Der Kreuzritt reicht bis in die frühen 50er Jahre zurück. Früher, als Pferde nicht nur Reit-, sondern vor allem als Arbeitstiere dienten, war es immens wichtig, dass diese gesund blieben. Aus diesem Wunsch heraus und um eine gute Ernte zu bitten, entstand der Kreuzritt.


Zug zur Kreuzkapelle

So war es Brauch, dass ein Pfarrer zu Pferde den Zug zur Kreuzkapelle anführte. Während der Pfarrer den Gottesdienst zelebrierte, stellten sich vier Pferde mit Reiter in Kreuzform vor dem Altar auf, was für die Vierbeiner eine Herausforderung an Disziplin und Geduld war. Dafür musste lange mit den Tieren trainiert werden. Heute erinnert noch ein Kreuz aus Sägemehl vor dem Altar daran. "Uns ist es wichtig, diese Tradition aufrecht zu erhalten", erklärt Theresa Schießer vom RFV Sulzthal, die diesen Ritt mitorganisiert.


Gemeinsame Runde durch die Flur

Treffpunkt für alle Reiter und Kutschen ist um 10 Uhr auf der "Steige" zur Aufstellung der Pferde. In einem gemeinsamen Zug geht es dann zur Kreuzkapelle. Der Gottesdienst, zu dem Besucher selbstverständlich auch ohne Pferd kommen können, beginnt schließlich um 10.30 Uhr.
Nach dem Gottesdienst werden die Tiere gesegnet und Reiter samt Kutschen werden gemeinsam eine Runde durch die Sulzthaler Fluren ziehen.
Danach ist gemütliches Beisammensein an den Hallen bei warmen Speisen, Kaffee und Kuchen möglich. Musikalisch unterhält die Gäste die Seniorenband des Musikvereins Oerlenbach.