

Auch die Flohmarkt-Fans kamen auf ihre Kosten. Der Benefiz-Flohmarkt des Heimatspielhauses war ebenso geöffnet wie der Charity-Laden des Tierheims und der Mürschter Trödelmarkt in der Kelterhalle. Der Streifzug durch den Kunsthandwerkermarkt war wie jedes Jahr ein Fest für alle Sinne. Es reichte von bunten Einkaufstaschen über Weihnachtssterne und Engel aus vielen Materialien von Stoff bis Holz oder gestrickten und gefilzten Hausschuhen gegen kalte Füße.

Viele der Aussteller sind schon Dauergäste beim Weihnachtsmarkt wie zum Beispiel Hobby-Drechsler Werner Schneider. Er bot Armreifen aus Holz oder gedrechselte Kugelschreiber und Flaschenöffner an. Letztes Jahr hatte er seine Drechselbank sogar im Heimatspielhaus installiert, und die Besucher konnten ihm bei der Arbeit zusehen. Wie immer war auch der Imkerverein präsent. An seinem Stand gab es nicht nur "den besten Honig von Bayern" (so Vorsitzender Dieter Schölzke), sondern auch Bienenwachs, Bodylotion oder Wachstücher. "Schlöffel" hatte Peter Braun an seinem Stand im Angebot - Schlüsselanhänger, gebogen aus alten Löffeln. Er verkaufte auch wieder den Kalender des Altstadtvereins.