Die Linde am Kirchberg wird noch im Februar gefällt. Der entsprechende Antrag von Roman Jörg fand während der jüngsten Gemeinderatssitzung mit 6:5 Stimmen eine knappe Mehrheit.Vorausgegangen war der Abstimmung eine lange Diskussion. Diese begann mit der Frage, inwieweit ein Ratsmitglied, das gegen eine sofortige Fällung des laut Gutachten nicht mehr standsicheren Baumes stimmt, persönlich für Schäden haftbar gemacht werden kann. Nachdem dieses Problem durch Aussagen des 3. Bürgermeisters Jürgen Metz als hinfällig betrachtet werden konnte, versuchten die Befürworter einer Sanierungsmaßnahme für ihren Standpunkt zu werben.
Oswald Türbl legte anhand von Aussagen von Baumgutachtern dar, dass die Linde einen sehr starken Stammfuß habe und man außerdem durch einen Rückschnitt die Bruchgefahr zusätzlich vermindern würde.
Durch Ausbringen von Kompost auf die Baumscheibe könne man den Baum stärken und bis zum Sommer abwarten, ob der Austrieb zufriedenstellend ausgefallen wäre. Leo Büchner machte deutlich, dass bei einer Fällung zuerst ebenfalls eine Zurücknahme der Krone erfolgen müsse, so dass sich die Kosten bei einem stufenweisen Vorgehen nicht erhöhen würden.
Roman Jörg führt indes Zweifel an der Sanierungsmaßnahme mit einem homöopathischen Mittel an, die von einem Bürger vor einigen Wochen vorgenommen worden war. Der Antrag von Oswald Türbl auf einen versuchsweisen Rückschnitt kam nicht mehr zur Abstimmung, weil über den weitergehenden Antrag zur Fällung zuerst abgestimmt werden musste.
Kritik fand auch das Verhalten des Landratsamtes, das den Status der Linde als Naturdenkmal sofort nach Bekanntwerden der Probleme aufgehoben und sich so seiner Fürsorgepflicht für den Baum entzogen habe. Einig waren sich die Ratsmitglieder darüber, am gleichen Standort wieder eine Linde zu pflanzen, allerdings erst nach entsprechender Bodensanierung.
Zustimmung fand der Antrag von Oswald Türbl, den gemeindeeigenen Hang an der Staatsstraße mit heimischen Gehölzen zu bepflanzen, um die Ortseinfahrt von Einraffshof her besser in die Landschaft einzubinden. Kritisiert wurde die Weigerung des Straßenbauamtes, in dieser Richtung tätig zu werden.
Dass sich im Gewerbegebiet Schildeck II endlich etwas bewegt, zeigt der Bauantrag der Firma Holzakzente, die dort eine Fabrikationshalle mit Büro- und Ausstellungsgebäude plant. Genehmigt wurde auch der Bauantrag von Norbert Kühnlein, der auf seinem Wohnhaus zwei Dachgauben errichten will.