Bürgermeister Franz Kuhn informierte, dass der Landkreis den Abschnitt der KG 8, die durch die nördliche Wohnbebauung in Rottershausen verläuft, herrichten wird. Die Teerdecke wird erneuert. "Die Behörde fragte an, ob wir parallel auch den Gehsteig ausbessern möchten. Inbegriffen sind auf jeden Fall die Bushaltestellen. Diese Kosten von 10 000 Euro müssen wir als Gemeinde übernehmen", gab Kuhn weiter.
Auf Nachfrage stellte er klar, dass die Kosten für diese Maßnahme nicht umgelegt werden können. Er machte jedoch deutlich, dass der Gehsteig nicht in bestem Zustand ist. "Wenn der Kreis die Fahrbahn erneuert wäre es sinnvoll, den Gehweg einzuschließen", verdeutlichte Kuhn seine Meinung.
Im Haushalt sind für Straßenunterhalt 40 000 Euro eingestellt. "15 000 Euro haben wir inzwischen bereits verbraucht. Die Überschreitung - falls in 2015 alles abgerechnet wird - müssten wir nachträglich billigen", ergänzte der Bürgermeister. Robert Erhard verwies auf noch fünf unbebaute Grundstücke an der KG 8.
Die Eigentümer hätten den größten Nutzen. Nils Seidl rechnete grob vor, dass ein Neuaufbau der beidseitigen Gehsteige bei Umlegung, also Mitbeteiligung der Anlieger, der Gemeinde nicht viel teurer käme. Da aber der Landkreis jetzt auch nur ausbessere, biete sich die einfachere Variante an, meinten Klemens Wolf und Andreas Schmitt. Zudem sei zu bedenken, dass bei Neuausbau von Straße und Gehsteig sich Hausanschlüsse verändern würden. Bei drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, die schadhaften Stellen der Gehwege, die zusammen 660 Meter lang sind, nur auszubessern.
Je einen Neubau von Wohnhaus mit Garage können Katrin und Christian Stefan in Rottershausen sowie Christine und Christian Baus in Eltingshausen errichten. Die Siedlervereinigung Oerlenbach wird eine Gerätehalle im Anschluss an den Bauhof auf gemeindlichem Grund errichten. Die Arbeiten führt der Verein aus. Die Materialkosten sind auf 18 000 Euro veranschlagt. Hierfür gewährte der Gemeinderat einen Zuschuss von zehn Prozent.
Die Gesundheits- und Kampfschule Mellrichstadt möchte in der Turnhalle Rottershausen Kungfu-Unterricht für Kinder durchführen. Zu einem Schnuppertraining kamen 32 Kinder, von denen 19 regelmäßig freitags von 14.30 bis 15.30 Uhr mitmachen wollen. Der Gemeinderat sagte die Nutzung der Halle bei einer Gebühr von zehn Euro je Stunde zu, zumal örtliche Vereine diese Sportart nicht anbieten.

Brandschutz ja oder nein?

Karin Haut gab für den Helferkreis Asylbewerber weiter, dass in der Unterkunft Feuerlöscher fehlen und damit von der Feuerwehr Ebenhausen der Brandschutz nicht gewährleistet werden könne. "Im Gebäude wurde nichts im Vergleich zu früher baulich geändert. Das Haus wurde von der Regierung von Unterfranken einschließlich des Brandschutzes angemietet. Die Fachkompetenz der Behörden zweifeln wir nicht an", machte der Bürgermeister klar.
Lob galt dem Bauhof, der die Aufstellung von Kinderspielgeräten in Eltingshausen und Rottershausen unterstützte. Seit 2009 werden in der Gemeinde die Abwassergebühren nach Frischwasserverbrauch und Niederschlagsmenge aufgesplittet. Zuvor trug die Kommune die Gebühren - nur nach Verbrauch ermittelt - für die Kirchen, seitdem nur noch auf Antrag für Kindergärten, Büchereien und Jugendheime. Die Pfarrei Ebenhausen hatte diesen Antrag versäumt und wünschte eine nachträgliche Erstattung für Bücherei und Gößmannhaus von 1200 Euro. Der Gemeinderat sagte gemäß einer früheren Entscheidung, eine Vergütung für die beiden letzten Jahre zu.
Im Zuge der Sperrung der Bahnbrücke in Oerlenbach nimmt der Verkehr durch Ebenhausen zu. "Die Umleitung ist aber in Ebenhausen selbst nicht ausgeschildert", bemängelte Benedikt Keßler. Die Gemeinde wird die Bitte an das Straßenbauamt weiter reichen. Sven Schüler hakte zu einem Schreiben eines Bürgers nach, der am Kreisverkehr in Oerlenbach zur Sicherheit Zebrastreifen wünschte. "Die Situation haben wir bei der Verkehrsschau mit Polizei und Straßenbehörden erörtert. Die Fachleute lehnten diesen Zusatz ab", erklärte Bürgermeister Franz Kuhn. Schade sei, dass nicht an allen Übergängen Streifen in gleicher Höhe von Fahrbahn und Gehweg für Rollstuhlfahrer geschaffen wurden.
Eine gute Nachricht verkündete Franz Kuhn: "Das Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erkannte die Allianz Oberes Werntal als Öko-Modellregion an und sagte eine 75-prozentige Zuwendung pro Jahr für einen Projektmanager bzw. Fachbüro bis 100 000 Euro Aufwendungen für die nächsten Jahre zu.