Dass das Instrument auch heute noch Zuhörer in seinen Bann zieht, ist leicht verständlich. Voller Gefühl sind die Töne, die auf ihm hervorgebracht werden, beruhigend und gleichzeitig voller Leben.
Die acht Mitglieder der Pan-flötengruppe "CumPan" aus Münnerstadt haben sich seit fünf Jahren diesem faszinierenden Instrument verschrieben. Die Mitglieder kommen aus den Landkreisen Schweinfurt, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Am Sonntag, 21. Dezember, haben sie in der Aula des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums ihren ersten Auftritt. Beginn des Konzertes ist um 17 Uhr.
"Alles hat bei einem Kurs der VHS in Münnerstadt begonnen", erinnert sich der Leiter des Ensembles, Klaus Götzelmann aus Gochsheim. Dabei hat er selbst den Kurs gegeben und den jetzigen Mitgliedern die Leidenschaft zu diesem Instrument vermittelt. Seit zehn Jahren bläst er selbst die Panflöte, ein Instrument, das ihn und seine Mitstreiter auch nach all den Jahren noch fasziniert.

Akustik ist wichtig

"Die Panflöte hat als Holzblasinstrument ihren ganz eigenen Charakter und Klang. Die verschiedensten Stimmungen kann man auf ihr ausdrücken, traurige Weisen sind ebenso möglich wie lustige, flotte Stücke lassen sich ebenso spielen wir sehr getragene Weisen", sagt der Leiter der Gruppe. Besonders der warme und sehr eindringliche Klang fasziniere sowohl die Spieler als auch die Zuhörer. Aber eines sei ganz wichtig, damit der Charakter dieser besonderen Flöte zum Ausdruck komme: "Am besten hört sich das Instrument in geschlossenen Räumen mit guter Akustik an", sagt Götzelmann aus Erfahrung. Hierzu bietet sich die Aula des Gymnasiums geradezu an. Sehr dankbar ist das Ensemble deshalb auch dem Schulleiter Joachim Schwigon, der sie hier üben und ihr Konzert abhalten lässt. "Hier ist es wirklich optimal", sagt der Leiter des Ensembles.
Die Panflötengruppe will am Sonntag zeigen, was mit diesem Instrument alles möglich ist. Fehlen dürfen dann natürlich südamerikanische Weisen wie das unverkennbare "El Condor Pasa" und das "Besame Mucho" nicht. Aber die musikalische Palette ist weiter gespannt. Neben Balladen wie dem "Sound of Silence" und dem "Hallelujah" von Cohen werden auch klassische Weisen wie das "Nocturna" von Chopin und traditionelle Weihnachtslieder zu hören sein. "Hier können die Zuhörer nach Belieben auch Mitsingen", sagt Götzelmann. Auch deshalb verstehe man sich als Benefizkonzert. "Wir wollen mit unseren Weisen den Zuhörern etwas zurückgeben, sie zum Träumen bringen und somit zu einer besinnlichen Vorweihnachtszeit beitragen", erläutert Götzelmann das Anliegen der Gruppe. Und wenn man bei den Proben zuhört und merkt, mit wieviel Herzblut das Ensemble die Stücke vorträgt, weiß man, was der Leiter meint.
"Wir sind eine der wenigen Gruppen, die in Deutschland in so großer Besetzung spielen", meint Helmi Marita Lebok aus Bad Kissingen, die seit Jahren mit Freude die Panflöte spielt. Und es ist gar nicht so leicht, in der Gruppe zu spielen. "Man muss sich blind auf den anderen verlassen können und das Tempo genau halten", weiß sie aus Erfahrung. Immer noch begeistert ist sie von den wunderschönen Klangfarben, die das Instrument zaubern kann.