Den apokryphen Petrusakten nach begegnete der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Christus und fragte ihn "Quo vadis, Domine?" ("Wohin gehst du, Herr?") und erhielt zur Antwort "Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen". Daraufhin kehrte Petrus um, wurde in Rom gefangen genommen und gekreuzigt. Diese Geschichte diente Helmut Droll als Inspiration für seine 18 Gemälde, wie auch die griechische Mythologie, wie er sagt, wo immer etwas auf der Kippe steht.
In Öl/Mischtechnik, Tusche oder Tusche/Aquarell, zwischen abstraktem und materialistischem Stil, geht Droll der Frage nach: Wie geht es weiter - wie wird es werden? "Mich interessieren immer Übergangssituationen - der Übergang von einem Zustand zu einem anderen. Wie die Libelle, die aus der Hülle schlüpft, vorher und nachher ein ganz anderes Tier ist."
Die Ausstellung ist das dritte Projekt mit der evangelischen Kirchengemeinde. "Es ist toll, dass ein Künstler hier in den kirchlichen Räumen ausstellt und dafür auch etwas neu gemalt hat. Es tat und tut unserer Kirche gut, wenn sie die gestaltende Kunst in ihre Räume einlässt, wenn sie sich auf deren Bildersprache einlässt und mit deren Einwürfen, Einsichten und Fragestellungen auseinandersetzt", sagt Pfarrer Jochen Wilde. In den Gottesdiensten während der Ausstellungsdauer werden sich deshalb Prediger mit einzelnen Werken intensiv befassen.