Mit seiner Aktion "Naturnahe Gestaltung der Ämter-Außenanlagen" will das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) an den drei Dienststellen mit Wiesen, Blühflächen und verschiedenartigen Insektenhotels der Bevölkerung ein Vorbild und interessierten Privatleuten praktische Beispiele für verstärkten Natur- und Insektenschutz inmitten von Wohnbebauung geben. Denn Artenvielfalt und Arterhaltung - Fachleute sprechen von Biodiversität - sind ein aktuelles Anliegen der Bevölkerung, wie das Volksbegehren "Rettet die Bienen" im vergangenen Jahr zeigte.

Blühfläche in Bad Neustadt

Insekten brauchen vor allem ausreichend Nahrung, die allerdings rund um die drei Amtsgebäude kaum geboten wurde, weshalb am Sitz der AELF-Hauptverwaltung in Bad Neustadt jetzt eine neue Blühfläche mit einer für städtische Anlagen gut geeigneten Saatgutmischung aus ein- und mehrjährigen Blütenpflanzen angelegt wurde. Zusätzlich erbauten dort die beiden Forstwirtschaftsmeister Michael Schneider und Christoph Schlereth aus Eichen-Kernholz als moderne Insektenhotel-Variante eine dekorative Steelengruppe aus fünf Insekten-Niststämmen mit erforderlichen Einbohrungen. Für das ehemalige Bad Neustädter Forstamt und das Amtsgebäude in Bad Kissingen bauten sie jeweils ein klassisches Insektenhotel, zusammengesetzt aus heimischen Hartholz-Stücken - überwiegend Eiche, aber auch Kirsche und Birke - sowie Papphülsen und Lehmbrocken.