Mit Beginn des neuen Schuljahres können die beiden städtischen Turnhallen an der Freiherr-von-Lutz-Schule nicht mehr kostenlos von Vereinen genutzt werden. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung stimmte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zu, Gebühren zu erheben.
Der Stadtrat hatte die Verwaltung vor einiger Zeit damit beauftragt, die Hallenbelegungsgebühren in der Mehrzweckhalle und in sämtlichen Schulsporthallen mit dem Ziel zu überprüfen, mehr Geld durch die Vermietung einzunehmen, insgesamt 4000 Euro waren die Vorgabe.
Bislang war die Nutzung der beiden Volksschulturnhallen nach Angaben von Bürgermeister Helmut Blank umsonst. Wenn auch für diese Räumlichkeiten Geld verlangt wird, könne man die Forderung zur Haushaltskonsolidierung erfüllen, so Blank. Die Verwaltung geht von Mehreinnahmen von rund 5000 Euro aus. Die Gebühren für Jugendsport örtlicher Vereine werden allerdings mit 100 Prozent von der Stadt bezuschusst, Erwachsene mit 50 Prozent.
In der Mehrzweckhalle sollen die Gebühren vorerst stabil bleiben, erläuterte der geschäftsleitende Beamte Stefan Bierdimpfl. Dies hänge damit zusammen, dass die Stadt sich demnächst entscheiden muss, ob die Mehrzweckhalle nach der Sanierung nur als Sporthalle genutzt werden soll. Mit der neuen Gebührenordnung soll auch vermieden werden, dass Vereine stärker auf die Schulturnhallen ausweichen, weil dort Kosten gespart werden können.
Keine Mehrheit fand im Gremium ein Antrag von Stadträtin Rosina Eckert. Sie wünschte sich, dass die Stadt grundsätzlich beim Tod eines städtischen Würdenträgers oder eines (ehemaligen) Mitarbeiters eine Todesanzeige in der Zeitung schaltet. Seit 2011 werden Nachrufe nur noch beim Tod eines Bürgermeisters oder Stadtrats, eines Ehrenbürgers oder eines Trägers der Goldenen Stadtmedaille in einer Anzeige veröffentlicht. Für alle anderen wird zum Jahresende eine Sammelanzeige geschaltet. Man solle keine Differenzierungen vornehmen. "Es ist eine Sache der Würde", fand Rosina Eckert. Als "zeitgemäß" bezeichneten dagegen andere Stadträte die aktuelle Praxis. Dem schloss sich die Mehrheit an.