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Ramsthal
Handlungsbedarf

Sanierungen stehen in Ramsthal im Mittelpunkt

Treppenschäden, Leitungsschäden, Gefahren an der Schulbushaltestelle und Sanierungen beschäftigten die Ramsthaler Räte. Dabei ging es auch um Zuschüsse.
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Die Treppe vom Dorfplatz zur Kirche weist erhebliche Schäden auf.  Foto: Andreas Lomb
Die Treppe vom Dorfplatz zur Kirche weist erhebliche Schäden auf. Foto: Andreas Lomb
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Die Kirche in Ramsthal plant eine umfassende Sanierung des Pfarrheims. Einige der Schwerpunkte sind die Erneuerung der WC-Anlagen, der Einbau eines behindertengerechten WC und die Schaffung eines behindertengerechten Zuganges. Die Baumaßnahme soll in der nächsten Zeit angegangen werden, um eine Fertigstellung zum 900-jährigen Gemeindejubiläum zu gewährleisten.

An die Diözese wurden von der Kirchenverwaltung Zuschussanträge gestellt. Bei der Maßnahme wird von einem Aufwand in Höhe von etwa 350.000 Euro ausgegangen und ein Zuschuss der Diözese in Höhe von 175.000 Euro erwartet. Da dieser Zuschuss voraussichtlich aber erst ab 2022 geleistet wird, wurde ein Antrag an die Gemeinde gestellt, den Betrag zu zwischenfinanzieren. Ebenso wurde die Gemeinde um einen Zuschuss zur Maßnahme gebeten. Eine Rückfrage aus dem Gemeinderat, ob sich die Gemeinde durch diese Zwischenfinanzierung nicht im eigenen Handlungsspielraum bei anstehenden eigenen Maßnahmen einengt und dann selbst Mittel aufnehmen muss, wurde nicht weiter verfolgt. Der Gemeinderat sagte das beantragte Zwischendarlehen zu. Hinsichtlich eines Zuschusses zu den Kosten soll in Kürze ein Bild von den angedachten Maßnahmen vor Ort gemacht und dann eine Entscheidung getroffen werden.


Gefahrensituation an der Bushaltestelle

Gemeinderat Erich Krebs brachte die allmorgendliche Gefahrensituation an der Schulbushaltestelle zu Sprache. Nach seinem Eindruck sind die Kinder gefährdet, wenn sie vom Bushäuschen die Straße überqueren, um in den Bus einzusteigen, da dieser nicht am Häuschen hält. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, treffen sich interessierte Gemeinderäte in der nächsten Woche zur Abfahrtzeit.

Markus Lomb brachte wieder einmal die Nutzung der Gehsteige mit Rollatoren im Kernort zur Diskussion. Er habe festgestellt, dass die Nutzer häufig auf die Fahrbahn ausweichen, weil sie mit Ihren Gehhilfen die teilweise gepflasterten Flächen der Gehsteige nicht überqueren können. Die Gemeinde hat hier bereits mehrmals erfolglos nach Lösungen gesucht. Aus dem Gremium wurde angemerkt, dass der durch Setzungen schlechte Zustand der Pflasterflächen eine der Ursachen sei. Auch große und offene Fugen zwischen den Steinen behindern die Nutzung. Erich Krebs merkte an, dass es bei den Rollatoren auch Modelle mit größeren und luftgefederten Rädern gäbe, die auf den Problemflächen besser nutzbar wären. Im Gemeindehaushalt wurden bereits 10.000 Euro für Maßnahmen im Seniorenbereich geplant. Krebs schlug vor über Zuschüsse für geeignete Rollatoren nachzudenken oder solche von der Gemeinde anzuschaffen und sie den Betroffenen leihweise zur Verfügung zu stellen. Im Gremium wurde vereinbart eine Vorführung geeigneter Rollatoren durch eine Sanitätshaus zu organisieren. Danach wolle man sich erneut damit in einer Sitzung befassen.

Die Treppe von der Bäckerei Kemmer zur Kirche weist erhebliche Schäden auf. Einige Stufen sind locker und an einigen Stellen entstehen Brüche durch Rost an der inneren Bewehrung. Der Bürgermeister regte an darüber nachzudenken, ob die Treppe in dieser Breite benötigt wird. Man könne bei einem Umbau intakte Stufen nutzen, um einen schmaleren Aufgang zu bauen. Bei der nächsten Gelegenheit will sich der Gemeinderat ein Bild vor Ort machen.

Edwin Metzler schlug vor die Fläche von 3 nicht genutzten Gräbern im Bereich unterhalb des Priestergrabes in eine kleine Grünfläche umzugestalten. Beim Trend zu anonymen Beisetzungen und Waldfriedhöfen könnte die Gemeinde hier ein vergleichbares Angebot machen. Auch hier wird man einen Ortstermin machen.


Wasserleitungsprobleme im Sportheim

Mit den Abwasser- und Kanalleitungen im Sportheim gibt es momentan einige Probleme. Bei einer Befahrung der Rohre wurden verschiedene Probleme festgestellt, die nun behoben werden sollen. Da von den Verstopfungen die WC-Anlagen um ersten Stock betroffen sind, ist Eile geboten, um die Nutzung möglichst bald wieder zu gewährleisten. Bei der Kamerabefahrung wurde unter den Grünflächen vor dem Sportheim ein größerer Hohlraum festgestellt, dessen Zweck niemandem bekannt ist. Um einen Einbruch dieser Kammer zu vermeiden, soll sie jetzt aufgefüllt werden.

Bürgermeister Alfred Gündling informierte darüber, dass er den Jugendraum im gemeindlichen Bauhof wegen Hygienemängeln geschlossen habe. Wenn sich die Situation im Raum ändere, könne eine Wiederöffnung erfolgen.


Neue Ortsbroschüre

Von einem Treffen des Tourismusausschusses im Gemeinderat gab der Bürgermeister einen kurzen Bericht. Die Gruppe hat als vordringliche Aufgaben festgelegt, dass eine Verbesserung der Schnittstelle für touristische Informationen gewährleistet werden soll. Häufig wüssten Interessenten oft nicht, an wen Sie sich wenden sollen, wenn sie Veranstaltungen oder Informationen veröffentlichen wollten. Auch der aktuelle Internetauftritt der Gemeinde sei nicht mehr zeitgemäß hinsichtlich Inhalt, Gestaltung und Technik. Die vor Jahren erstellte Ortsbroschüre soll vollständig überarbeitet und in geringerer Stückzahl als beim letzten Mal neu gedruckt werden. Dadurch soll zukünftig eine kurzfristigere Anpassung und Aktualisierung erfolgen können. Angebote für die einzelnen Punkte sollen nun eingeholt werden.

Am "Terroir f-Punkt" sollen Schilder im Format A3 errichtet werden, die auf die Ausschanktage an diesem Punkt und die Veranstaltungen in der Gemeinde hinweisen. Nach Abwägung der verschiedenen Standorte einigten sich die Räte darauf, die Schilder unterhalb des Punktes im Bereich der Einfahrt zu den Weinbergen zu errichten. Die neue Natursteinmauer am Aussichtspunkt soll möglicherweise bis zum darunterliegenden Wald verlängert werden. Für diese Maßnahme könne ein Zuschuss beantragt werden, der die Kosten für die Gemeinde auf rund 3.500 Euro begrenzt. Der Gemeinderat stimmte dafür, den Zuschuss zu beantragen und dann über die Realisierung zu entscheiden.

Nachdem ein Anbieter der Gemeinde ein Mulchgerät vorgeführt hatte, entschied der Gemeinderat, rund 7000 Euro zu investieren und ein solches Gerät zu kaufen. Auf Rückfrage aus dem Gremium wurde eine jährliche Nutzung des Gerätes an etwa 14 Tagen genannt.


Neue Form des Neujahrsempfangs?


Beim letzten Neujahrsempfang hatten einige Gemeinderäte ein mangelndes Interesse an der Veranstaltung festgestellt und angeregt, den Kreis der geladenen Gäste zu erweitern. Bisher waren die Gemeinderäte und Vertreter der örtlichen Vereine geladen. In einer früheren Sitzung war angeregt worden, auch Gewerbetreibende einzuladen. Bei einer Betrachtung der Liste von rund 80 gemeldeten Gewerbetreibenden in Ramsthal (Inhaber eines Gewerbescheins) wurde festgestellt, dass der Rahmen der Veranstaltung im Rathaus aus räumlichen Gründen gesprengt werden würde. Der Mehrzweckraum im Sportheim wurde alternativ genannt. Das Gremium sah noch Gesprächsbedarf, wie eine Eingrenzung erfolgen könne, verlegte die Diskussion darüber allerdings in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung.



Matthias Konrad legte einen Bauplan zum Abriss des Dachstuhls und zur Aufstockung seines Hauses am Hopfenweg vor. Der Gemeinderat stimmte dem Plan mit den erforderlichen Abweichungen zum Bebauungsplan hinsichtlich Dachform, Dachneigung und Anzahl der Vollgeschosse zu.
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