Eine Großübung der Floriansjünger war der Auftakt für die Feier zum 140-jährigen Bestehen der Feuerwehr und 40 Jahre Jugend-Feuerwehr in Obereschenbach. Von den elf Wehren aus dem Bereich der Stützpunktwehr Hammelburg rückten neun zu dieser Übung aus.
Das Übungsszenario: Eingelagertes Heu in einer Scheune im Dorf brannte, und drei Personen versuchten den Brand aus eigener Kraft zu löschen. Doch infolge des Rauches wurden sie bewusstlos und waren schnell zu retten. Unglücklicherweise passierte zeitgleich ein Verkehrsunfall mit verletzten Personen im Auto, so die Übungsvorgabe. Es waren vorbeifahrende Schaulustige, die von der Straße abkamen und mit einem Stromverteilerkasten zusammenstießen, wodurch das Fahrzeug in Brand geriet.
Etwa 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Schläuche wurden schnell ausgerollt und Anschlüsse für das Löschwasser an Hydranten montiert. Auch aus dem Eschenbach wurde Wasser gepumpt. Atemschutzträger aus vier Wehren machten sich bereit. Hydraulische Scheren wurden am Unglücksauto angesetzt, um die Insassen zu befreien. Die übenden Floriansjünger hatten viel zu tun.
Nach und nach trafen immer mehr Feuerwehrautos am Übungsort ein. Auch die ansässige Sanitäts-Bereitschaft Obereschenbach rückte aus. Ebenso die Hammelburger Drehleiter. Nach der Alarmauslösung um 17.30 Uhr herrschte bald reges Treiben im Bereich Heergraben, Raiffeisengasse und Eschenbachstraße. Viele Anwohner säumten am Rande des Geschehens die Übung und standen nicht im Weg.


Zufriedene Kreisbrandmeister

Für den 2. Kommandanten Alexander Meder war es ein Sprung ins kalte Wasser, denn erstmalig hatte er die Einsatzleitung übernommen. Die Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann, Klaus Kippes und Oliver Lukaschewitsch waren recht zufrieden mit dem Übungsergebnis. "Die Zusammenarbeit mit den Kameraden aus den Nachbarwehren klappt weiterhin reibungslos", freute sich Benno Zellhan, der ehemalige Obereschenbacher Kommandant.
Rund eine Stunde dauerte der Übungseinsatz. Dann hieß es, die benutzten Schläuche einzurollen und alle Geräte wieder in die Feuerwehrautos einzuräumen. Anschließend saßen die beteiligten Feuerwehrleute beisammen und zogen ihr Fazit bei der gemeinsamen Manöverkritik. Es waren aber nur wenige Details, die zur Debatte standen. Und danach durfte es gemütlich werden. Abends gab es die Live-Band Adrenalize mit Rockmusik zur Erholung.