Offiziellen Abschied nahm der bisherige Revierförster Tobias Wallrapp von Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) und dem Marktgemeinderat Oberthulba in der jüngsten Sitzung. Fünfeinhalb Jahre lang sei Wallrapp mit großem Erfolg in den Gemeindewäldern von Oberthulba und Wartmannsroth tätig gewesen, sagte Schlereth, der auch Vorsitzender der zuständigen Forstbetriebs-Gemeinschaft (FBG) Rhön-Saale ist. Er bedaure, einen sehr guten Revierleiter zu verlieren.
Ein Nachfolger wurde noch nicht bekannt gegeben. Wallrapp will sich jetzt nach Kanada aufmachen. "Die Pflanzungen und Holzeinschläge sind abgeschlossen", hinterlässt er ein wohlbestelltes Revier. Wallrapp bedankte sich für die gute Zusammenarbeit: "Ich konnte mich hier frei entfalten".


Gemeinschaftliche Lösung

Die Planung für die Umgestaltung der Thulbatal-Halle soll jetzt endlich auf die Beine kommen und somit eine Kostenerfassung ermöglichen, beschlossen die Räte. Der Außenplatz soll für Veranstaltungen mit Zelt frei bleiben. "Eigentümer ist der Markt Oberthulba", machte Schlereth deutlich. Nach etwa drei Jahren geduldigen Anhörens der beiden Vereine FC Thulba und Bavaria-Schützen müsse jetzt eine umsetzbare Lösung beschlossen werden. Zu diesem Tagesordnungspunkt hätte er einige Zuhörer erwartet. Doch auf den Gästestühlen herrschte gähnende Leere.
Zweiter Bürgermeister Jürgen Kolb (Bürgervereinigung Thulba) stellte den aktuellen Planentwurf vor: "Das Sportheim bleibt so, aber neu ist ein Archivraum und die Umgestaltung des Schiedsrichterraums". Der Ausschankbereich in der Halle werde größer, und im Bereich des alten Gastraums bei den Schützen soll die Sanitäranlage auch von der Halle aus einen Zugang erhalten.
Neu sind die beiden Anbauten am hinteren Hallenteil, für deren äußere Umfahrung ein Stück Hang abgetragen werden soll. Die Heizungsanlage werde auf Gas umgestellt, erklärte Kolb. In Betracht komme auch der Tausch der FC-Garage für eine ebenbürtige Fläche. Zufrieden äußerte sich Michael Meindl (Bürgervereinigung Thulba): "Das ist eine großzügige Planung, allerdings besteht noch die Frage der Schießbahngestaltung". Alexander Muth (Bürgervereinigung Thulba): "Wir müssen kompromissbereit für eine gemeinschaftliche Lösung sein".


Aufträge vergeben

Für insgesamt rund 338 000 Euro wurden jetzt Aufträge zur Sanierung des Wasserhochbehälters Frankenbrunn vergeben. Die Vergaben betrafen die Gewerke Bautechnik, hydraulische Ausrüstung, Metallbauarbeiten, Auskleidung der Wasserkammern sowie Elektro- und Steuerungstechnik.


Putz bröckelt: Kapelle gesperrt

Sorge herrscht zurzeit um die Frankenbrunner Kapelle, weil sich teilweise der Verputz der Innendecke gelöst hat. Deshalb ist der Zugang jetzt gesperrt. Bald soll es einen Ortstermin der Fachleute inklusive Denkmalschutzämter geben.
Zur Kenntnis nahmen die Räte, dass die Marktgemeinde Oberthulba jährlich rund 75.000 Euro für ihre Gebäude ausgibt, die den Vereinen zur Nutzung zustehen. Die jährliche Grundförderung der Vereine liegt bei etwa 9700 Euro.