Die Bürgerversammlung in Stralsbach war sehr gut besucht. Ortsreferent Bernd Müller begrüßte dazu rund 40 Bürgerinnen und Bürger. Bürgermeister Waldemar Bug stellte die Tätigkeiten in der Gemeinde vor. Dabei sprach er von einer regen Bautätigkeit und zahlreichen Projekten, die umgesetzt wurden.
Auch in Zukunft sind wieder zahlreiche Baumaßnahmen geplant. So steht die Abwasser-Pumpleitung von Katzenbach nach Stralsbach kurz vor der Umsetzung, ebenso soll unter anderem in diesem Ortsteil der Marktgemeinde der Kanalbereich mit Überstau saniert werden. Der Bebauungsplan des Gewerbegebietes in Stralsbach befindet sich in Aufstellung. "Hier werden derzeit naturschutzfachliche Untersuchungen durchgeführt, diese stehen kurz vor dem Abschluss. Dann müssen wir sehen, wie es hier weitergeht", so der Bürgermeister.
Da der Starkregen auch in Stralsbach immer wieder zu Überschwemmungen führt, habe man hier bereits konkrete Planungen eingeleitet, wie man die Auswirkungen solcher Unwetterereignisse abmildern könne.


Neue Wassergebühren

Der Bürgermeister stellte ebenso die Satzung die Wasser- bzw. Abwassergebühren vor, die ab 2018 in Kraft tritt und dann vier Jahre gültig ist. Die Verbrauchsgebühr für Wasser beträgt dann 1,55 Euro / m³, die Schmutzwassergebühr liegt bei 2,12 Euro / m³ und die Niederschlagswassergebühr bei 0,21 Euro/m².
Außerdem informierte der Bürgermeister die Versammlung darüber, dass man derzeit keinen aktiven Jagdvorstand habe und die Gemeinde Notjagdvorstand sei. "Dies ist keine Dauerlösung", mahnte Bug. Die Gemeinde könne hier nur temporär einspringen. "Ich bitte die Feldeigentümer, ein Ehrenamt zu übernehmen, damit die Vorstandschaft in der nächsten Jagdversammlung neu gewählt werden kann".
Nach dem Referat Bugs kamen die Bürger zu Wort, die Fragen stellen konnten. So wollte ein Besucher wissen, ob man für die Umsetzung des Kanalbaus schon ein konkretes Datum wisse. "Hierzu kann ich nichts sagen, das Planungsbüro ist noch mit der Ausarbeitung der Umsetzung beschäftigt", so Bug.


"Leichenhaus renovieren"

Vorgebracht wurde auch, dass man vor drei Jahren darum gebeten hatte, dass das Leichenhaus in Stralsbach gestrichen wird. "Hier ist bis heute nichts geschehen: die Decke ist schwarz, es ist eine Schande, da gehört etwas gemacht", sagte ein Bürger. Bürgermeister Bug erläuterte, dass damals im Gespräch gewesen sei, dass sie umgebaut werden sollte, was dann aber nicht geschah. Dennoch sei das Streichen kein Problem. "Wir würden als Gemeinde die Farbe stellen. Würde sich jemand vor Ort bereit erklären, die Decke zu weißeln? Das ging wohl am schnellsten", so Bug. Spontan erklärte sich in der Versammlung jedoch keiner bereit.


Elektrik erneuert

Es kam auch die Frage auf, warum die Sanierung der Schule in Burkardroth so teuer sei. Damals habe man hierfür rund 1,3 Millionen angesetzt, diese Summe habe sich aber auf rund 3,5 Millionen Euro erhöht. "Es ist leider oft so, dass die Durchführung von Projekten teurer wird, als man im voraus denkt", merkte Bug an. So war die Elektrik nicht mehr auf dem neusten Stand und man entschied sich dafür, diese zu erneuern, was fast eine Million Euro an Zusatzkosten bedeutete.
Auch die Schäden im Bereich der Blechdächer wurden erst bei einer näheren Untersuchung offensichtlich, hier bestand akuter Handlungsbedarf. "Die Einarbeitung all dieser notwendigen Maßnahmen erklärt die Kostensteigerung", erläuterte der Bürgermeister.
Von einem Bürger wurde gefragt, ob man auf dem Kinderspielplatz nicht noch einige Spielgeräte anschaffen könnte. Bug nahm dies auf. "Außerdem wurde als Wunsch der Jugend an mich herangetragen, dass beim Spielplatz ein Beachvolleyballfeld entstehen soll", so Ortsreferent Bernd Müller. Dies müsse natürlich erst noch mit den Anwohner besprochen werden, damit hier keine Komplikationen entstehen.