Beim Befüllen eines Tanks im Keller eines Anwesens in der Hugo-von-Trimberg-Straße löste sich aufgrund eines technischen Defekts ein Schlauch an dem vor dem Haus geparkten Tanklaster. Daraufhin spritzte das Öl zunächst auf die Straße und lief dann bergab in zwei Gullys. Zwei kurz darauf vorbeikommende Mitarbeiter der Deutschen Bahn bemerkten den Unfall und informierten den Fahrer des Lasters, der sich im Keller des Hauses befand. Er drehte sofort den Hahn zu, doch bis dahin war das Öl nach Einschätzung der Beteiligten schon etwa ein bis zwei Minuten geflossen. Drei Einsatzkräfte der Feuerwehr Trimberg kümmerten sich um das Abbinden des Öls auf der Fahrbahn. Das Landratsamt, das Wasserwirtschaftsamt und die Verwaltungsgemeinschaft wurden umgehend verständigt.

Werner Nöth, Sachbearbeiter für Wasserrecht und Altlasten im Landratsamt, erklärte am Nachmittag auf Anfrage, ein Schaden für die Umwelt sei nicht feststellbar gewesen. "Gottseidank gibt es in dem betroffenen Bereich eine Mischkanalisation", erklärte der Fachmann. So sei das Öl im Kanal geblieben und nicht in die Saale geflossen. Sicherheitshalber habe er dennoch am Fluss nachgeschaut, dort aber nichts entdecken können.
Eine Kontrolle am Sammelschacht in Trimberg habe ergeben, dass mit Öl verunreinigtes Abwasser Richtung Elfershausen weitergepumpt worden sei. Daraufhin habe der Abwasserzweckverband eine Kanalspülung noch am selben Tag in Auftrag gegeben. Darüber hinaus sei die Firma Gerner beauftragt worden, die Fahrbahn in der Hugo-von-Trimberg-Straße mit einem Spezialgerät zu säubern, damit nicht auch noch das Bindemittel bei Regen in den Kanal gespült wird. Der Einsatz von Feuerwehr und Spezialfirmen wird vermutlich mehrere tausend Euro kosten.