Der Bevölkerung wird sich der Bewerber am Freitag, 8. November, um 20.30 Uhr in der Markthalle Hammelburg am Buttenmarkt vorstellen, informierte 2. Bürgermeister Reimar Glückler (CBB) am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Im Anschluss wird die Hammelburger Weinprinzessin Antonia Müller ein Glas Wein servieren. Die Besucher haben derweil die Gelegenheit, persönlich mit dem Bewerber ins Gespräch zu kommen. Die Nominierung des Kandidaten durch die beteiligten Fraktionen solle dann im Laufe des Novembers erfolgen, informierte Glückler.

Stillschweigen vereinbart

Reimar Glückler erklärte auf Nachfrage, dass er für eine erneute Kandidatur nicht in Frage komme. "Die Altersgrenze bei der Bürgermeisterwahl liegt bei 65 Jahren und ich bin jetzt 68", erläuterte er. Im Übrigen hätten alle Beteiligten Stillschweigen zur Person des Bewerbers vereinbart. Nicht einmal, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, alt oder jung, mit oder ohne politische Erfahrung, soll vor der Versammlung am 8. November nach draußen dringen.

Reinhard Schaupp, Fraktionssprecher der SPD im Stadtrat, sagte auf Anfrage, dass er nicht der Kandidat sei. Auch er verwies auf die getroffene Vereinbarung, keine weiteren Auskünfte zu geben.

Auch Hans-Josef Fell dementierte, der Kandidat zu sein. Auch wenn er nun nicht mehr im Bundestag sei, habe er keine Zeit "diese sicher große Aufgabe und tolle Herausforderung" anzunehmen. Er werde sich anderen politischen Projekten widmen, sagte der Sohn des im vergangenen Jahr verstorbenen Altbürgermeisters Karl Fell.

Die CSU hat noch nicht geklärt, wer sich aus ihren Reihen um die Nachfolge des 65-jährigen Bürgermeisters Ernst Stross (SPD) bemüht, der nicht mehr antreten wird. Detlef Heim, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Hammelburg, erklärte, die Christsozialen wollten sich Anfang November zusammensetzen, um "den Besten oder die Beste für die Stadt" zu küren, "um das Amt nach 24 Jahren wieder zur CSU zu holen." Die Nominierungsversammlung werde dann vermutlich Anfang Dezember stattfinden. Gerüchte, wonach Armin Warmuth kandidieren könnte, wollte Heim nicht kommentieren.

"Mehrere kommen in Frage"

Armin Warmuth selbst betonte auf Anfrage, es gebe mehrere Kandidaten, die in Frage kämen, und er könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal sicher sagen, ob er für eine solche Kandidatur bereit stehe. Das Thema solle erst ausführlich in allen Gremien der Partei diskutiert werden, bevor eine Entscheidung falle.