Klaus Wolf vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Bad Bocklet erläuterte vor dem Marktgemeinderat die einzelnen Prüfergebnisse. Von den 16 Brücken sind drei in einem kritischen Zustand. Wenn nicht gehandelt werde, könne es bis hin zu Tonnagenbeschränkungen oder Sperrungen gehen. Handlungsbedarf besteht besonders an den Oberthulbaer Brücken in der Kissinger Straße.

Beide Brücken, sowohl die am Waschplatz an der Thulba, wie auch die Hochwasserbrücke bringen in der Stand- wie auch Verkehrssicherheit und der geprüften Dauerhaftigkeit schlechte Bauwerksnoten. So bestehen Mängel wie Stolperstellen sowohl im Straßen- wie auch im Gehsteigbereich, außerdem sind Risse und marode Fugen vorhanden, die die Baukörper undicht machen und Feuchtigkeit eindringen lassen.

Empfohlen wird eine umgehende Nachbesserung und eine Tonnnagenbeschränkung auf 7,5 Tonnen. Bei der Hochwasserbrücke kann dies allerdings nur ein Provisorium sein und das Ziel, über den nächsten Winter zu kommen. Hier bestehen sogar Verschiebungen in den Stützpfeilern, die größere Reparaturen nach sich ziehen könnten. Eventuell, so Wolf, könnte "ein Neubau günstiger werden als Reparaturen".

Dies sei noch zu prüfen ist. Die dritte Brücke mit enormen Beschädigungen befindet sich über den Eichlingsgraben in Frankenbrunn. Eingebrochene Teile der Fahrbahndecke wurden bereits wieder verschlossen, informierte Bernd Wald vom Oberthulbaer Bauhof. Die übrigen Brücken in den Gemeindeteilen Hassenbach, Frankenbrunn, Oberthulba und auch Thulba sind noch in einem akzeptablen bis guten Zustand.

Hilfe für Hochwasseropfer

Zu Spenden für die hochwassergeschädigten Bayerischen Gemeinden hat der Bayerische Gemeindetag aufgerufen. Auch der Markt Oberthulba will den Kommunen bei massiven Schäden an kommunalen Einrichtungen helfen. "Wir wollen damit auch unsere Solidarität zeigen", betonte Bürgermeister Schlereth. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat je Einwohner einen Euro, also insgesamt etwa 5000 Euro zur Verfügung zu stellen.