Das gibt es nicht alle Weihnachten: Selbstgebackene Weihnachtsplätzchen, die keinen Abnehmer finden. Dabei gab sich Johanna Neeb, Gattin des Alt-Bürgermeisters aus Elfershausen, so viel Mühe mit den verschiedenen Plätzchen-Sorten in Zellophan-Tütchen, die mit einem kleinen Tannenzweig geschmückt sind.

Johanna Neeb ist begeisterte Kuchen- und Plätzchen-Bäckerin. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit zur Adventsfeier des Rhönklub Zweigvereins Hammelburg jedem anwesenden Mitglied ein Tütchen mit acht feinen Plätzchen zu überreichen und ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen. Für die immer gut besuchte Adventsfeier muss sich die Elfershausenerin recht bald ins Zeug legen.

Geschenke für Seniorenheim

Nach einschlägiger Erfahrung sind es rund 100 Päckchen, die die Weihnachtsbäckerin, die mit ihrem Gatten selbst Mitglied im Rhönklub ist, rechtzeitig fertigstellen muss. Das war auch heuer nicht das Problem - doch Rhönklub-Vorsitzender Alfred Jeurink musste die Adventsfeier wegen der geltenden Corona-Auflagen absagen - und Johanna saß auf drei Kartons und einem Korb voll Plätzchen-Tüten. Was tun?

Gemeinsam mit Klub-Vorstandsmitglied Franz Herrler kam sie auf die Idee, das Hammelburger Maria-Probst-Seniorenheim mit den Süßigkeiten zu beschenken. Ein Anruf bei der Heimverwaltung stieß auf freudige Resonanz. Man nehme das Geschenk gerne an und gebe es als willkommene Überraschung am Nikolaustag an die Bewohner weiter, hieß es. Aktuell sind 98 Personen im Dr. Probst-Heim also passte die Zahl der Päckchen ziemlich genau.

Als Neeb und Herrler mit ihren süßen Päckchen eintrafen, gab es strahlende Gesichter. Zwar konnten die Organisatoren - ebenfalls coronabedingt - die weihnachtlichen Aufmerksamkeiten nicht selbst überreichen, doch sorgten Pfleger Jürgen Schmidbauer und seine Kollegen für die Verteilung. Schmidbauer dankte auch Johanna Neeb mit einem Blumenstrauß und Franz Herrler mit einem Weinpräsent. Der Dank der Beschenkten gehörte den beiden "Nikoläusen" im Herzen.